Womit der Euro kommt

06.12.2001 - (idw) Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Damit der Euro auch wirklich am 1. Januar 2002 unser neues Zahlungsmittel sein kann, laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Für den sicheren Transport der Geldstücke in Holzcontainern hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML gemeinsam mit Verpackungsfirmen eine Lösung gefunden.

Bevor der Euro kommt, muss die DM noch aus dem Verkehr gezogen werden. Damit dies über die Banken, die meist geringe Lagerflächen haben, auch logistikgerecht und damit raum- und zeitsparend läuft, entwickelten zwei Verpackungsfirmen einen zusammenklappbaren Container aus Sperrholz, der aufgrund seiner einfachen Handhabung und Belastbarkeit die hohen Anforderungen der Bundesbank auch erfüllte.
Der Transportbehälter ist aus Sperrholz, lässt sich einfach auseinanderklappen, hat aufgebaut die Maße 800x600x710mm (LxBxH). 700 kg Münzen passen in einen Behälter, fünf davon kann man übereinander stapeln, dann lasten bei zweifacher Sicherheit 5,6 Tonnen auf dem untersten - der auch bei Transport und Lagerung nicht bricht.
Bevor er zum Einsatz kommt, musste der "Euro-Coin-Container" ECC umfangreiche Prüfungen wie Notbremsungen bei Lkw-Fahrten oder Unfälle mit Gabelstaplern hinter sich bringen, die zu konstruktiven Änderungen führten.
Nach weiteren, bestandenen Härtetests im Fraunhofer IML vergab der TÜV Rheinland das GS-Zeichen für "Geprüfte Sicherheit". Logistisch gesehen kann die DM gehen und der Euro kann rollen. (RFN)