Von Polyphonie, Demokratie und anderen unverhofften Analogien:

30.11.2001 - (idw) Universität Leipzig

Das Studium universale am 5. Dezember 2001, 18.15 Uhr, im Alten Senatssaal, Ritterstraße 26, beschäftigt sich mit "Polyphonie, Demokratie und anderen unverhofften Analogien als Potentialen abendländischer Tonkunst". Im Mittelpunkt stehen interessante Analogien zwischen Musik und Psyche, Gesellschaft und Architektur sowie zwischen Polyphonie und Demokratie als spezifisch abendländische Hervorbringungen.

Das Studium universale am 5. Dezember 2001, 18.15 Uhr, im Alten Senatssaal, Ritterstraße 26, beschäftigt sich mit "Polyphonie, Demokratie und anderen unverhofften Analogien als Potentialen abendländischer Tonkunst". Im Mittelpunkt stehen interessante Analogien zwischen Musik und Psyche, Gesellschaft und Architektur sowie zwischen Polyphonie und Demokratie als spezifisch abendländische Hervorbringungen. Dabei geht es um die Möglichkeiten, das Unterbewußtsein mit geeignetem Klanggut der "klassischen Musikkultur" im weitesten Sinne auf der Basis eben dieser Analogien wirksam zu beeinflussen. Dies soll während des Vortrags nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erläutert werden.

Referent ist Prof. Dr. Christoph Rueger, der lange Zeit Mitglied des Thomanerchores war. Er hat Musikwissenschaft und Sinologie an der Universität Leipzig studiert sowie Orgel und Klavier an der Musikhochschule Leipzig. Nach seiner Promotion arbeitete er als Dozent für Musikgeschichte an der Staatlichen Ballettschule in Leipzig, parallel dazu war er musikalischer Leiter verschiedener Studiobühnen, u.a. beim Kabarett "die academixer". 1981 nach Westberlin ausgebürgert, wurde Christoph Rueger Professor für Musiktheorie und Tonsatz an der Hochschule der Künste in Berlin. Seit 1985 tritt Rueger mit literarisch-musikalischen Soloprogrammen auf. Er verfasste zwei Musicals, veröffentlichte zahlreiche Bücher und Übersetzungen und moderierte in verschiedenen Fernsehproduktionen zu klassischer Musik, z. B. "Klassik zum Frühstück", "Klassikforum", "Bach unter uns" .