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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 11. Februar 2012 

Diagnostik


Psychologie | Diagnostik | Druckansicht09.02.2010
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Mainz
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: Prof. Egloff
Prüfungsfach: Diagnostik
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: 1;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Ja.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Am Anfang versuchte Herr Egloff mit ein paar kurzen Nebenbemerkungen (bezüglich der Beleuchtung im Raum) die Stimmung zu lockern und ich konnte einen Themenbereich wählen, mit dem ich anfange wollte.
Tipps: Die Prüfung ist sehr locker und angenehm. Herr Egloff hilft einem immer weiter (und das wirkt sich wohl auch kaum auf die Note aus).
Für die "Prüfungsängstlichen": Nicht vergessen, dass das folgende Protokoll aus einer 1er-Prüfung stammt :) Wenn er gemerkt hat, dass ich in einem Thema sicher war, hat er angefangen Details zu fragen, die man sicher für ein 2 schon nicht mehr hätte wissen müssen.

Ich habe mit Entscheidungstheorien angefangen. Sollte erzählen, welche Variablen außer der Validität noch wichtig sind (Basisrate, Selektionsrate) und die Begriffe erklären. Hab dann erzählt, dass man die korrekten Entscheidungen maximieren will, daber bei der Personalauswahl VN nicht bestimmen kann und daher die Erfolgsquote berechnet (auch den Begriff sollte ich noch erklären). Dann hat er gefragt, wie die 3 Variablen den Zusammenhingen und welche Namen mir dazu einfallen (Dreifachinteraktion, Taylor-Russel). Dann sollte ich ausführlich erklären, wie diese Interaktion aussieht. Habe dann erzählt, wie sich Veränderungen bei der Basisrate, der Selektionsrate und der Validität auf die Erfolgsquote auswirken. Dann wollte er wissen, bei welcher Kombination die Auswirkung der Validität am stärksten ist (bei mittlerer Basisrate). Ich wusste es erst nicht und musste ne ganze Weile überlegen und die Zeit hat er mir auch gelassen. Dann hat Herr Egloff gefragt, wie es nach Taylor und Russel weitergegangen wäre und welche Variablen noch wichtig sind (BCG-Modell, Validität, SD(y), Zx, Na, T, C). Sollte erklären, warum Zx in dem Modell ist (hängt von der Selektionsrate ab und damit geht ja ein, wie gut die Akzeptierten abschneiden) und wie man SD(y) bestimmt (objektive Daten, subjektive Daten, 40% des Gehalts). Dann wollte er wissen, wie das denn aussehen würde, wenn man das entscheidungstheoretische Modell auf den Klinischen Bereich übertragen würde (dann sind auch die "Abgelehnten" wichtig). Er wollte das an einem Beispiel erklärt haben und ich habe ihm Alpha- und Beta-Fehler erklärkt. Dann wollte er noch die Begriffe Sensitivität und Spezifität hören, hat aber vorneweg geschickt, dass ich das jetzt nicht unbedingt wissen müsste, da er es in der Vorlesung nicht behandelt habe. Dann kam ein ziemlich unvermittelter Sprung: "Das Paradoxon von Goldberg - in welchen Themenbereich gehört das? (paramorphe Modelle). Habe die Untersuchung erklärt und sollte dann noch sagen, warum es para(-morph) heißt. Dann gabs noch ein paar fragen zum Unterschied zwischen Regressionsmodelle und paramorphen Modellen und wie man paramorphe Modelle erstellt (er wollte aber nicht, dass ich ihm das genaue Vorgehen nach HYPAG erkläre, sondern nur grob). Wollte wissen was eine Kreuzvalidierung sei (das Wort hatte ich benutzt). Zum Schluss wollte er wissen, ob man mit projektiven Test die "Wahrheit aus Menschen herausbekommt" und wworauf die projektiven Tests aufbauen (Projektion = Abwehmechanismus etc.). Dann wollte er wissen in welche Datenart sie gehören (T-Daten) und ob man projektive Test Verfälschen kann (meiner Meinung nach Ja) und was man wissen muss, um sie Verfälschen zu können (nach welchen Kriterien sie hinterher ausgewertet werden). Er wollte noch wissen, ob ich finde, dass projektive Tests objektiv seien (ich: Nein) und dann hab ich ihm noch erklärt, dass man ja nicht weiß, was sie messen (da hab ich 2,3, Möglichkeiten genannt, die ich jetzt selber nicht mehr weiß) und es keine empirischen Belege für den Projektionsbegriff gibt. Dann wollte er wissen, ob man andere objektive Tests, wie IAT o.ä. Verfläschen kann. Daraufhin hab ich ihm erzählt, dass ich das schon versucht habe und es nicht geschafft habe. Er wollte noch wissen, wie man das anstellen müsse, um den IAT zu Verfälschen und dann war die Prüfung rum...

Viel Glück!
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