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Psychopathologie


Psychologie | Psychopathologie | Druckansicht13.06.2012
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Frankfurt am Main
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: Prof. Freitag
Prüfungsfach: Psychopathologie
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: keine Angabe;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Nein.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Nein.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Frau Freitag hatte noch ein Gespräch, deshalb kam ich 25 Minuten später als geplant dran. Sie kam mir dementsprechend auch etwas hektisch vor und hat beinahe sofort mit der Prüfung angefangen.
Ich fand ihre Fragen sehr unklar und unstrukturiert, sie ist immer wieder zwischen Störungsbildern hin- und hergesprungen. Habe öfter ihre Frage nicht verstanden, bzw. nicht verstanden, auf was sie sich grade bezieht und auch auf Nachfragen hat sie Fragen nicht neu formuliert.
Es kam sehr viel zur normalen Entwicklung von Kindern dran (wobei sie in der Vorbesprechung sagte "lesen Sie aus dem Steinhausen mal über die Kapitel 1-4", wodurch ich nicht erwartet hatte, dass sie danach explizit fragt) sowie sehr viele Fragen dazu, was man im klinischen Altag so tut (z.B. "Was erzählen Eltern typischerweise nicht beim Erstgespräch?" ich wusste nicht, was sie meint, es ging ihr um eine eventuell vorliegende Enuresis oder Enkopresis, die ja häufig bei Kindern mit ADHS in jüngeren Jahren vorliegt...völlig klar, wer weiß das nicht?!)
Sehr spezifische Fragen auch zum körperlichen Befinden der Kinder (dazu meinte sie dann auch, dass man merkt, dass ich nicht medizin studiere).
Bei mir kamen außerdem vier Störungsbilder dran, die nicht zu den von ihre angegebenen Störungsbilder gehören:
Enuresis/Enkopresis, LRS und Dyskalkulie (zu den letzten beiden wusste ich zum Glück noch etwas aus der Prüfung in Pädagogischer Psychologie).
Ich habe Frau Freitag nach der Prüfung darauf hingewiesen, sie hat meinen Einwand aber abgetan und gemeint, es wäre doch klar, dass man typischer Komorbiditäten kennen muss. Das ja, aber sie hat mich ja auch explizit danach gefragt (z.B. Vorzeichen im Kleinkindalter, dass sich eine LRS entwickeln könnte). Aus anderen Prüfungsprotokollen geht hervor, dass sie teilweise in Prüfungen ganz anders war. Ich kann sie nach meiner heutigen Erfahrung absolut nicht empfehlen!
PS: Meine Note ist ok, was ich vermutlich dem freundlichen Beisitzer zu verdanken habe!
Typischer Beginn:
Sie haben Eltern in der Sprechstunde, die erzählen, dass das Kind in der Schule "negativ auffällt". Wie gehen sie weiter vor?
habe gesagt, dass das ja eine sehr unspezifische Angabe ist und dann Fragen gestellt in Richtung der möglichen Ursachen: ADHS, Angststörung, depressives Kind, Anpassungsstörung, SSV. Sie wollte dann genaueres zu Depressionen hören, Ätiologie, klinisches Bild und was es noch differentiell sein könnte.
Dann kamen einige Fragen zu Angststörungen und zu ADHS, aber generell recht komisch formuliert, durcheinander und immer auf den klinischen Alltag bezogen (wie ist das Kind dann? Was erzählen Eltern oft?). Sie wollte viele Zahlen hören zu Heritabilitäten, Prävalenz und Komorbiditäten.
Was müssen sie bei einer klinischen Diagnostik unbedingt alles abchecken? Ist ein IQ-Test bei der Diagnostik wichtig? (ja, wegen Abklärung von Symptomen durch Unterforderung/Überforderung) Welchen sollte man da nehmen? (HAWIK)
Dann sehr viel zu Entwicklung: Welche Entwicklungsaufgaben hat ein Säugling (war ich nicht drauf vorbereitet, kam dann aber irgendwann von selbst auf sprechen, laufen lernen, sich regulieren..und den Rest wusste ich nicht) Welche Anzeichen für eine spätere Störung gibt es da schon? (unruhiger Säugling, Störung der Mutter-Kind-Interaktion und weiteres, das ich nicht wusste) Welche Entwicklungsaufgaben hat ein 2jähriger? Was ist da typisch für eine spätere ADHS? (problematische Sauberkeitserziehung).
Welche weiteren Gründe kann es geben, dass ein Kind in der Schule Probleme hat? Sie wollte auf niedrigen IQ, LRS und Dyskalkulie hinaus. Welche Frühzeichen gibt es für LRS?

Ich fand die Fragen im Vergleich zu denen aus anderen Prüfungsprotokollen recht schwer und unerwartet. Frau Freitag hat auf Nachfragen kaum geholfen, Fragen nicht neu formuliert und bestand darauf, das ich volle 30 Minuten geprüft werde, obwohl sie ja so spät dran war.
Alles in allem eine unschöne Prüfung. Da es so viele positive Prüfungsprotokolle gibt, gehe ich davon aus, dass es an ihrer Tagesform und Laune lag, was nicht grade für sie als Prüferin spricht.
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