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FOV


Psychologie | FOV | Druckansicht06.07.2012
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Frankfurt am Main
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: van Dick
Prüfungsfach: FOV
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: 1;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Ja.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Man kann selbst entscheiden, ob die Prüfung mit den Spezialthemen oder dem allgemeinen Teil beginnt und ob man zu den Spezialthemen zunächst vortragen möchte bis er sich einklinkt oder direkt gefragt werden will. Habe mich jeweils für das Vortragen entschieden.

Vorbereitet habe ich mich mit dem Hogg & Vaughn, der Spezialliteratur und jeder Menge googeln, denn im Buch steht nicht immer alles so ausführlich drin. Die Prüfungsprotokolle bieten dabei eine gute Orientierung, um Schwerpunkte zu setzen. Es schadet aber auch nicht, etwas darüber hinaus zu lernen und nach Verknüpfungen bei den Themen zu suchen.

Sehr angenehm: er hilft, wenn man auf eine Antwort nicht gleich kommt und lässt generell Zeit zum Überlegen. Ich hatte das Gefühl, er versucht wirklich das Wissen aus einem herauszukitzeln. Das nimmt den Druck aus der Situation und beruhigt.

Empfehlung: wählt vielleicht ein Spezialthema, das er nicht schon 1000x gehört hat. Dann habt ihr möglicherweise eher die Chance selbst vorzutragen und Ideen zu entwickeln, mit denen ihr ihn überzeugen könnt.
Spezialthema 1: Attribution
Er hat mich komplett bis zum Ende vortragen lassen: ich begann mit einer Definition, wann wir Attributionen vornehmen und warum, dabei ein Satz zu Heider und zu seiner Differenzmethode,Überleitung zu Kelley, sein Modell kurz angerissen und erklärt weshalb Integration mit Weiners Modell sinnvoll ist. Verknüpfung der Modelle anhand eines Bsp. illustriert und zuletzt actor-observer-effect, seine Erklärungsansätze und was die Metaanalyse von Malle jeweils dazu ergeben hat. Hat ihm völlig genügt. Er stellte nur eine Frage:
Was sind im Modell der korrespondierenden Schlussfolgerungen die Bedingungen für eine dispositionale Attribution?
>> 5 Bedingungen, die jeweils als Hinweis auf ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal dienen: freiwilliges (1), sozial erwünschtes (2) Verhalten, das recht spezifische Effekte hervorruft (3),direkte Konsequenzen für mich hat (4) und dem ich unterstelle, dass es mich beeinflussen soll (5) (positiv wie negativ).

Spezialthema 2: Reaktanz
Ich begann meinen Vortrag mit einer Definition, erklärte wann und wie stark Reaktanz in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren auftritt und grenzte sie in diesem Zusammenhang von erlernter Hilflosigkeit ab. Da klinkte er sich ein.
1. Gibt es Situationen, in denen es sinnvoll sein kann zu glauben, dass man keine Kontrolle bzw. eine Freiheit verloren hat, egal wie sehr man sich anstrengt?
>> Kindererziehung: beispielsweise möchten Eltern Kinder davon abhalten, sich gefährlichen Situationen auszusetzen, wie etwa ohne zu gucken auf die Straße zu rennen
2. 40 Jahre später Text: Wird dort etwas zu Gruppenreaktanz gesagt?
>> Ja. Interdependente Selbstkonzepte und Phänomene wie Reaktanz empfinden, obwohl nicht die eigene Freiheit, sondern die eines Gruppenmitglieds bedroht ist, führte zu der Frage, ob es Gruppenreaktanz gibt. Erwähnte, dass Identifikation möglicherweise als Moderator wirken könnte.
3. Massenunfälle im Nebel Text: Was kann man praktisch aus den Ergebnissen ableiten?
>> erwähnte zunächst Simulatorfahrten in der Fahrschule und nach etwas Hilfestellung Schönbachs Vorschlag Nebelschlussleuchten als Orientierungshilfe einzusetzen, sodass nicht so dicht aufgefahren werden muss, wenn die Rücklichter meines Vorgängers im Nebel verschwinden.

Allgemeiner Teil:
1. Definieren Sie bitte Aggression.
>> erwähnte die allgemeine Definition und die Unterteilung in affektive und instrumentelle jeweils mit Bsp. aus dem Film ,,Der Rosenkrieg'' (gefiel ihm)
2. Was löst laut Sherif Aggression aus? (oder so ähnllich)
>> Realisic conflict: Wettbewerb um knappe Ressourcen, der Ethnozentrismus auslöst.
3. Was sagt das Minimal Group Paradigm dazu?
>> bloße Einteilung in Gruppen nach x-beliebigem Kriterium reicht eigentlich schon, um Ethnozentrismus auszulösen (Hinweise darauf ja auch in Sherifs Ferienlagerstudie). Anhand des Experiments mit Geldzuweisung erklärt, was eine minimale Gruppe ist und anhand von Social Identity Theory, warum Strategie gewählt wurde, die Differenz zwischen den Gruppen zu maximieren
4. Ist Sherifs Theorie dann falsch?
>> Nein, Konflikt um knappe Ressourcen ist nur nicht unbedingt notwendig.Minimal Group Paradigm zeigt, dass auch Kategorisierung genügt. Dennoch belegt Studie von Sherif ja aber den Erfolg seiner Methode.
5. Theorie geplanten Verhaltens im Zusammenhang mit Erwartung X Wert Modell erklären.
>> da habe ich persönliche Einstellung und subjektive Norm jeweils in ihre Bestandteile aufgetröselt, die per se ja auch eine Erwartungs- und Wertkomponente enthalten und anhand eines Bsp. erklärt.

Dann schickte er mich schon raus. Ich war erstaunt, wie schnell die Prüfung um war.
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