Deutsche und chinesische Experten sichern Qualität in Forschung, Lehre und Führung

06.12.2001 - (idw) Universität Dortmund

Wenn es um die Modernisierung der Hochschulen geht, blickt China nach Westen. Parallel zur wirtschaftlichen Globalisierung sind auch im Bildungswesen der Volksrepublik heute internationale Standards gefragt. Die Universität Dortmund arbeitet seit mehr als einem Jahr mit chinesischen Experten zusammen, um ein gemeinsames Kompetenz-Netzwerk für die bestmögliche Sicherung von Qualität im Hochschulmanagement und in der Hochschuldidaktik zu erreichen.

Der Modernisierungsprozess an den chinesischen Hochschulen wird auch mit Dortmunder Hilfe vorangetrieben. Die National Academy of Education Administration (NAEA), eine Bildungseinrichtung des chinesischen Erziehungsministeriums, hat im Jahr 2000 mit der Dortmunder Universität einen Partner gefunden, der die Erfahrungen des deutschen Hochschulsystems in die Umgestaltung und Verbesserung des Tertiären Bildungssektors der Volksrepublik einbringt.

In bisher zwei Symposien wurden zentrale Aspekte der Qualitätssicherung erörtert. Beim ersten Treffen vom 27.2. bis 1.3.2001 in Beijing standen der Bedarf und die Erfahrung beider Seiten hinsichtlich der Entwicklung von Instrumentarien der Qualitätssicherung im Mittelpunkt. Jetzt, am 22. und 23.10.2001 in Dortmund, wandte man sich Aspekten wie dem Austausch qualifizierter Studierender, der Personalentwicklung und der Forschungs-Kooperation zu.
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Forschung und Lehre in engem Verbund

Auf deutscher Seite waren bei beiden Tagungen neben den Dortmunder Experten auch Fachleute aus weiteren deutschen Universitäten, u.a. aus Münster, Darmstadt, Karlsruhe und Osnabrück beteiligt. Zu den Referenten zählte HRK-Präsident Prof. Dr. Klaus Landfried und der Mitbegründer des Chinesisch-Deutschen Hochschul-Kollegs an der chinesischen Tongji-Universität, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Maßberg aus Bochum.

Die chinesischen Partner, die bisher vorrangig auf das Know-how amerikanischer und englischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen zurück gegriffen haben, bezeichnen insbesondere die enge Verbindung von Forschung und Lehre in Deutschland als mustergültig.
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Kooperation zu beiderseitigem Nutzen

Auch die Universität Dortmund, die unlängst eine Graduate School of Production Engineering and Logistics eingerichtet hat und in acht Graduiertenkollegs und vier Sonderforschungsbereichen hochwertige Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses betreibt, verspricht sich viel von der Kooperation: Sie kann sich international erfolgreich als kompetente Ansprechpartnerin für modernes und effektives Hochschul-Management positionieren.
Die Universität Dortmund ist gleichzeitig Teil eines Netzwerkes, in das die Spitzenuniversitäten der V.R. China eingebunden sind. Das verschafft ihr Kontakte, die insbesondere bei der Auswahl chinesischer Studierender und Absolventen für internationale Master- und Promotionsstudiengänge an der Universität Dortmund von besonderem Wert sind.

Information:
Klaus Commer, Pressesprecher der Universität Dortmund,
Ruf 0231 7554811, Fax 0231 7554819,