Triploid und Beckenzirkel - Medizinische Instrumente aus zwei Jahrtausenden

04.04.2002 - (idw) Universität Leipzig

Gegenstände, die seit 2000 Jahren von Spezialisten verwendet werden, zeigen, wie wachsende Erkenntnisse der Medizin, technischer Fortschritt und Einfallsreichtum der Akteure Hand in Hand gingen, um Leidende immer besser versorgen zu können.


Ein Triploid wurde eingesetzt zum Anheben der eingedrückten Schädeldecke
Ein Amputationsbesteck aus dem 19. Jahrhundert Unter diesem Thema findet vom 15.04.-22.06.2002 in der Zweigstelle Geistes- und Sozial-wissenschaften der Universitätsbibliothek, Augustusplatz 9, 04109 Leipzig, eine Ausstellung statt, die eine Zeitreise in die Geschichte der Medizin ermöglicht. Gegenstände, die seit 2000 Jahren von Spezialisten verwendet werden, zeigen, wie wachsende Erkenntnisse der Medizin, technischer Fortschritt und Einfallsreichtum der Akteure Hand in Hand gingen, um Leidende immer besser versorgen zu können.

So sind u. a. Instrumente zu sehen, die der Betrachtung des Körperinnern dienen (Specula, Augen- und Blasenspiegel), die zum Entfernen von Zähnen eingesetzt wurden (Geißfuß, Pelikan, Zahnschlüssel und -zange), die Hebammen und Geburtshelfer benutzten (Beckenzirkel, Geburtszangen, Inkubator) oder die in Bader- und Barbierstuben der frühen Neuzeit zur Anwendung gelangten (Schröpfkopf, Aderlasslanzette, Haarseilzange).

Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag zwischen 09.00-19.00 Uhr, am Sonnabend zwischen 10.00-14.00 Uhr zu besichtigen. Führungen sind nach telefonischer Vereinbarung unter 0341/97 25 606 möglich, allerdings nur zu begrenzten Zeiten.

Ein Begleitprogramm zur Ausstellung erlaubt Einblicke in díe Medizin vergangener Jahrhunderte und dient dem vertiefenden Verständnis der damaligen Heilkundigen und ihrer Möglichkeiten. Die Vorträge finden jeweils dienstags um 18.15 im Hörsaal 6 (Erdgeschoss) des Hörsaalgebäudes der Universität Leipzig, Augustusplatz 9, 04109 Leipzig, statt:

23.04.2002: Erlebbare Medizingeschichte - Über Geschichte und Bestand der Medizinhistorischen Sammlung des Karl-Sudhoff-Instituts
Referentin: Dr. Sabine Fahrenbach, Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften

14.05.2002: Chirurgie und Geburtshilfe in der frühen Neuzeit
Referentin: Prof. Dr. Dr. Ortrun Riha, Direktorin des Karl-Sudhoff-Institutes für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften

18.06.2002: Aufbruch in die Moderne - Die naturwissenschaftliche Medizin im 19. Jahrhundert Referentin: Prof. Dr. Ingrid Kästner, Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften

weitere Informationen: Dr. Sabine Fahrenbach
Telefon: 0341 97 25 606
fahrs@server3.medizin.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/~ksi/ksi13.html#Ausstellung