Gast aus Madrid am IZKF der Uni Leipzig

12.07.2001 - (idw) Universität Leipzig

Der Biochemiker Dr. Enrique Méndez von der Universität Madrid/Spanien ist zur Zeit im Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) der Universität Leipzig zu Gast. Dr. Méndez hat einen neuen Antikörper entwickelt, der zuverlässig und mit hoher Empfindlichkeit Gluten in Lebensmitteln entdeckt. Mehr noch, er hat eine Methode aufgebaut, mit der man Gluten auch dann noch nachweisen kann, wenn es (wie zum Beispiel beim Backen) erhitzt worden ist, was bisher äußerst schwierig war.


Dr. Enrique Mendez Der Biochemiker Dr. Enrique Méndez von der Universität Madrid/Spanien ist zur Zeit im Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) der Universität Leipzig zu Gast. Er berichtet u.a. über seine neuen Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Glutenanalytik. Dr. Méndez hat einen neuen Antikörper entwickelt, der zuverlässig und mit hoher Empfindlichkeit Gluten in Lebensmitteln entdeckt. Mehr noch, er hat eine Methode aufgebaut, mit der man Gluten auch dann noch nachweisen kann, wenn es (wie zum Beispiel beim Backen) erhitzt worden ist, was bisher äußerst schwierig war.

Gluten ist ein bestimmtes Eiweiß aus Weizen und anderen Getreiden, das Patienten mit Sprue (Zöliakie) nicht vertragen können, weshalb sie häufig Bauchschmerzen und Durchfall und viele andere uncharakteristische Symptome haben. Wie neue Forschungsergebnisse zeigen, ist die Häufigkeit des Vorkommens von Zöliakie (Sprue) höher als bisher angenommen.

Wenn Sprue-Patienten eine glutenfreie Diät einhalten, werden sie wieder völlig gesund. Leider kann Gluten in vielen Lebensmitteln versteckt sein, ohne dass es für die Verbraucher ersichtlich ist. Dies kann sogar manchmal für Lebensmittel zutreffen, die als "glutenfrei" gekennzeichnet sind. Die Erklärung liegt darin, dass selbst moderne Methoden der Lebensmitteluntersuchung bei der Glutenanalyse versagen können. Unter diesem Gesichtspunkt erscheinen die Forschungsergebnisse von Dr. Mendez besonders wertvoll.

Prof. Thomas Mothes aus dem Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik, auf dessen Einladung Dr. Mendez nach Leipzig kam, arbeitet mit Dr. Méndez wissenschaftlich eng zusammen. Er schätzt ein, dass die Arbeiten von Dr. Méndez schon bald eine spürbare Verbesserung der Qualität der glutenfreien Lebensmittel und mehr Sicherheit für Zöliakiepatienten mit sich bringen können.