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Prinzipat


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Prinzipat (ca. 27 v.Chr. bis 284 n.Chr.) eine moderne Bezeichnung für die frühe und römische Kaiserzeit . Die Datierung beginnt mit dem Regierungsantritt Augustus als Princeps ( primus inter pares = Erster unter Gleichen ) im Jahre 27 v.Chr. Ihr Ende auf das Jahr 284 n.Chr. festgelegt mit Beginn der Regierungszeit Diokletians und dem Anfang des sogenannten Dominats . Allgemein wird mit dem Prinzipat das der römischen Republik gekennzeichnet auch wenn viele der republikanischen erhalten blieben.

Begriff

Der Begriff Prinzipat ist problematisch. Generell mit ihm die Herrschaft des Ersten Bürgers assoziiert. Konkret im Fall der römischen bedeutet dies die Regierung einer Person (den im modernen Sprachgebrauch Kaiser nennen) welche die Amtsbefugnisse der alten Magistrate in einer Hand bündelte. Nach der Vorstellung wurde Augustus in der Zeit nach verherrenden Bürgerkriegen die Obhut über den Staat Dieses Bündel von Amtsvollmachten wurde in der lex regia dem Prinzeps übertragen. Die alten Amtsposten Konsuln etc wurden nicht abgeschaft. Allerdings wurden realen Amtsbefugnisse vom Amt an sich getrennt. ließ sich die wichtigsten Amtsbefugnisse die tribunizische die militärische Gewalt übertragen. Damit wurden die römische Ordnung de facto beseitigt. Formal war Senat zwar immer noch das zentrale Organ Staates doch wurde er durch diese Maßnahmen Handlungsfähigkeit beraubt. Vor allem die Verfügungsgewalt über Militär war seiner Kontrolle die auch vorher genommen eher indirekt gewesen war entzogen. Die des Imperiums unterstanden entweder der senatorischen Kontrolle alle befriedeten Provinzen z.B. Africa und Asia) gefährdeten Grenzprovinzen jedoch dem Prinzeps (ein Sonderfalls Ägypten welches durch einen kaiserlichen Präfekten direkt wurde).

Probleme der Definition

Mit dem Prinzipat beginnt die römische die im Westen bis zum Untergang des 476 andauerte. Im Osten bestand freilich unter gewandelten Bedingungen das Kaiserreich staatsrechtlich sogar bis fort (vgl. dazu Byzantinisches Reich). Die Datierung den Beginn des Prinzipats ist relativ unproblematisch Ende hingegen kaum. So wird mit 284 der Beginn des sogenannten Dominats verbunden in dem sich das Imperium eine orientalische Despotie verwandelt haben soll (Stichwort dominus et deus = Kaiser und Gott sowie die Proskynese ) und die alten "republikanischen Freiheiten" endgültig wurden. Der Begriff Dominat ist mehrheitlich im deutschen Raum anzutreffen. impliziert eine Bewertung die sehr subjektiv ist. viele der kritisierten Entwicklungen waren bereits im Prinzipat zu erkennen. Auch die vergöttlichende Titulatur bereits vorher auf. In der modernen Forschung der Begriff Dominat auch kaum noch vorhanden. Es wird vom spätrömischen Reich gesprochen (siehe Spätantike ).

Siehe auch Dominat .

Literatur

  • Klaus Bringmann und Thomas Schäfer: Augustus die Begründung des römischen Kaisertums Berlin 2001. Einführung und Studienbuch.
  • Karl Christ: Geschichte der Römischen Kaiserzeit Auflage München 2002. Umfangreiche und gleichzeitig beste deutschsprachige Gesamtdarstellung der bis Konstantin dem Großen. Es finden sich auch weitere Literaturangaben.




Bücher zum Thema Prinzipat

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