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Psychopathologie


Psychologie | Psychopathologie | Druckansicht19.06.2012
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Frankfurt am Main
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: Prof. Dr. Freitag
Prüfungsfach: Psychopathologie
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: 1;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Nein.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Hatte Verspätung, dafür ging die Prüfung nicht ganz so lange, hatte ich zumindest den Eindruck. Insgesamt war es für mich eine sehr angenehme Prüfung, nette Atmosphäre ich kam mit der Art der Fragen auch gut zurecht, bei offenen Fragen hatte man meist Freiräume. Manche Detailfragen wusste ich nicht, das war nicht tragisch.

Allgemein habe ich mit der Prüfungsliteratur, die sie angegeben hat, gelernt, manche Sachen evtl. aus anderen Lehrbüchern übernommen. Da die Fragen manchmal recht unspezifisch sind (was machen sie da?), bisschen schauen, was man anbietet. Dyslexie war z.B. kein Prüfungsthema, hatte ich aber als mögliche Differenzialdiagnose/Komorbidität genannt. Dazu kamen dann ein paar Fragen. Würde ich also nur anreißen (Teilleistungsstörungen, generell andere Störungsbilder), wenn man ein bisschen die Ätiologie und Therapiemöglichkeiten kennt. Seminarwissen aus Pädagogischer Psychologie war völlig ausreichend.
Fallbeispiel war recht unspezifisch: Kind kommt vom Lehrer geschickt, 2. Klasse, es ist ziemlich anstrengend in der Schule; die Eltern finden das eher nicht- Arbeitshypothese?
Ist nicht so viel bekannt - mgl.ist theoretisch was Hyperkinetisches, SSV, affektive Störungen oder evtl. auf die Schule bezogene Ängste, sowie andere Angststörungen im Kindesalter, außerdem abklären von Teilleistungsstörungen und sensorischer Beeinträchtigung (hört oder sieht das Kind schlecht).
Wichtig ist die Dauer der Symptomatik, welche Symptome sind es genau, wo und wann treten sie auf?

Zur HKS hab ich ein bisschen die Symptome erläutert, dann war die Frage, wie man Teilleistungsstörungen erkennt (gesonderten schlechten Leistungen in der Schule)

Kind hatte eine Dyslexie und eine ADS (Einfache Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität)- zu beiden die Ätiologie, Komorbidität und die Therapie gefragt, zur Dyslexie auch die Diagnostik (multimodale IQ-Tests wegen dem Diskrepanzkriterium, Lese-Rechtschreibtests...). Risikofaktoren bei Hyperkinetischen Störungen - da sollte man v.allem Rauchen in der Schwangerschaft benennen können. Bei Dyslexie gibts auch eine genetische Komponente, Risikokinder kann man aber eigentlich früh identifizieren (Mangel an Phonologischer Bewusstheit) und intervenieren (Trainingsprogramme). Als mgl. Intervention kann man mit den Lehrern evtl. vereinbaren, vorerst keine Noten für die Rechtschreibung zu vergeben. Fr. Freitag hat ergänzt, dass es hilfreich ist, wenn die Eltern den Kindern vorlesen.

Therapie bei HKS: Medikamentös, KVT, evlt. Elterntraining, Marburger Konzentrationstrainings... Immer affektive Befindlichkeiten mit erheben und eventuell mit behandeln.

Dann noch affektive Störungen, die Kernsymptome der Depression nennen und ein bisschen umschreiben (Affekt, Antrieb und Kognition, evlt. somatische und psychotische Symptomatik). Das hab ich ein bisschen nach Altersstufen abgegrenzt, da kleine Kinder z.B. noch nicht die kog. Reife haben, sich selbst als depressiv wahrzunehmen oder umfassende Insuffizienzgefühle und Selbstwertprobleme zu haben.

Abgrenzung depress. Störung (min 2 Episoden!) oder depressive Episode. Zudem noch Abgrenzung bipolare Störung, Dysthymie, double Depression und Anpassungsstörung, aber ohne ausführliche Kriterien.

Behandlungsmöglichkeiten (je nach Alter und Schweregrad, nicht im Detail mit einzelnen Verfahren).

Viel Erfolg!
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