Europäische Tropenmediziner tagen an der Universität Heidelberg

02.03.2001 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Vom 4. bis 6. März 2001 tagen 21 Direktoren europäischer Tropeninstitute im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg - Europäische Netzwerke sollen ausgebaut werden - Strategie für die nächsten 20 Jahre wird festgelegt

TropMedEurop, die Vereinigung der Institute und Kliniken für Tropenmedizin in Europa, veranstaltet vom 4. bis 6. März 2001 ihr Jahrestreffen im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg. 21 Direktoren europäischer Tropeninstitute nehmen an der Tagung teil, die auch den Ausbau zweier Netzwerke zum Inhalt hat: des "European Network for Education in International Health" und für "Imported Infectious Disease Surveillance". Heidelberger Wissenschaftler um Prof. Dr. Rainer Sauerborn werden ihre Zusammenarbeit mit einem Gesundheitszentrum in Burkina Faso den Fachkollegen darstellen. Prof. Dr. Michael Lanzer skizziert den Heidelberger Sonderforschungsbereich "Kontrolle tropischer Infektionskrankheiten". Das Jahrestreffen findet nun zum dritten Mal in Heidelberg statt.

TropMedEurop besteht seit den 60-er Jahren. Gründungsgedanke seinerzeit war es, Kommunikation und Diskussion unter den Fachvertretern der Tropenmedizin zu erleichtern. Das Fach ist auch heute noch recht klein, wenn man es mit anderen medizinischen Disziplinen vergleicht. Auf der anderen Seite behandelt es Gesundheitsfragen, die für die Mehrheit der Menschen von höchster Wichtigkeit sind: die Bevölkerung in tropischen und armen Gesellschaften.

Aus diesem Grund verfügen Tropeninstitute über eine starke Tradition internationaler Kooperation, speziell mit "dem Süden". Die Industrienationen stehen - so der vorherrschende Gedanke - in einer besonderen Verantwortung gegenüber diesen Ländern. Im Geist dieser Zusammenarbeit baute TropMedEurop bereits zu einer Zeit wissenschaftliche Verbindungen innerhalb Europas auf, als die Europäische Union noch in weiter Ferne war und die tiefe Spaltung zwischen Ost und West die Agenda bestimmte. Seit dem Bestehen TropMedEurops kamen die Direktoren der tropenmedizinischen Institute und Kliniken regelmäßig in Ost und West zusammen.

An der Universität Heidelberg gewann Tropenmedizin über die Jahre zunehmend an Bedeutung. Von 1985 bis 1988 bestand ein Landes-Forschungsschwerpunkt "Immunologie und Biochemie parasitärer Erkrankungen", in den 90-er Jahren folgte der "Forschungsschwerpunkt Tropenmedizin" und seit 1999 existiert der Sonderforschungsbereich "Kontrolle tropischer Infektionskrankheiten".

Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. Rainer Sauerborn
Tel. 06221 565344, Fax 565948
rainer.sauerborn@urz.uni-heidelberg.de

oder:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de