Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 20. Dezember 2014 

Pädagogische Psychologie Schwerpunkt


Psychologie | Pädagogische Psychologie Schwerpunkt | Druckansicht05.06.2012
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Frankfurt am Main
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: Gold
Prüfungsfach: Pädagogische Psychologie Schwerpunkt
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: 1-;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Ja.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Hatte es als Vertiefungsfach, d.h. zwei Spezialthemen. Man darf entscheiden mit welchem man anfängt, dazu etwas vortragen bis er irgendwann Fragen stellt. Beim zweiten Thema fragt er direkt. Ihr müsst also nicht alles in den Vortrag packen, hebt euch die Infos für die Fragen auf. Wenn ihr es als Verteifung habt, würde ich euch raten, nur ein Thema aus der Liste zu nehmen und für das andere ein Buchkapitel auszuwählen (z.B. das INVO-Modell). Denn die Kapitel müsst ihr sowieso durcharbeiten, Themen aus der Liste bedeuten jede Menge Zusatzseiten.

Habe mich mit den Folien,dem Buch von Gold und Hasselhorn vorbereitet und die Vorlesung besucht. Wenn mir was unklar war oder ich auf manche Fragen aus den Prüfungsprotokollen keine Antwort fand, hab ich gegoogelt.
1. Spezialthema: Kooperatives Lernen
Begann mit einer kleinen Definition, einem Satz zur Rolle des Lehrers und sprang dann direkt zu den Basismerkmalen. Da klinkte er sich ein und wollte wirklich alle 5 hören.
- wie lässt sich positive Interdependenz herstellen?
- warum ist individuelle Verantwortlichkeit wichtig? (um Trittbrettfahren und soziales Faulenzen zu erreichen)
- wie erreicht man individuelle Verantwortlichkeit? (einzelnen Beitrag hervorheben, verbal oder durch Aufgabenteilung, teambezogene Belohnungen, d.h. Gruppenergebnis errechnet sich als Mittelwert aus den Einzelleistungen)
- Was ist noch wichtig? (Interaktion von Angesicht zu Angesicht statt jeder macht zuhause sein eigenes Ding, da sonst nichts erklärt wird --> kognitive Elaboration; kooperative Fähigkeiten: z.B. vertrauensvolles Klima, wissen dass Beitrag nicht geklaut oder belächelt wird etc.; Reflektieren des Gruppenprozesses)
- Was gibt es da für Methoden? (Gruppenpuzzle erklärt, weil da alles drin ist)
- Zum Gruppenpuzzle: Erarbeitungsphase ist ja nicht das Problem, oder? (Richtig, Verrmittlungsphase klappt nicht so gut: kurz was zum Experteneffekt erklärt und das versucht wurde kompetentes Erklären und anspruchsvolles Fragen zu trainieren, auf die Bedeutung metakognitiven Wissens hingewiesen: man muss wissen, was man nicht versteht, um Fragen zu stellen bzw. Lernprozess überwachen, um erklären zu können, geht aber erst ab etwa 10)
- Nennen sie mal eine Methode, bei der mehr mit Belohnung gearbeitet wird. (Gruppenrallye genannt und erklärt)
- Sie scheinen nicht so begeistert von Belohnung, warum? (kann intrinsische Motivation korrumpieren, Augenmerk liegt eher auf Lerergebnis, statt darauf günstigen Lernprozess hinzubekommen, aber Empirie spricht für Belohnung)
- Es gibt da ja noch eine andere Theorie, welche (soziale Kohäsion, kurz erklärt, auch warum sie etwas idealistisch ist)
- kooperative Methoden sind ja recht aufwendig, gibt es da auch noch was anderes? (ja, kompetitiv und individualistisch)
- Sie haben sich ja bestimmt mit anderen vorbereitet, ist das kooperativ? (Nein, eher individualistisch, jeder verfolgt eigenes Lernziel, keine positive Interdependenz oder individuelle Verantwortlichkeit)
- Wo findet man kompetitive Zielstrukturen (in der Schule, im Sport)
- Wie groß sind die Effekte? Ist es wirksam? (kleine-mittlere Effektgrößen, aber auch eine große bei Johnson und dass diese Variabilität ein Hinweis auf Moderatoren ist --> Rohrbeck)
- Was ist eine Effektgröße, wofür braucht man die (als standardisierte Größe zum Vergleich von Mittelwerten, errechnet sich aus Mittelwertdifferenz)

2. Spezialthema: INVO-Modell
- Was gibt es neben individuellen Voraussetzungen noch (Kontextvariablen, Unterrichtsveriablen --> Kap. 7 im Buch, wollte er bei meiner Vorgängerin auch wissen)
- Welches ist ihrer Meinung nach die wichtigste Komponente im Modell? (Vorwissen, erleichtert Aufmerksamkeitsprozesse und entlastet Arbeitsgedächtnis)
- Wie hat man das Arbeitsgedächtnis untersucht (erst Gedächtnisspannenaufgabe erwähnt, wollte aber auf Aufgaben zur zentralen Exekutive hinaus, hab die nicht mehr ganz zusammenbekommen, er hackte dann aber auch nicht drauf rum)
- Wie sieht es mit Motivation/ Leistungs-motivation aus? (sagte, das sei ebenfalls wichtig, lässt sich zerlegen in Erfolgs- und Misserfolgsmotiv, ging auf Attributionsstile und Bedeutung fürs Selbstkonzept ein)
- Spielen Kontextvariablen beim Selbstkonzept auch eine Rolle (ja, Big fish,little pond erklärt)
- zu Big Fish: Und wie ist es da mit der Leistung? (genau umgekehrt: für Leistung ist es besser der kleine Fisch zu sein, als großer könnte man denken: ich bin ja schon gut und sich darauf ausruhen, als kleiner will man immer noch besser werden; bin auch kurz auf basking in reflected glory Effekt eingegangen: stolz darauf sein, mit großen Fischen mitschwimmen zu dürfen, dass das positiv für die Leistung sein kann, aber nur wenig Varianz von Big Fish erklärt und auch keine Probleme des Selbstkonzepts löst, in Schule eher eher Big Fish-Effekt)
- Was würden Sie aus Big Fish für Inklusion ableiten, d.h. wenn man Lernschwächere mit Normalbegabten zusammen unterrichtet? (fürs Selbstkonzept eher schlecht: man ist immer der kleine Fisch, für Leistung kanns positiv sein, dazu bin ich kurz auf Wygotski eingegangen)
- Wer hat Studien zu Big Fish gemacht (wusste ich nicht, fand er aber nicht schlimm).

Das wars. Also ich kann diesen Prüfer wirklich jedem empfehlen, auch prüfungsängstlichen: er ist sehr ruhig, geduldig und lässt Zeit zum Überlegen. Es ist auch nicht schlimm, wenn man mal was nicht so weiß. Also Herr Gold ist wirklich GOLDig =)
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/protokoll/3976">Pädagogische Psychologie Schwerpunkt </a>