SchülerInnen vermitteln Faszination der Naturwissenschaften per Computer

07.05.2001 - (idw) Klaus Tschira Stiftung gGmbH

Klaus Tschira Preis für Jugend-Software am 8.Mai auf der edutain 2001 vergeben

Sperrfrist: 8. Mai 2001, 10.15 Uhr

8.5.2001. Sechs jugendliche Preisträger - sowohl Einzelne als auch Gruppen - haben Programme entwickelt, die bei ihren Mitschülern das Interesse an Themen aus den Bereichen Naturwissenschaften-Mathematik-Informatik wecken können. Zur Eröffnung der edutain 2001 in der Karlsruher Stadthalle verleiht Klaus Tschira heute um 10.15 Uhr den nach ihm benannten Preis für Jugend-Software 2001 an fünf Schüler und zwei Schülergruppen im Alter von 9 bis 19 Jahren für ihre selbst entwickelten und pädagogisch ausgerichteten Computerprogramme. Die Bandbreite der Projekte reicht vom Biologie-Lernprogramm bis zum virtuellen Chemielabor. Ein Förderpreis geht an einen Grundschul-Arbeitskreis für ein Projekt zum Thema "Feuer". Für sein Internetprojekt "eLabor - Elektrotechnische Versuche online" erhält ein Team aus Berufsschülern einen Sonderpreis.

Wir laden Sie ein in die Stadthalle Karlsruhe zu:

09:30 Uhr Eröffnung der edut@in 2001
Stadthalle, UG, Hans-Thoma-Saal
10:15 Uhr Verleihung Klaus Tschira Preis für Jugendsoftware 2001
Stadthalle Karlsruhe, UG, Hans-Thoma-Saal
11:00 Uhr Pressekonferenz edut@in 2001, u.a. mit Dr. h.c. Klaus Tschira
Stadthalle Karlsruhe, EG, Nebenraum des Stadthallenrestaurants
13:30 Uhr Interviews und Demonstrationen an den Ständen der Preisträger des
"Klaus Tschira Preises für Jugendsoftware 2001"
Stadthalle Karlsruhe, EG, Weinbrenner-Saal (Markt der Möglichkeiten)

Anmeldung bei: Kenia Merz, Tel.: 0721/3720-2131, Fax:-2139, kenia.merz@kka.de

Der Klaus Tschira Preis für Jugendsoftware "Bits and Bytes for Science" wird erstmals von der Klaus Tschira Stiftung in Zusammenarbeit mit der Landesbildstelle Baden vergeben. Um ihn zu erringen, mussten die jugendlichen Bewerber nicht nur Themen aus den Bereichen Naturwissenschaften-Mathematik-Informatik in ideenreiche Software umsetzen. Die Computerprogramme sollten auch geeignet sein, MitschülerInnen für diese Themen zu begeistern. Klaus Tschira, Mitgründer des Software-Unternehmens SAP und Gründer der Klaus Tschira Stiftung, freut sich besonders über den Ideenreichtum der 32 eingereichten Arbeiten aus ganz Deutschland: "Wie man den Spaß am Lernstoff selbst am besten rüberbringt, wissen die am besten, die diesen Spaß erst selbst vor kurzem erlebt haben: eben Schüler."

Aus den Wettbewerbsbeiträgen wählte die Jury in der Altersgruppe 13 bis 17 Jahre das "Biologie Lernprogramm" des Bochumers Thomas Fischer (17) als beste Multimediadarstellung aus, weil es biologisches Wissen besonders anschaulich und unterhaltsam vermittelt. Als beste Experimentier-Software gewinnt in der selben Altersgruppe der "Millikan Versuch" von Steffen Jäkel (15) aus Dresden. Mit diesem Programm kann ein Schüler am Computer experimentieren, indem er Messgrößen des physikalischen Experiments verändert und dadurch unterschiedliche Ergebnisse erzielt. In der Altersgruppe 18 bis 20 Jahre überzeugte das "Virtuelle Labor" von Manuel Sojer (19) und Sebastian Winter (19) aus dem bayrischen Rettenbach als bestes Multimediaprogramm. Es vermittelt unterhaltsam Grundlagen der Chemie nicht nur durch Erklärungen und Videos, sondern auch durch ein Quiz. Bei der Experimentiersoftware der 18 bis 20jährigen setzte sich "Billard" von Hilmar Straube (18) aus Schulpforte in Sachsen-Anhalt durch. In diesem dynamischen Programm sausen Moleküle wie Billardkugeln zwischen den Banden zweier benachbarter Billardtische hin und her. Durch die Änderung äußerer Bedingungen, beispielsweise der Durchlässigkeit der Zwischenwand für Moleküle, kann ein Schüler deren Verhalten beeinflussen.

Für den Förderpreis qualifizierte sich ein Arbeitskreis der Theodor-Heuss-Grundschule in Eppelheim bei Heidelberg. Die neun- und zehnjährigen SchülerInnen hatten sich mit dem Thema "Feuer" auf vielerlei Weise auseinandergesetzt und das Projekt mit einem Multimediaprogramm dokumentiert. Eine Gruppe von 15- bis 19jährigen Berufsschülern der Robert-Bosch-Schule in Ulm überzeugte mit "eLabor", bei dem elektrotechnische Versuche online durchgeführt werden können.

Als Preise dürfen die Einzelbewerber je einen Laptop mit nach Hause nehmen. Die Kosten trägt die Klaus Tschira Stiftung (KTS) gemeinsam mit der Fujitsu Siemens AG. Den Grundschülern sowie den Berufsschülern stiftet die KTS interessante Klassenausflüge. Der ausgeschriebene Hauptpreis (ein Studium an der International University in Germany in Bruchsal) wird in diesem Jahr nicht vergeben. Die Jury bestand aus Schülern, Studenten, Lehrern, Informatikern, Naturwissenschaftlern und Vertretern von Lernsoftware-Verlagen.

Im Vorfeld der Verleihung haben bereits etliche SchülerInnen ihre Teilnahme am Wettbewerb um den Klaus Tschira Preis für Jugendsoftware 2002 angekündigt. Da die edut@in 2002 im Herbst stattfinden wird, haben die Teilnehmer bis zum 15. Juni 2002 Zeit, ihre Beiträge einzusenden.


Die Klaus Tschira Stiftung gGmbH in Heidelberg (www.kts.villa-bosch.de) fördert die angewandte Informatik, Naturwissenschaften und Mathematik sowie die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit. Besonders interessiert ist sie daran, das allgemeine Verständnis für diese Disziplinen zu fördern.

Die Landesbildstelle Baden in Karlsruhe (www.lbb.bw.schule.de) befasst sich unter anderem mit dem Transfer neuer Informations- und Kommunikationstechnologien an Schulen und Bildungseinrichtungen.

Die Edut@in ist der jährlich stattfindende Kongress mit Fachmesse für Edutainment, Lernsoftware und elektronische Spiele in Unternehmen, Schule und Freizeit in Karlsruhe.


Weitere Fragen zur Klaus Tschira Stiftung und dem Klaus Tschira Preis für Jugendsoftware beantwortet Ihnen gern:
Renate Ries, Tel: 06221-533 214; Fax: 06221-533 198; renate.ries@kts.villa-bosch.de

Informationen zur edut@in bei: Kenia Merz, Tel.: 0721/3720-2131, Fax:-2139, kenia.merz@kka.de