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Allgemeine Geologie - Exogene Dynamik


Geologie | Allgemeine Geologie - Exogene Dynamik | Druckansicht29.09.2000
Art der Hochschule: Universität
Prüfungsort: Tübingen
Studienfach: Geologie
Art der Prüfung: Vordiplom
Prüfer: Prof. Dr. H.-P. Luterbacher
Prüfungsfach: Allgemeine Geologie - Exogene Dynamik
Dauer der Prüfung: 20-30 Minuten
Note: 1;
Konntest du mit einem selbst gewählten Thema beginnen? Nein.
Versucht der Prüfer bei Schwierigkeiten zu helfen? Ja.

  • Prüfungsablauf
  • Tipps
Prüfungsfragen
Verwendete Zeit zum Lernen: ca. 2 Wochen, ca. 5 Stunden pro Tag, 2* in der Gesteinssammlung geübt, 2* mit anderen VD-Kandidaten gelernt.

Verwendete Literatur: Press, Frank und Raymond Siever (1995): Allgemeine Geologie. - Heidelberg

Kölbl-Ebert, Martina (1999): Gesteinskunde. Skript für die Übungen zur allgemeinen Geologie am Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Tübingen. Band 1. - Tübingen

Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (1998): Geologische Schulkarte von Baden-Württemberg 1:1 000 000. Erläuterungen. - Freiburg im Breisgau

Luterbacher, Hans-Peter: Skript zur Vorlesung: Allgemeine Geologie - Exogene Dynamik. - Tübingen

Prüfungsatmosphäre Sehr entspannt. Man hat eher das Gefühl, an einem netten Gespräch teilzunehmen, als an einer Prüfung. Die Fragen wurden sehr offen gestellt, so dass man viel Freiraum hatte, das zum Thema zu erzählen, was man weiss. Eine neue Frage vom Prüfer kam erst, wenn man nichts mehr zum Thema sagte. Wenn man sich mal auf dem Holzweg befindet mit einer Antwort, wird man schnell und freundlich darauf hingewiesen.
Wo kommen sie denn her? Stuttgart.

Welche geologische Schicht ist dort an der Oberfläche? Keuper.

Wann ist diese Schicht entstanden? Im Trias.

Welche Schichten gibt es im Trias sonst noch? Buntsandstein und Muschelkalk.

Im Muschelkalk gibt es eine Evaporationsabfolge. Wie sieht diese aus? Kalkstein -> Dolomit -> Gips -> Anhydrit -> Steinsalz -> Edelsalze

Was ist der Unterschied zwischen Kalkstein und Dolomit? Dolomit ist meistens diagenetisch veränderter Kalkstein, in dem durch diagenetische Reaktion Ca durch Mg ersetzt wurde. Dolomit ist härter und dichter als Kalkstein, oft ist er gelblich und zuckerkörnig.

Was ist der Unterschied zwischen Gips und Anhydrit? Anhydrit ist dehydrierter Gips. Er ist härter als Gips, allerdings ist er nicht stabil, d.h. wenn er mit Wasser in Berührung kommt, wandelt er sich wieder in Gips um -> starke Volumenzunahme.

1. Handstück: Andesit (porphyrisch, dicht, Einsprenglinge von Hornblende/Pyroxen)

Wo kommt Andesit vor? vulkanisches Subalkali-Gestein, das über Subduktionszonen entsteht.

Wie sehen die tektonischen Vorgänge an Subduktionszonen aus? Die ozeanische Platte taucht unter der kontinentalen Platte ab. Die ozeanische Platte wird durch Temperaturerhöhung dehydriert, die fluide Phase steigt nach auf und senkt im darüberliegenden Gestein der kontinentalen Kruste die Schmelztemperatur -> es bilden sich Magmen, die zur aufsteigen und entweder unter der Oberfläche zu Plutonen erstarren oder an die Oberfläche dringen und dort Vulkanite bilden.

Welches ist das plutonitische Gegenstück zum Andesit? Diorit.

2. Handstück: Kontaktmetamorphes Gestein mit ideomorphen Granaten.

Welche Metamorphosepfade gibt es und wie sind ihre Eigenschaften? Kontaktmetamorphose: p niedrig, t hoch. Regionalmetamorphose: p und t in etwa gleich. Hochdruckmetamorphose: p hoch, t niedrig.

3. Handstück: Pegmatit.

Entstehung? In diesem Fall aus Restschmelze am Ende der Kristallisationsdifferentation.

Was können sie zum Karst sagen? Karstformen: Klüfte, Höhlen, Dolinen etc.

Wie entstehen diese? Hauptsächlich durch Lösung des Kalkes durch Wasser.

Faktoren der Kalklösungsfähigkeit von Wasser? Temperatur, Druck, CO2-Gehalt.

Was ist die CCD? Calcit-Kompensations-Tiefe. Unterhalb der CCD (heute ca. 6000m) ist sämtlicher Kalk gelöst, Beginn der Lösung unterhalb der Lysokline (ca. 3500-4000m).

Welche Sedimente gibt es unterhalb der CCD? Kieselige Sedimente, z.B. Radiolarit oder Sedimente aus Diatomeen.
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