Genomanalyse im zweiten Hepatitis-B-Verdachtsfall nicht mehr möglich

09.08.2001 - (idw) Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen

Genomanalyse im zweiten Hepatitis-B-Verdachtsfall nicht mehr möglich
Im Blut des Patienten waren keine Viren mehr feststellbar


(ukg) Eine Genomanalyse im zweiten Hepatitis-B-Virus-Verdachtsfall im Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen ist nicht mehr möglich. Bei dem mit dem Hepatitis-B-Virus infizierten Patienten befinden sich keine Viren mehr in der Blutprobe. Ein Vergleich der Virusstämme mit denen des Herzchirurgen, der sich vor einiger Zeit als Hepatitis-B-Virus-Träger herausstellte, ist daher nicht mehr möglich. Es wurden inzwischen auch ältere Blutproben des Patienten untersucht, auch hier sind keine Hepatitis-B-Viren mehr nachweisbar. Die Erkrankung ist demnach sehr schnell abgeheilt und die Viren waren dementsprechend rasch verschwunden. Der Patient ist nicht infektiös für andere Menschen. Woher der Patient die Infektion erhalten hat, ist letztlich nicht mit Sicherheit zu klären, eine Übertragung durch Blutprodukte war jedoch bereits im Vorfeld ausgeschlossen worden.

Der Bereich Humanmedizin untersucht derzeit mit einem so genannten "Look-Back-Verfahren" alle Daten von Patienten, für die ein Übertragungsrisiko durch den Herzchirurgen bestanden haben könnte. Insgesamt werden bis zu 5.000 Blutuntersuchungen veranlasst.

Weitere Informationen:
Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Rita Wilp
Robert-Koch-Str. 42
37075 Göttingen
Tel.: 0551 - 39 - 99 55