| Ich fand die Prüfung bei Prof. Hiller total nett. Mein Eindruck war, dass er gerne sehen möchte, dass man Details gelernt hat- wenn man die aber von sich aus schon erzählt, fragt er kaum noch gezielt nach anderen Details, die man möglicherweise nicht weiß. Es lohnt sich also tatsächlich bei jeder Frage so viel wie möglich zu erzählen! Bei der Notenvergabe zählt für ihn das Gesamtbild, kleine Unsicherheiten verzeiht er scheinbar gerne! |
Affektive Störungen: Was macht eine klinisch relevante Depression aus? Unterschied depressive Verstimmung und Major Depression. Alle Untertypen der Depression; den melancholischen Typ dann ganz genau (da scheinen Morgentief und Früherwachen von großer Bedeutung zu sein!); Abgrenezung des melancholischen Typ von anderen Subtypen. Neurobiologischer Modelle der Affektiven Störungen; welche Hirnregionen und Transmitter sind wichtig? Die 4 Hypothesen genannt, mit Verweis auf die einzelnen Psychopharmaka.
Persönlichkeitsstörungen: die 3 Cluster aufgezählt, jede Störung in 2-3 Sätzen beschrieben. Dann Borderline genauer? Was macht die Störung aus? Therapiemöglichkeiten aufzählen und eine genauer beschreiben (habe die DBT von Linhan genauer beschrieben.)Wenn man eine Therapie für Borderline entwickelt hat, anhand welcher Outcome-Maße würde man einen möglichen Therapieerfolg sehen oder auch nicht sehen können? Welche Maße wären wichtig? Suizidales und parasuizidales Verhalten, Hospitalisierung! Auf mein lautes Nachdenken, dass das allerdings schwer zu erheben wäre, meinte Herr Hiller. "Nö, man zählt einfach!" Aha. Welche Messinstrumente kann man bei Borderline benutzen? Mit SKID und den Checklisten wollte er sich nicht zufrieden geben. Bin dann nach langem Überlegen auf diesem ZAN von Zanarini gekommen. Wusste nur, dass es ein Fremdbeurteilungsverfahren ist, mit dem die DSM-IV Kriterien abgeprüft werden. Mehr wusste Herr Hiller aber glücklicherweise auch nicht- "die habe ich nur abgeschrieben!"
Essstörungen: Was ist DAS Kriterium bei Anorexie? Das Gewicht. DSM-IV Kriterien aufgezählt. Biologische Grundlagen? Er wollte auf das Modell der Mangelernährung hinaus.
Somatoforme Störungen: Was ist das? Ein Ätiologie-Modell beschreiben. Was ist das besondere? Welche Kausalattributionen sind wichtig? Kurz auf Somatisierungsstörungen und deren Therapie eingegangen. |