Die erste Weltausstellung 1851 in London und ihre Auswirkung auf die deutsch-britischen Beziehungen

06.08.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Um die erste Weltausstellung, die vor 150 Jahren von Königin Victoria im Londoner Hyde Park eröffnet wurde, einen immensen populären und finanziellen Erfolg erlebte und als ein Meisterwerk ihres Gemahls Prinz Albert angesehen wird, dreht sich die diesjährige öffentliche Konferenz der Prinz-Albert-Gesellschaft, die vom 6.-8. September im Rathaus von Coburg stattfinden wird.

20. öffentliche Konferenz der Prinz-Albert-Gesellschaft (6.-8. September 2001) in Coburg
Die allererste Weltausstellung 1851 in London und ihre Auswirkung auf die deutsch-britischen Beziehungen
Welche Rolle spielte Prinz Abert damals? - renommierte Experten aus fünf Ländern

Bayreuth/Coburg (UBT). Um die erste Weltausstellung, die vor 150 Jahren von Königin Victoria im Londoner Hyde Park eröffnet wurde, einen immensen populären und finanziellen Erfolg erlebte und als ein Meisterwerk ihres Gemahls Prinz Albert angesehen wird, dreht sich die diesjährige öffentliche Konferenz der Prinz-Albert-Gesellschaft, die vom 6.-8. September im Rathaus von Coburg stattfinden wird. Zu dem 20. Treffen der Historiker-Gesellschaft, das den Titel "Die Weltausstellung von 1851 und ihre Folgen (The Great Exhibition and its Legacy)" und unter der Schirmnherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten steht, werden renommierte Wissenschaftler aus Großbritannien, Kanada, Australien, den USA und Deutschland erwartet.
Ausgehend von der heutigen Diskussion über Sinn und Unsinn von Weltausstellungen fragt die Konferenz, wie das Vorbild aller Weltausstellungen, die "Great Exhibition" - wie sie im Englischen selbstbewußt heißt - heute beurteilt wird und wie sie sich unter dem Aspekt der deutsch-britischen Beziehungen dargestellt hat. Hierzu gehört auch die eingehende Betrachtung der von der Forschung heute differenziert gesehenen Mitwirkung des Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, des Gemahls der Königin Victoria.
14 Referenten werden über sechs Themenschwerpunkte sprechen. Zum Programm gehört außerdem am 6. September (18 Uhr) ein erster öffentlicher Vortrag am Vorabend des Konferenzbeginns von Frau Professor Dr. Brigitte Schröder-Gudehus (Montreal) über das problematische Verhältnis von Wirtschaft, Kultur und kollektiver Selbstdarstellung.
Nach der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung (Freitag7. September, 9.00 Uhr) wird der britische Historiker John Davis in das Thema einführen. Danach wird in der 1. Sektion in zwei Vorträgen ein Überblick über die Beteiligung Prinz Alberts und der Herzogtümer Sachsen-Coburg und Gotha an dem Ereignis gegeben.
In der 2. Sektion geht es am Nachmittag in vier Vorträgen um die Rolle Deutschlands auf der Weltausstellung und ebenso um die von Gottfried Semper und des Unternehmen Krupp.
Die Wirkungen der Ausstellung auf Europa werden in der 3. Sektion (Samstag, 11. September, ab 9.00 Uhr) untersucht. Die anschließende 4. Sektion soll sodann nach den globalen Aspekten fragen.
Am Nachmittag (ab 13. 30 Uhr) steht in der 5. Sektion das Thema "Weltausstellung als Zeitbild" zur Diskussion. Der Schlußvortrag (15.30 Uhr) von Professor Dr. Roy MacLeod (Sydney) geht über das - 1851 eröffnete und heute offensichtlich seinem Ende zugehende - Zeitalter der Weltausstellungen
Die Tagung findet statt in Zusammenarbeit mit der Victorian Society und der Royal Society of Arts (beide London) und ist die Fortsetzung einer im Juli in den Räumen der RSA veranstalteten gemeinsamen Konferenz.
Alle Vorträge sind öffentlich und alle Interessierten sind herzlich zum Besuch der Konferenz eingeladen.
Die Prinz-Albert-Gesellschaft mit Sitz in Coburg hat den Zweck, die Erforschung der deutsch-englischen Beziehungen in den Bereichen von Wissenschaft, Kultur und Politik unter besonderer Berücksichtigung der Coburger Beziehungen zu England im 19. Jahrhundert ideell und materiell zu fördern und die Forschungsergebnisse in der Öffentlichkeit bekanntzumachen. Zugleich wird die Gesellschaft in der Coburger Tradition die deutsch-englischen Kontakte in allen Bereichen pflegen.
Vorsitzender ist der Bayreuther Historiker Prof. Dr. Franz Bosbach, Ehrenpräsident ist Prinz Philip, der Herzog von Edinburgh und Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II.