Prüfungsatmosphäre war echt angenehm, auch wenn ihn meine eingereichten Studien nicht so sehr interessiert haben – zumindest schien es so.
Aber ansonsten eine nette und empfehlenswerte und vor allem vorhersehbare Prüfung und eine sehr faire Bewertung. Ich empfehle allen diese Prüfung, solange Herr Mattenklott sie anbietet. |
Start und erste circa 10–15 Minuten über meine eingereichten Studien (Thema waren Advergames und deren Auswirkungen bei Kindern)
Dann gings zu den Fragen aus dem Katalog.
Es kam bei mir vor allem Kapitel 3: Erinnern und Verstehen dran.
– Studie von Pieters und Bijmolt (1997), Erinnerungsleistung (recall) sinkt mit steigender Anzahl Spots. Welche andere psycholgische Begriff —> Inteferenz
Hier dann auch noch 2 Anschlussfragen (und die einzigen beiden), die *nicht* direkt aus dem Fragenkatalog waren, nämlich (a) welche weiteren Ergebnisse die Studie hatte (z.B. optimale Dauer von 55 Sekunden, Primacy- und Recency-Effekt) und (b) ob ich erklären könne, warum der Recency-Effekt nur bei unaided recall auftritt und nicht bei aided recall (hier hatte ich keine wirkliche Erklärung parat, aber er meinte eh, daß das ein Mysterium sei und man es nicht so genau weiß)
– Studie von Brown und Rothschild (1993), Erinnerungsleistung (recognition) steigt mit Zahl der Spots (nur bei den 8 kritischen nicht), wie man diesen Widerspruch erklären könne —> bei den 8 kritischen halt wieder Inteferenzeffekt bei steigender Anzahl, und bei generell steigender Anzahl recognition höher, da selbst bei Raten die WK eben höher liegt, wenn mehr Antworten richtig sein können.
– Hypothesen zur Wirkung der Aktivierung programmvermittelten TV-Programms, welche vorgeschlagen und welche empirisch gestützt —> siehe seine Folien
– Wie läßt sich Missverstehen von medienvermittelten Botschaften erklären —> Aufmerksamkeit wird abgelenkt, Schlussfolgerung missverständlich (v.a. bei Syllogismen), Truth Effekt, Assoziatives Gedächtnis (Ran-Sendung und Malboro)
– Ob Truth Effekt allgemein gültig ist —> nein, abhängig von Alter, Involvement und per definitionem auch Zeit
– Unterschied automatische, spontane und abwägende (deliberative) Schlussfolgerungen, jeweils mit Beispiel
– Systematik von Kardes et al. (2004), wo läßt sich assoziative Informationsverarbeitung einordnen —> memory based, singular judgement, induction (da heuristic bzw. correlation based, z.B. Preis-Qualität-Vermutung)
– Was verstehen Kareds et al. (2004) unter reconstructive inference —> memory based, singular judgement, deduction (hab hier auch das Zahnputz-Beispiel genannt)
Kapitel 4: Einstellungen durch Argumente
– Botschaft überzeugender, wenn einseitig oder zweiseitig? —> zweiseitig, wenn Involvement hoch (hier auch Immunisierung von Argumenten genannt), einseitig, wenn Involvement niedrig
– Wie korrelieren Verstehen und Akzeptanz nach McGuire? —> multiplikativ, beides muß also ungleich 0 sein
– Nachteile IAT nennen —> nur relative Aussagen möglich, keine absolute Ausprägung einer Einstellung; u.U. medien- und sozialisationsvermittelt, was da überprüft wird
– Einstellung gegenüber der Werbung und insb. Fernsehwerbung in der Bevölkerung —> siehe Folien
– Brown und Stayman (1992), Gefühle keine sicheren Antezedentien der Einstellnug ggü. Werbung, erklären warum —> haben nicht unterschiedliche Modelle für pos. und negative Emotionen genommen, sonst signifikanter Prädiktor
Kapitel 5: Einstellungen durch Emotionen
– Kritik an der Studie von Edell und Burke (1987) nennen bez. Bedeutsamkeit von Bewertungen und Gefühlen —> Rauspartialisieren als Methode fraglich, um diese Aussage treffen zu können (daß Bewertungen bedeutsamer als Gefühle), außerdem wieder keine Unterscheidung / unterschiedlichen Modelle für pos. und negativen Gefühle
– Welche Merkmale kennzeichnen Humor? —> Überraschung, Playfulness, Wärme, Schnelligkeit
Das wars dann auch schon, und ich durfte gleich drinbleiben zur Notenverkündigung ;-) |