Rektorat präzisiert sein Stellenumwidmungskonzept

13.09.2001 - (idw) Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Rektorat präzisiert sein Stellenumwidmungskonzept
Das Rektorat der EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT hat auf der Grundlage der Gespräche mit den Fakultäten und den Erörterungen in den Gremien sein Konzept für erforderliche Stellenum-
widmungen konkretisiert. Dieses umfasst etwa 90 Stellen: 60 Stellen für bereits eingegangene Verpflichtungen; 30 Stellen für einen Pool, damit zukünftige Strukturentwicklungen gefördert werden können. Das Konzept wurde inzwischen in der Strukturkommission erläutert und ausführlich diskutiert. Die Strukturkommission hat dem Konzept zugestimmt und dem Rektorat empfohlen, es den zentralen Gremien sowie den Gruppenvertretungen und dem Personalrat zu übermitteln.

Die nötigen Umwidmungen sind eine Konsequenz der von der Universität Tübingen bereits beschlossenen Profilbildung durch neue Schwerpunkte in der Biologie und in der Informatik. Diese Bereiche sind gegenwärtig durch besonders innovative und vielversprechende Wissenschaftsent-
wicklungen gekennzeichnet. Bedeutende Wissenschaftspreise (Leibniz-Preise; Europäischer Körber-Preis für Tübinger Wissenschaftler aus diesen Schwerpunkten), umfangreiche Einwerbung von Drittmitteln, vor allem von der DFG, positive Evaluierungen und auswärtige Rufe an Tübinger Nachwuchswissenschaftler aus diesen Fächern sind überzeugende Belege für die Richtigkeit der getroffenen Strukturentscheidungen.

Im einzelnen enthält das Konzept folgende Umwidmungspläne für die einzelnen Fakultäten:

1. Noch zu erbringende Umwidmungen

01 Evangelisch-theologische Fakultät 3 wiss.Dienst WD
02 Katholisch-theologische Fakultät 1 WD
03 Juristische Fakultät 3 WD
04 Wirtschaftswissenschaftl. Fakultät 3 WD
07 Fakultät für Philosophie 1 WD
08 Fak. f. Sozial- u. Verhaltenswiss. 6 WD 1,5 nichtwiss. Dienst NWD
09 Neuphilologische Fakultät 4 WD 1,5 NWD
10 Fakultät für Geschichte 2 WD 1 NWD
11 Fakultät für Kulturwissenschaften 8 WD 1 NWD
12 Mathematische Fakultät 2 WD 0,5 NWD
13 Fakultät für Physik 3 WD
14 Fakultät für Chemie und Pharmazie 6* WD 2 NWD
15 Fakultät für Biologie 7 WD 4 NWD
16 Geowissenschaftliche Fakultät 2 WD 0,5 NWD
17 Fakultät für Informatik 2 WD

Summe 53 WD 12 NWD

* einschl. 4 fakultätsintern für die Pflanzenbiochemie umzuschichtender Stellen.


2. Bereits erbrachte Umwidmungen ("Rektoratspool")

01 Evangelisch-theologische Fakultät 3 WD 2 NWD
02 Katholisch-theologische Fakultät 3 WD 1 NWD
12 Mathematische Fakultät 2 WD
13 Fakultät für Physik 6 WD 4 NWD
14 Fakultät für Chemie und Pharmazie 6 WD 5 NWD

Summe 20 WD 12 NWD

Die Verwaltung soll 4 Stellen des nichtwissenschaftlichen Dienstes einbringen. Die Einzelentscheidungen zu dem konzipierten Gesamtvolumen einer Fakultät sollen dieser überlassen bleiben. Eine abschließende Beschlussfassung über die Struktur- und Entwicklungsplanung der Universität wird vor Jahresende im Universitätsrat erfolgen.

Der Entwurf basiert auf Kritierien, die heute als allgemein akzeptiert gelten können: Auslastung durch Studierende, wissenschaftliche Exzellenz, Volumen der Drittmitteleinwerbung, Absolventenzahlen und einige weitere. Diese liegen im wesenlichen auch der leistungs- und belastungsorientierten Mittelverteilung des Landes an die Universitäten zugrunde. Das Konzept ist so angelegt, dass die Substanz und die Vielzahl auch der traditionellen Schwerpunkte der Universität in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften erhalten bleiben.

Das Rektorat hofft, dass die Universität den nötigen Einigungsprozess zu einem positiven Ende bringt und damit ihre Autonomiefähigkeit unter Beweis stellt.


Rektor Prof. Dr. Eberhard Schaich