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Gesundheitspsychologie


Psychologie | Gesundheitspsychologie | Druckansicht10.09.2012
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Mainz
Studienfach: Psychologie
Art der Prüfung: Diplom
Prüfer: Kubiak
Prüfungsfach: Gesundheitspsychologie
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: 1-;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Ja.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Die Prüfung beginnt mit einem frei gewählten Thema, anschließend werden Fragen zu drei weiteren Themen der Gesundheitspsychologie gestellt. Die Atmosphäre ist sehr angenehm, war bisher am besten von den ganzen Diplomprüfungen. Falls man Sachen nicht weiß werden 'cues' gegeben oder Herr Kubiak erzählt was. Ich habe die Erfahrung gemacht dass es sich lohnt die Studien zu lernen um die Modelle belegen zu können, weil er häufig danach fragt. Einstiegsthema war bei mir Immunsystem, dazu habe ich Klassifikation (spezifisch/unspezifisch, humoral/zellulär), einzelnen Zelltypen (Komplementsystem, T-/B-Lymphozyten,Granulozynte, Monozyten etc. sowie verlauf der Immunreaktion (Kommunikationssystem mit Zytokinen: Interleukin I /II, Tumornekrosefaktor, Interferen alpha und beta) dargelegt. Zu den ganzen Details hat er keine Fragen gestellt, ist dann auf Konditionierung der Immunreaktion gekommen (Wie macht man das?), dazu habe ich Ader&Cohen-Experiment erklärt mit dem Saccharin und Immunsuppressivum, auch das Experiment mit diskriminanten Lernen auf NK-Zellen erklärt. "Gibt es das auch bei Menschen?" Dazu ist mir nichts eingefallen, er wollte die Kirschbaum-Studie hören. "Autoimmunerkrankungen unterscheidet man in erworben und iatrogen, können sie dazu etwas sagen?" erworben: AIDS , iatrogen (vom Arzt verursacht) bei Gabe von Immunsuppressiva nach Organtransplantationen. "Wo ist der Unterschied AIDS und HIV?" HIV = Virus, AIDS = phänomenologisch auftretende Syndrom nach Inkubationszeit. "Diagnostik von AIDS?" -> Nachweis niedrigerer CD4 T-Zellen, indirekte Messung. Thema Methoden: "Welche Untersuchungsdesigns gibt es um Risikofaktoren ausfindig zu machen?" retrospektive und prospektive Studien. "Wie bekommt man das raus und was macht man dort?" retrospektiv: zwei Gruppen werden anhand eines bereits vorliegenden Merkmals (Krebs/Nichtkrebs) näher untersucht (z.B. SES, Rauchen, Gewicht), prospektiv: Begleitung einer Gruppe mit Merkmal (z.B: Krebs) über die Zeit, Vergleich mit Kontrollgruppe, Vorhersage, Bestimmung von Kausalfaktoren möglich. "Kann man Risikofaktoren experimentell überprüfen?" -> am Menschen nein, ethisch nicht möglich, aber an Tiermodellen (z.B. Mäusen Zigarettenrauch aussetzen und schauen was passiert). "Welche Maße für Risikofaktoren?" Odds Ratio und Relatives Risiko erklärt. "Welche Gütekriterien für die Bewertung der Risikofaktoren?" -> Konsistenz, zeitlicher Zusammenhang, biologischer Gradient, Plausibilität etc.
Thema Gesundheitsmodelle. "Es gibt ein integratives Modell, welches ist das und warum wird es so genannt?" -> HAPA von Schwarzer, Unterscheidung von Kontinuums- und Stage-Modellen. "Welche Stadien gibt es denn dort?" intender, non-intender und noch was fällt mir gerade nicht ein. "An welches allgemeinpsychologische Modell lehnt es an?" -> Rubin-Modell von Heckhausen und Gollwitzer, motivationales und volitionales Stadium. Thema Social support: "Welche Unterteilung?" emotional, instrumentell, informational. "Welche Untersuchungsmöglichkeiten nach Schwarzer für social support?" Geber, Empfänger anschauen, als Beobachter beeinflusst man allerdings die Situation mit. "Welche Persönlichkeitsmerkmale sind für social support förderlich?" Big Five mit Agreeableness und Unterfacetten Wärme und Kontaktfreud von Extraversion als förderlich, Unterfacette Feindseligkeit von Neurotizismus als negativ für social support. "Wie kann social support noch entstehen?" Zugehörigkeit zu Gruppen wie Sport, Kirche, Fußball (keine Garantie). Dann war die Zeit schon um.
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