Hoffnung für den Heidelberger Patienten

17.02.2005 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Der Empfänger der Spenderleber ist nach wie vor beschwerdefrei / Günstiges Ergebnis im Antikörper-Test möglicherweise durch frühere Tollwut-Impfung Am 1. Januar 2005 wurde im Universitätsklinikum Heidelberg einem Patienten die Spenderleber einer mit dem Tollwut-Virus infizierten Spenderin transplantiert. Nach wie vor zeigt er keine Symptome einer Erkrankung. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation heute mitgeteilt hat, haben Laborergebnisse endgültig den Tollwut-Verdacht bei der Spenderin bestätigt. Drei weitere Organempfänger sind erkrankt, bei zwei von ihnen wurde das Virus jetzt nachgewiesen.

In Heidelberg haben die Ärzte des Universitätsklinikums Heidelberg weiterhin die Hoffnung, dass es bei ihrem Patienten nicht zum lebensbedrohlichen Ausbruch der Infektion kommen wird.

Dafür spricht ein Testergebnis, das das Konsiliarlabor für Tollwut-Infektionen am Universitätsklinikum Essen heute ermittelt hat: Das Blut des Patienten weist einen überdurchschnittlich hohen Titer an Antikörpern auf, die das Tollwut-Virus neutralisieren.

"Wir vermuten und hoffen, dass die aktuelle nachgewiesene Immunreaktion Ausdruck einer früheren Tollwut-Impfung ist", erklärt der behandelnde Arzt, Privatdozent Dr. Peter Sauer. Die Bestätigung, dass die Impfung tatsächlich stattgefunden hat, steht jedoch noch aus. Ein weiteres günstiges Zeichen: Bislang ist es nicht gelungen, das Virus direkt im Blut mit molekularbiologischen Methoden nachzuweisen.

Ansprechpartner:
Privatdozent Dr. Peter Sauer, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg:
Tel: 06221 / 56 65 38

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