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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 22. Februar 2012 

Psychopathologie


Psychologie | Psychopathologie | Druckansicht25.01.2012
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Frankfurt am Main
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: Freitag
Prüfungsfach: Psychopathologie
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: keine Angabe;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Nein.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Frau Freitag ist sehr nett und die Prüfung war insgesamt angenehm. Auch bei mir fing sie mit einem Fallbeispiel an und blieb dann sehr lange bei dieser Störung, so dass es insgesamt nur zwei Prüfungsthemen gab. Wenn ich ins Stocken kam, hat sie weitergeholfen bzw. mir etwas Zeit zum Nachdenken gelassen.

Gelernt habe ich nach ihrer Themenliste, die man auf der Uni-Website unter Diplom-Psychologie/Info-Psychopathologie findet. Zur Lektüre hatte ich also den Steinhausen und den Möller-Laux, sowie den ICD-10 (wobei letzterer nicht wirklich nötig war, da die entsprechenden Diagnosekriterien auch in den Lehrbüchern nachzulesen sind).
1. Fallbeispiel:
Ein 16-jähriger Junge kommt (nicht ganz freiwillig) mit seinen Eltern zu Ihnen. Symptome: vor einem halben Jahr plötzlicher Leistungsabfall in der Schule, depressiv, sozial zurückgezogen. Was fragen Sie?
- Besonderer Vorfall? Nein. Soziale Phobie kann ausgeschlossen werden? Ja, Kontakte waren zuvor ganz normal. - Gedanken/Gefühle verändert? Formale/inhaltliche Denkstörungen? Ja, welche gibt es da? – Gedankenabreißen, Zerfahrenheit, Beziehungswahn, Bedeutungswahn ... Sie wollte noch systematischen Wahn hören. Was können Sie noch fragen? – Halluzinationen (optische, akustische, ..., Zönasthesien). Sie: er sagt nichts dazu, gibt kaum Antworten, ist wortkarg. – Ja, das passt auch zum Bild einer Prodromalphase! (sie fand es gut, dass ich die Prodromalphase erwähnte) Wenn nicht über Halluzinationen berichtet wird, kann man evt. Hinweise in der Verhaltensbeobachtung finden: prüfenden Handbewegungen, Abgelenkt wirken (Stimmen?) ... Fand sie gut. – Er hat also womöglich eine schizophrene Psychose. Sie: Ok, gut. Was machen Sie dann mit ihm? – Medikamentöse Behandlung (atypische Neuroleptika), stationärer Aufenthalt. Sie ergänzte: in der Praxis wird er dann natürlich auch noch körperl. untersucht usw. Gibt es andere Störungen bei denen Wahn eine Rolle spielt: Depression (Schuld-, Verarmungs-, Krankheitswahn), Manie (Größenwahn). Welche Ursachenfaktoren für Schizophrenie kennen Sie? – Genetisch!!! Auslöser: evt. Drogenkonsum, Double-bind-theory ... Sie ergänzte: pränatale Einflussfaktoren wie Infektionen der Mutter.

2. Thema: Angststörungen
Welche kennen Sie? – GAS, spezifische Phobien (vor Tieren, Objekten, Situationen, z.B. Agoraphobie, Trennungsangst, Leistungsangst, soziale Ängstlichkeit, soziale Phobie), richtet sich nach Entwicklungsalter, z.B. jüngere Kinder nach der normalen Fremdelzeit: Trennungsangst, ältere Kinder/Jugendliche: soziale Phobie. Symptome? – für die versch. Formen untersch. Symptome aufgezählt. Ursachenfaktoren? – Erfahrungen, Temperament, Modelllernen, Erziehungsstil, im Falle sozialer Phobie: Pubertät m. hormoneller Umstellung (= Veränderungen im Gehirn, kogn. noch nicht ganz ausgereift, emotional labil), körperlicher Veränderung u. damit einhergehender Selbstunsicherheit, verstärktes Augenmerk auf sozialer Bewertung bei Jugendlichen.

Das war´s. Habe höchstens Kleinigkeiten vergessen. Viel Erfolg!
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