Montanuniversität: Fördertechnik im weltweiten Spitzenfeld

29.05.2001 - (idw) Montanuniversität Leoben

Als eine der weltbesten Forschungseinrichtungen in der Fördertechnik nannte eine internationale Fachzeitschrift das Institut für Fördertechnik und Konstruktionslehre an der österreichischen Montanuniversität Leoben.


Franz Kessler leitet mit dem Institut für Fördertechnik eines der weltbesten Forschungseinrichtungen in diesem Wissensgebiet Eine weitere Bestätigung als international anerkannte Hochschule erhielt die österreichische Montanuniversität Leoben. Die Fachzeitschrift "Bulk Solids Handling", das weltweit größte und wichtigste Journal auf dem Gebiet der Fördertechnik, veröffentlichte in der Ausgabe 2/2001 einen Bericht über die Forschung in der Schüttgutfördertechnik der letzten 20 Jahre.

Das Institut für Fördertechnik und Konstruktionslehre an der Montanuniversität Leoben wird mit seinem Vorstand Prof. Dr. Franz Kessler an dritter Stelle der weltbesten Forschungseinrichtungen in diesem Bereich genannt. Die Montanuni findet sich in dieser Liste gleich nach der Universität Hannover (Deutschland) und der Newcastle University (Australien). Der Artikel "Belt Conveyor Research 1980 - 2000" (Forschung zur Schüttgutfördertechnik) von Prof. Dr. Alexander Harrison, Präsident der US-amerikanischen "Scientific Solutions Inc.", widmet sich den entscheidenden Meilensteinen in der Weiterentwicklung der Schüttgutförderanlagen, an denen auch die Leobener Universität maßgeblich beteiligt war.

Für Prof. Dr. Franz Kessler, der seit 1986 für das Institut wissenschaftlich tätig ist und das Leobener Fördertechnik-Institut seit Herbst 2000 als Vorstand leitet, ist das eine "tolle Bestätigung für die Forschungsarbeit", die an seinem Institut geleistet wird. "Die hohe Kompetenz der Leobener Wissenschaftler kommt in der Lehre auch den Studierenden zugute. Denn mit ihrer soliden Ausbildung haben sie große Vorteile im Berufsleben." Das Institut bietet Lehrveranstaltungen für die Studienrichtungen Bergwesen, Petroleum Engineering und Montanmaschinenwesen an.

Die Forschung hat in diesem Wissensgebiet bereits Tradition. Denn die Geschichte des Institutes für Fördertechnik lässt sich bis in das Jahr 1875 zurückverfolgen. Die Forschungsschwerpunkte des Institutes liegen großteils auf dem Gebiet der mechanischen Stetigförderer. Die Verbesserung von Anlagen vor allem in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht sind die wesentlichen Ziele der Forschungsvorhaben. Kessler betont, dass die Lösungen der gestellten Aufgaben "immer in engem Kontakt mit der Industrie durchgeführt" werden. Zur Zeit laufen Forschungsprojekte, die den ausgezeichneten internationalen Ruf des Institutes weiter festigen.

Der Institutsvorstand selbst ist ein Beispiel dieser anwendungsorientierten Forschung. Der Leobener studierte Montanmaschinenwesen an der Montanuni, verbrachte schon während des Studiums längere Arbeitsaufenthalte in Namibia, Kanada und in den USA, und war als Leiter der Standardisierung im Konstruktionsbüro der VOEST-ALPINE Bergtechnik tätig. Studien- und Forschungsaufenthalte führten ihn nach Australien, Kanada, Südafrika, in die Vereinigten Arabischen Emirate, die USA und in viele europäische Staaten. Kesslers Schwerpunkte in Forschung und Lehre umfassen die Schüttgutförderung, den Pipelinebau und die Erdölförderung.

Weitere Infos:
Institut für Fördertechnik und Konstruktionslehre an der Montanuniversität Leoben, Univ.-Prof. Dr. Franz Kessler, Franz-Josef-Strasse 18, 8700 Leoben, Tel.: 03842/402-250, Fax 402-254. Internet: http://www.unileoben.ac.at/~foetwww