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Klinische Psychologie


Psychologie | Klinische Psychologie | Druckansicht29.06.2012
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Frankfurt am Main
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: Prof. Stangier
Prüfungsfach: Klinische Psychologie
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: 1;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Ja.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Die Prüfung bei Herrn Prof. Stangier war von der Athmosphäre her sehr sehr angenehm und Herr Stangier ist ein unheimlich netter Prüfer. Wir mussten kurz auf die Beisitzerin warten und in der Zeit fragte er mich, ob wir zusammen eine kleine Entspannungsübung vor der Prüfung machen möchten, da ich etwas aufgeregt war. Außerdem sitzt man so, damit man, wie er sagt, beim überlegen aus dem Fenster schauen kann :) Das nur mal als Beispiel.
Ich hatte den Eindruck, dass es relativ egal ist,w elche Studie man sich aussucht. ich hatte vorher etwas Bammel, da meine Studien sich sehr geähnelt haben, aber er möchte wirklich nur einen Satz zu jedem Teil der Studie hören und fragt dann methodisch. Also macht euch keinen so großen Stress bei der Auswahl der Studien, hauptsache, man versteht sie methodisch und kann was als Kritikpunkte angeben.
Ich empfehle für die Prüfung dringend, die zwei Kapitel aus dem Shadish zu lesen (hat er auch in Auszügen auf den Vorlesungsfolien zu "Forscungsmethoden" und auch bei irgendeinem Thema aus der PT-Vorlesung, es gibt sie auch auf der Homepage der Social-Abteilung zum Download), die helfen einem sowie bei jedem Fach, in dem man eine Studie vorstellen muss. Ich wurde relativ viel zu Validitätseinschränkungen gefragt und welche Art von Validität da bedroht ist.
Alles in allem eine meiner angenehmeren Prüfungen! es ist wirklich viel zu lernen und er fragt auch sehr genau nach, aber wenn man sich genug Lernzeit einplant, dann passt das schon! Er hilft einem auf jeden Fall bei kleineren Lücken weiter!
Zuerst habe ich meine erste Studie vorgestellt, dazu wollte er, wie schon erwähnt, wissen, welche Arten von Validität bedroht sind (kleine Stichprobe: statistische Validität, da wenig Power; unrepräsentative Stichprobe: externe V.; wenig Generalisierbar: externe V.), wie das Design statistisch ausgedrückt aussieht (bei mir war es ein "zweifaktorielles Design", mit den Faktoren Gruppenzugehörigkeit mal Messzeitpunkt). Was wurde in der Treatmentbedingung genau gemacht?
Dann zur zweiten Studie, hier auch wieder nur einen Satz zu allem, dann wieder fragen, wie die Ergebnisse sonst noch interpretierbar sind und wieder zu Validitätsproblemen (hier waren es Regression zu Mitte: Die eine Gruppe war zur Baseline stärker betroffen als zum follow-up; möglicherweise kompentatorischer Ausgleich: alle Therapeuten haben Therapien zu allen Bedingungen gehalten, lest das im Shadish nach!) und wieder, wie das Deisgn aussieht (hier war es ein dreifaktorielles Design: Gruppenzugehörigkeit mal Messzeitpunkt mal Therapeutenbegleitung währen der Exposition ja/nein).
Auch wieder, was genau gemacht wurde und wie ich das interpretieren würde, woran es liegt, dass das Ergebnis so aussah.
Dann nur noch Schizophrenie, das aber sehr genau:
DSM-Kriterien (die sollte man bei den wichtigsten Störungen schon auswendig können, bzw. das gröbste wissen), Arten (also Typ 1/Typ 2 und dann die ganzen Unterformen: paranoid, hebephren, simplex, kataton...). Ätiologische Modelle, und da wollte er auch wirklich alle hören. habe gesagt, dass ich nur weiß, das es neben social drift-Hypothese, expressed emotions, biologischen Theorien und Diathese-Stress-Modell noch die Doppel-Bind- Hypothese gibt, dass ich die aber nicht gelernt habe, weil er meinte, die wäre veraltet. das war auch ok. Dann sollte ich noch die Behandlung erklären, also Psychopharmaka (Neuroleptika gegen Positiv-Symptome, atypische Neuroleptika gegen Negativ- und Positiv-Symptome) und was man in der KVT macht. Dann hat er selbst noch ein bisschen was dazu erzählt.
Also doch sehr genau, aber machbar.
Viel Erfolg! :)
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