Presserklärung des Fakultätentages für Bauingenieur- und Vermessungswesen

10.10.2001 - (idw) Universität Rostock

Anlässlich der 58. Plenarversammlung in Rostock am
9./10. Oktober 2001

Die Plenarversammlung des Fakultätentages für Bauingenieur- und Vermessungswesen (FTBV), die 2001 zum 58. Mal zusammentrat, hat sich mit drängenden Fragen der Ausbildung der Studierenden, dem Hochschullehrernachwuchs, der Forschung und auch der Gestaltung der Hochschullandschaft beschäftigt und einige wichtige Stellungnahmen beschlossen sowie Empfehlungen an die Mitgliedsfakultäten entwickelt. Im Fakultätentag, der seit 2000 als Verein firmiert, sind die Fakultäten und Fachbereiche aller Universitäten und Technischen Universitäten in Deutschland, Österreich sowie die ETH Zürich vereinigt, die eine Bauingenieur- und Vermessungsingenieurausbildung betreiben. Als Gäste gehören dem Fakultätentag noch an: TU Timisoara/Temeschburg (Rumänien), Universität Bratislava (Slowakei), Universität für Bauwesen, Architektur und Geodäsie in Sofia (Bulgarien), Universität Zagreb (Kroatien), TU Budapest (Ungarn), die alle an einem Kontakt zu deutschsprachigen Universitäten und an einer deutschsprachigen Ausbildung interessiert sind.
Der Fakultätentag pflegt einen engen Kontakt zur Berufspraxis, die der sehr vielschichtigen Tätigkeit im Beruf des Bauingenieurs bzw. Vermessungsingenieurs entsprechend durch Vertreter (Präsidenten oder Vizepräsidenten) aus der Bauindustrie, dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), dem Verband Beratender Ingenieure (VBI), der Bundesingenieurkammer und der Verwaltung repräsentiert wurde. An der Plenarversammlung nehmen außerdem teil: Vertreter der Studierenden und des Mittelbaus, als weitere ständige Gäste aus dem Hochschulbereich Vertreter des Deutschen Hochschulverbands, Vertreter der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Kultusministerkonferenz (KMK), der Vorsitzende des Fachbereichstages der Fachhochschulen sowie die Vorsitzenden der vier weiteren ingenieurwissenschaftlichen Fakultätentage.

Wesentliche Punkte der zwei Tage dauernden Tagung waren:
1. Sinkende Zahl der Studierenden angesichts der schlechten Baukonjunktur; Entwicklung von Maßnahmen
2. Weitere Internationalisierung der Studiengänge bei Sicherung der hohen Qualität des Deutschen Diploms
3. Akkreditierung von Studiengängen in Zusammenarbeit mit Vertretern der Wirtschaft, der Beratenden Ingenieure und der Ingenieure der öffentlichen Verwaltung und der Fachhochschulen. Entwicklung gemeinsam akzeptierbarer und umsetzbarer Kriterien.
4. Evaluierung von Studiengängen und Fakultäten durch Gutachter des Fakultätentags
5. Einführung von Mentorenprogrammen zur besseren Förderung von Studierenden
6. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch sinnvolle Gestaltung der Hochschulbeschäftigung und des Promotionsstudiums
7. Neues Hochschullehrerdienstrecht, Einstellungsvoraussetzungen und Einstellungsgehälter

Neben der Plenartagung und informellen Treffen organisierte der Fachbereich Bauingenieurwesen der Universität Rostock ein entsprechendes Rahmenprogramm. Die Gäste erlebten die Schönheiten der Landschaft und lernten den Reichtum der Kultur- und Baugeschichte und die Entwicklung der heimischen Wirtschaft kennen.

Dr. Uwe Gratz
T: 03841 75 33 59