Heidelberg: Steuern und Rente auf dem Reform-Prüfstand

06.06.2001 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Heidelberger Steuerkongress am 21. und 22. Juni 2001 blickt in die Zukunft von Steuern und Rente - Die Bundespressekonferenz lädt ein: Mittwoch, 20. Juni 2001, 10 Uhr in der Bundespressekonferenz, Berlin: "Vorstellung des Einfach-Steuer-Gesetzes des Heidelberger Kreises"

Nach der "größten Steuerreform aller Zeiten" und der "größten Rentenreform aller Zeiten" herrscht in der öffentlichen Diskussion die größte Verwirrung aller Zeiten: Sind diese Reformen wirklich schon dazu geeignet, die großen Zukunftsprobleme einer rapide alternden Gesellschaft zu bewältigen? Oder sind sie bloß politischer Bluff? - Nur gut, dass in diesem Sommer am 21. und 22. Juni auch der größte Heidelberger Steuerkongress aller Zeiten über die Bühne geht. Denn dort werden rund 40 hochkarätige Steuer- und Rentenexperten die aktuellen Reformen erklären und bewerten sowie den Blick in die Zukunft von Steuern und Rente richten.

Als optimales Steuer- und Rentensystem der Zukunft wird dabei auch die "Einfach-Steuer für Deutschland" erstmals öffentlich präsentiert und diskutiert. Die Einfach-Steuer umfasst ein komplett neues Steuergesetz und den Entwurf eines zukunftsfähigen Systems der Altersvorsorge. Sie wurde vom Heidelberger Kreis erarbeitet, einer Gruppe von Steuer- und Rentenexperten um den Heidelberger Steuerexperten Manfred Rose, die auch den Kongress veranstaltet.

Das umfangreiche Kongressprogramm will den aktuellen Stand der wissenschaftlichen und politischen Diskussion über den Reformbedarf und die Reformmöglichkeiten bei Steuern und Rente in umfassender inhaltlicher Breite präsentieren: Klartext über die allgemeine Reformierbarkeit Deutschlands werden der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg Lothar Späth sowie die Fernseh-Journalistin Gabriele Krone-Schmalz reden.

Die praktischen Probleme des neuen Einkommensteuerrechts durchleuchtet Peter Bareis von der Uni Hohenheim; der Steuerberatungsexperte Arndt Raupach bringt Licht in das komplizierte neue Unternehmenssteuerrecht. Ein eigener Arbeitskreis ist auch den neuen Modellen der privaten Altersvorsorge in der Zukunft gewidmet: Hier machen Experten aus der Praxis das Publikum mit neuen Wegen der betrieblichen und auch der persönlichen Altervorsorge bekannt.

Zur Problematik, wie Steuern einfach und gerecht zu gestalten sind, tragen etwa die prominenten Ökonomen Gebhard Kirchgässner (St. Gallen) und Bernd Genser (Konstanz) neue Erkenntnisse aus der Wirtschaftsforschung vor. Der Kölner Steuerrechtsexperte Joachim Lang zeigt dagegen auf, wie wachstumsfreundliche Systeme der Unternehmensbesteuerung im Steuerrecht umgesetzt werden können. Die Integration von Sozialhilfe und Einkommensteuer durch ein Bürgergeld diskutieren Joachim Mitschke (Uni Frankfurt), Alexander Spermann (Uni-Freiburg) und Hans-Peter Klös vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Neue Konzepte zur Bewältigung der Rentenproblematik legen die Mannheimer Ökonomen Robert von Weizsäcker und Axel Börsch-Supan vor. Der Berliner Volkswirt Charles Blankart erläutert indes, wie Rentenreformen im politischen Geschäft tatsächlich zu Stande kommen.

In einer Podiumsdiskussion unter der Moderation des Fernsehjournalisten Martin Schulze werden zuletzt wortstarke und fachkundige Unternehmer, Wissenschaftler und Politiker über die Möglichkeiten einer Gesamtlösung für die Probleme der Renten- und Steuerpolitik streiten - unter ihnen so illustre Persönlichkeiten wie der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Klaus F. Zimmermann, und der Aufsichtsratsvorsitzende der MLP AG Heidelberg, Manfred Lautenschläger.

Die Bundespressekonferenz lädt ein:
Mittwoch, 20. Juni 2001, 10 Uhr in der Bundespressekonferenz, Berlin

"Vorstellung des Einfach-Steuer-Gesetzes des Heidelberger Kreises"

Teilnehmende:

Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)
- Kurzstatement zur Einführung

Prof. Dr. Manfred Rose, Finanzwissenschaftler an der Universität Heidelberg
- 1. Kurz-Statement:
- Das Einfachsteuer-Gesetz für Deutschland

Prof. Dr. Hans-Georg Petersen, Finanzwissenschaftler an der Universität Potsdam, Leiter der Abteilung Staat am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)
- 2. Kurz-Statement:
- Fiskalische Auswirkungen der Einfach-Steuer

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Finanzwissenschaftler an den Universitäten Freiburg und Bergen (Norwegen)
- 3. Kurz-Statement:
- Auswirkungen der Einfach-Steuer auf den Wohlstand nachwachsender Generationen

Rückfragen bitte an:
Frank Lobigs
Manfred Lautenschläger-Haus der Universität Heidelberg, Zeppelinstraße 151, 69121 Heidelberg,
Tel.: 06221 545092, Fax 545094
e-mail : steuerkongress@gmx.de

allgemeine Anfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de