Bewerberboom bei den örtlich NC-beschränkten Bayreuther Studienmöglichkeiten

13.08.2004 - (idw) Universität Bayreuth

Einen regelrechten Bewerberboom mit Anstiegen bis zu 40% erleben ein Großteil der örtlich zulassungsbeschäften Bayreuther Studienmöglichkeiten.

Bayreuth (UBT). Es bleibt dabei und wiederholt sich Jahr für Jahr: die örtlich zulassungsbeschränkten Studiengänge bzw. Fächer sind bei Studienanfängern nach wie vor sehr gefragt. Und die Tendenz zeigt deutlich einen noch stärkeren Anstieg als in den vergangenen Jahren, was allerdings nach den demografischen Daten erwartbar war.
Wer etwa in Bayreuth Biochemie studieren möchte, der muß schon ein sehr gutes Qualifikationskriterium vorweisen können, denn 326 Bewerberinnen und Bewerber und damit 28 mehr als im Vorjahr haben sich auf die 41 zur Verfügung stehenden Studienplätze beworben. Oder anders ausgedrückt: für einen Studienplatz in der Biochemie gibt es acht Bewerber.
Einen wahren Bewerberansturm erlebt auch das Lehramt an Grundschulen mit dem Fach "Didaktik der Grundschule", in den letzten Wochen Ziel öffentlicher und universitätsinterner Diskussionen, weil es möglicherweise zur Disposition steht, sollten die gekürzten staatlichen Mittel nicht reichen und eine Expertenkommission eine Konzentration an anderen Standorten befürworten. Genau 600 junge Leute haben ihre Bewerbung abgegeben, 111 mehr als im Vorjahr, was einem Zuwachs von 20% entspricht. Doch es stehen nur 90 Plätze zur Verfügung, was bedeutet, dass auf einen Platz mehr als sechs Bewerber und Bewerberinnen kommen. Auch wenn die tatsächliche Zulassung bei ca. 160 liegen wird, ist die Hürde, einen Studienplatz zu ergattern, immer noch sehr hoch.
Das gilt auch für das Studienfach Biologie in den Lehrämtern an Grund-, Haupt- und Realschulen, wo sogar 40% mehr Bewerber registriert werden, was in nackten Zahlen 141 Bewerbungen bedeutet und damit 40 mehr als im Vorjahr. Dem stehen 25 Plätze gegenüber, was ein Verhältnis von Bewerbungen zu Studienplätzen von 1:5,6 darstellt.
Etwas günstiger ist die Situation beim Studienfach Biologie im Lehramt an Gymnasien, denn hier hat sich Bewerberzahl "nur" um 12 gegenüber dem Vorjahr erhöht und liegt nun bei 91. Auch hier stehen dem 25 Plätze gegenüber, was einer Relation von 1:3,6 entspricht.
Ein andere langjährigen Bayreuther "Rennern" legt noch einmal ordentlich zu. Beim Diplomstudiengang Sportökonomie, bei dem ohnehin die strenge Hürde der Sporteignungsprüfung überwunden werden muß, wird auch ein Bewerberboom verzeichnet: Auch hier sind es rund 40% mehr Bewerber als im Vorjahr, oder in Zahlen 328 statt 236. Bei 71 verfügbaren Plätzen bedeutet dieses, dass auf einen Studienplatz 4,6 Bewerbungen kommen.
Beim Diplomstudiengang Geoökologie ist der Bewerberüberhang gegenüber dem Vorjahr dagegen praktisch gleich geblieben. 188 junge Leute (Vorjahr 193) haben den Wunsch angemeldet, in Bayreuth Geoökologie zu studieren, aber nur 98 Plätze stehen zur Verfügung. Da ist das Verhältnis von 1:1,9 noch ziemlich moderat.
In die ganz großen Zahl gerät man unvermittelt, wenn es um das Jura-Studium mit dem Abschluß Staatsexamen geht. 1783 (Vorjahr 1551) Bewerberinnen und Bewerber wurden gezählt - immerhin eine Steigerung um 15% - dem 334 Plätze gegenüber stehen, ein Verhältnis von 1 : 5,3.
Und Hoffnungen besteht auch noch für diejenigen, die jetzt nicht zum Zug gekommen sind: Erfahrungsgemäß nehmen etliche Interessenten ihren Studienplatz gar nicht wahr, weil sie sich etwa bei mehreren Universitäten beworben haben. Die nicht in Anspruch genommenen Plätze werden in Nachrückverfahren besetzt, was in der ersten oder zweiten Septemberwoche passiert. Die Nachrücker erhalten unaufgefordert Nachricht.
Die Zulassungen oder Ablehnungen in den örtlich beschränkten Studiengängen und Fächern werden in diesen Tagen verschickt. Ab Ende August ist dann für die Mitarbeiter der Bayreuther Studentenkanzlei Einschreibung für die örtlich zulassungsbeschränkten Fächer angesagt; denn vom 30. August bis zum 1. September läuft die Einschreibefrist für die zukünftigen Juristen. Und gleich anschließend vom 2. bis zum 6. September sind dann die Immatrikulation für die Lehrämter mit Biologie, das Lehramt an Grundschulen sowie für die Diplomstudiengänge Biochemie, Geoökologie und Sportökonomie dran.
Die Immatrikulationsfristen für die über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund abgewickelten Diplomstudiengänge Betriebswirtschaftslehre und Biologie decken sich mit der im ZVS-Zulassungsbescheid genannten Frist zur Annahme des Studienplatzes.
Hochbetrieb wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studentenkanzlei bereits ab Montag, dem 23. August, herrschen. Denn dann beginnt die bis zum 15. Oktober dauernde Zeit der Einschreibung für zulassungsfreie Fächer. Da raten die Mitarbeiter der Bayreuther Studentenkanzlei jedoch, die Zeiten zu meiden, an denen für die zulassungsbeschränkten Fächer eingeschrieben wird. Sonst sind längere Wartezeiten unvermeidlich. Besser ist also in diesen Fällen die Immatrikulation in der zweiten Hälfte der Einschreibefrist.
Die Studentenkanzlei im Gebäude der Zentralen Universitätsverwaltung (ZUV) ist Mo.-Fr. von 9.00 - 12.00 Uhr sowie Mi. von 13.30-15.30 Uhr geöffnet.
Informationen über das Studienangebot der Universität Bayreuth und die Einschreibung erhält man auf der homepage der Universität mit der Adressierung
http://www.uni-bayreuth.de/studenten/index.html
oder alternativ:
http://www.uni-bayreuth.de/wegweiser/index.html