Lucy hatte einen Vetter - Dr. Meave Leakey (Nairobi, Kenia)

12.11.2004 - (idw) Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg

Pressetermin am Mittwoch, dem 17. November 2004, 11 Uhr in der Abt. für Paläoanthropologie.

Dr. Meave Leakey ist zu Gast bei Prof. Friedemann Schrenk im Forschungsinstitut Senckenberg. - Beide sind nicht nur international bekannte Paläoanthropologen, sondern auch Menschen mit besonderen persönlichen Vorstellungen für ihre wissenschaftliche Tätigkeit. Meave Leakey (geb. 1942) gräbt und forscht rund um den Turkana See in Kenia nach fossilen Überresten früher Vorfahren des Menschen. Mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit hat sie sich heute als äußerst präsente und herausragende Paläoanthropologin in einem konkurrenten und lange Zeit eher Männer dominierten Berufsfeld etabliert.

1969 folgte sie einer Einladung ihres späteren Mannes, Richard Leakey, und nahm an einer Grabung in Koobi Fora am östlichen Ufer des Turkana Sees teil. Seither arbeitet Meave Leakey jedes Jahr in der Gegend um den See und ist mittlerweile eine der tragenden Säulen der Leakey Dynastie, die seit den frühen Jahren des 20igsten Jahrhunderts in Afrika als so genannter Fossilienjäger-Clan erfolgreich tätig ist.

Auf ihrer Suche nach "Adam und Eva" entdeckte die Paläoanthropologin 1999, dass Lucy in Kenia einen flachgesichtigen Vetter hatte. Welche Bedeutung die neuen Funde auf das allgemeine Verständnis vom Verlauf der Evolution des Menschen haben, wird Dr. Leakey gemeinsam mit Prof. Friedemann Schrenk bei dem Pressetermin

am nächsten Mittwoch, 17. November 2004, um 11:00 Uhr
im Forschungsinstitut Senckenberg, Sekt. Paläoanthropologie

erläutern. Dabei gibt sie auch einen Einblick in ihre wissenschaftliche Geländearbeit in der entlegenen und verdorrten Region am Turkana See im Norden Kenias, in der sie heute mit Ihrer Tochter, Dr. Louise Leakey, forscht. Sie beschreibt die gemeinsame Suche nach Fossilien und anderen Hinweisen auf frühe Vorfahren des Menschen.

Meave Leakey gilt als unterhaltsame Erzählerin, die es versteht wissenschaftliche Beobachtungen in die Geschichten ihrer alltäglichen Feldarbeit einzuweben.

Die international anerkannte Wissenschaftlerin folgt der Einladung von Prof. Friedemann Schrenk, der ihr im Rahmen seiner eigenen Forschungstätigkeit häufig begegnet ist und derzeit gemeinsam mit ihr ein Projekt in Koobi Fora durchführt. Am Abend, wird sie im Rahmen der 3. G.H.R. v. Koenigswald-Lecture einen Vortrag mit dem Titel: Human Origins: New Discoveries in East Africa halten, eines von 13 Themen in der Vortragsreihe "Rätsel Menschwerdung".

Das Pressegespräch wird vorwiegend in Englisch stattfinden.
Rückfragen bitte an: doris.voneiff@senckenberg.de oder 069-7542 257
Weitere Informationen: http://www.senckenberg.de http://www.senckenberg.de/presse/pressemitteilungen - weitere Infos zur Vortragsreihe "Rätsel Menschwerdung"