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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 3. September 2014 

Pädagogische Basis


Psychologie | Pädagogische Basis | Druckansicht29.03.2012
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Dresden
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: Prof. Körndle
Prüfungsfach: Pädagogische Basis
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: 1;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Ja.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Also, ich muss sagen, Herr Körndle ist wirklich ein super Prüfer! Er fragt nicht auswendig gelernte Detailfakten ab, wie das in anderen Prüfungen der Fall ist, sondern es geht ihm ums Verständnis und darum, ob man die Zusammenhänge innerhalb des Gebiets verstanden hat.

Ich hab mich hauptsächlich mit dem Renkl-Buch und dem Krapp&Weidemann vorbereitet und die entsprechenden Kapitel zusammengefasst und dann das, was mir unwichtig erschien wieder rausgeschmissen. Das hab ich dann durch Zeug aus den Folien ergänzt und zu den Sachen, die ich noch nicht verstanden hatte (z.B. das Modell zum Text- und Bildverständnis) noch Zeug aus der Prüfungsliteratur zusammengesucht.
Manches Zeug von den Kapiteln, die als Grundlagen angegeben sind, sind auch gar nicht relevant. Z.B. bei Messen und Beurteilen von Lernleistungen ist ja ein ewig langes Kapitel angegeben und das ganze Zeug zu Lernvoraussetzungen etc. braucht man gar nicht, glaub ich. Trotzdem hilft es einem, mehr zu lesen, als man muss, weil man halt ein tieferes Verständnis entwickelt.

Achja, wenn ihr irgendwelche Fragen zur Prüfung habt, schreibt Frau Proske. Die hat mir auf meine Mails super schnell geantwortet und z.B. auch gesagt, dass man intrinsische Motivation "mehr so ein bisschen ignorieren" kann. Also fragt sie ruhig, was wichtig ist und was nicht!

Ich hab manchmal seine Fragen nicht gecheckt und dann einfach gesagt "ich glaub, ich versteh gerade nicht, was Sie meinen". Dann hat er's umformuliert. Schien er auch nicht schlimm zu finden.
Hab, wie so ungefähr jeder, mit Motivation angefangen.
- Definition (hab die von Rheinberg genannt und kurz erläutert)
- Hängt dann Verhalten also nur von der Situation ab (nee, auch von Motiven)
- dann irgendwas komisches mit "braucht man denn dann überhaupt diese verschiedenen Motive... also Affli...äh, Sie wissen schon, was ich meine... braucht man diese Unterscheidung dann überhaupt? (die Antwort darauf sollte irgendwie sein, dass es für die Forschung sinnvoll ist, Motive zu unterteilen; ich hab aber gesagt, dass verschiedene Motive ja zu unterschiedlichem Verhalten führen und auch dazu, unterschiedliche Situationen aufzusuchen. War wohl auch ok).
- Ok, Leistungsmotivation... was kennen Sie da für Modelle? (Risikowahlmodell, Selbstbewertungsmodell, erweitertes kognitives Modell von Heckhausen)
- Selbstbewertungsmodell erklären
- Würden dann Leute nicht in zwei Gruppen zerfallen? Also in Erfolgsmotivierte, die halt am Anfang eine mittelschwere Aufgabe gewählt haben und in misserfolgsmotivierte, die das nicht haben? (nee, man kann ja entgegenwirken mit direkten und indirekten Maßnahmen)
- was gibt es denn da für welche? (Hab das Training von Krug & Hanel beschrieben)
- und was gibt es dabei für Probleme beim Transfer auf den Unterricht? (Aufgabenanforderungen sind unklar und man kann sich Ziele nicht selbst setzen)
- könnte man das ändern? (Bei Aufgabenanforderungen hab ich etwas schwammig rumgelabert... das man das halt nach Operatoren aufteilen soll und klar machen soll, was genau für Operatoren in einer Aufgabe benötigt werden - Zwischenfrage: aber wenn ich jetzt eine Matheaufgabe habe, was ist denn dann daran nicht klar? - wieder rumgeeiert, dann meinte er "wie kommt es denn z.B. dass selbst Chemiker oft Chemieaufgaben aus der Schule nicht beantworten können?". Ich hab dann gesagt, dass der Lehrer halt einen genauen Lösungsweg im Kopf hat und alles andere nicht als richtig akzeptiert, es aber oft verschiedene Lösungen gibt)
- Ok und wie ist es mit Aufgabenschwierigkeit? Könnte man da nicht die Schüler das selbst raussuchen lassen (ja, wenn man ihnen davor beibringt, wie sie eine Aufgabe von subjektiv mittlerer Schwierigkeit auswählen; ist gut, weil mehr diagnostische Infos (siehe Item Response Theory), man bräuchte dann halt mehr Aufgaben)

Ich bin jetzt zu faul, alles weiter so detailliert zu schreiben. Es kamen noch folgende Sachen dran:
- Was ist im Beurteilungsprozess der Schritt nach Aufgabenkonstruktion? (Zeug zu Bezugsnormen; dazu hatte mir Frau Proske nen relativ kurzen Text verlinkt, der echt hilfreich war)
- Ist es überhaupt sinnvoll, eine eindimensionale Note zu haben oder wär es besser, Kompetenzen zu messen? (Zeug zu Kompetenzmodellen; wieso das gut wär für Selektionsentscheidungen --> weil man dann die auswählen könnte, die genau die gewünschten Fähigkeiten haben; noch Zeug dazu, wie man zu sinnvollen Kompetenzmodellen kommt - hab dazu irgendwas mit psychologischen Theorien und empirischen Ergebnissen gesagt).

Das war's. Nicht stressen lassen, ist alles recht entspannt und flauschig :)
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