Die Etablierung molekularbiologischer Forschung in Köln

23.03.2005 - (idw) Universität zu Köln

Die Etablierung molekularbiologischer Forschung in Köln
Modellcharakter für andere Institute

Probleme und Erfolge bei der Etablierung molekularbiologischer Forschung in Köln diskutieren ehemalige Institutsmitglieder, Besucher der Phagenkurse, andere damals aktive Wissenschaftler des In- und Ausland sowie Wissenschaftshistoriker auf einem internationalen Workshop, den das Institut für Genetik der Universität zu Köln am 4. und 5. April organisiert.

Das Institut für Genetik der Universität zu Köln, 1959 nach einer Initiative des Botanikers Joseph Straub unter maßgeblicher Beteiligung des Nobelpreisträgers Max Delbrück gegründet, war das erste und viele Jahre lang einzige molekular ausgerichtete genetische Universitätsinstitut in Deutschland, das Modellcharakter für andere Institute erhielt. Delbrück selbst leitete das Institut von 1961 bis 1963. Die meisten der in den 1960er Jahren an das Institut berufenen Hochschullehrer hatten einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland erhalten. Die Bekanntheit des Instituts wurde durch Phagen- und Bakterienkurse in den 1960er Jahren, aber auch durch hervorragende Forschungsergebnisse weiter gefördert.

Das Ziel des Workshops ist es, einen interdisziplinären Austausch über die frühe Molekularbiologie in Deutschland und ihre Auswirkungen herbeizuführen. Unter anderem sollen die mehr oder weniger erfolgreichen Bemühungen der nationalen und internationalen Einbindung der Forschung, die Schwierigkeit, das von Delbrück geplante amerikanische departmental system an einer deutschen Universität zu etablieren, und die Rolle der Fördereinrichtungen bei der Finanzierung des Instituts besprochen werden. Weitere Informationen sowie ein aktuelles Programm des workshop sind im Internet unter www.genetik.uni-koeln.de/history.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias

Für Rückfragen steht Ihnen Simone Wenkel unter der Telefonnummer 0221/470-4588, der Fax-Nummer 0221/470- 5233 und der Email-Adresse simone.wenkel@uni-koeln.de zur Verfügung.

Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter http://www.uni-koeln.de/pi/.