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Wiedervereinigung = ein Segen für die alten Bundesländer !
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wiedervereinigung = ein Segen für die alten Bundesländer !
 
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Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 05:07:38    Titel: Wiedervereinigung = ein Segen für die alten Bundesländer !

1) Die Wiedervereinigung war ja eine elegante Maßnahme, um die Staatsverschuldung der BRD, und damit die Belastung der Bewohner der alten Bundesländer, zu verringern. Die damaligen über 1 Billion DM Staatsschulden gingen ja anteilig auf die ehemaligen DDR-Bürger über, so daß jeder von ihnen über Nacht 13000 DM Staatssschulden mitzutragen hatte. Das ist doch ziemlich viel im Vergleich zu den 50 DM Begrüßungsgeld, das jeder von ihnen bekommen hat, oder ? Wink

2) Das ehemalige Staatseigentum der DDR (an Betrieben, Grundstücken usw.) wurde ja privatisiert. 95 % davon gingen allerdings an Erwerber aus den alten Bundesländern, die hier wiederum Nutznießer der Wiedervereinigung waren.

3) Quelle wikipedia:
"Der durchschnittliche Gewinn, den die alten Bundesländer seit dem Beitritt in den Neuen Ländern erzielten („Vereinigungsgewinn“), beträgt nach Angaben des statistischen Bundesamts rund 100 Milliarden Euro pro Jahr, also bis 2003 etwa 1300 Milliarden Euro."
Dies entspricht etwa den staatlichen jährlichen Transferzahlungen in die neuen Bundesländer (die übrigens auch die Ossis anteilig zurückzahlen müssen).

Im Klartext: Die Gewinner der Wiedervereinigung sitzen ganz klar in den alten Bundesländern, sie sind aber nicht identisch mit denen, die die Lasten zu tragen haben !
questionable_content
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 3934

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 07:44:55    Titel:

Du hast es - offensichtlich u.a. dank einseitiger, "verlässlicher" Quellen und unter Missachtung wirtschaftlicher Lage der DDR sowie weiterer wichtiger Faktoren - erkannt! Großes Lob.
lebowski
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 388
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 08:58:53    Titel: Re: Wiedervereinigung = ein Segen für die alten Bundesländer

Der_Neugierige hat folgendes geschrieben:
1) Die Wiedervereinigung war ja eine elegante Maßnahme, um die Staatsverschuldung der BRD, und damit die Belastung der Bewohner der alten Bundesländer, zu verringern. Die damaligen über 1 Billion DM Staatsschulden gingen ja anteilig auf die ehemaligen DDR-Bürger über, so daß jeder von ihnen über Nacht 13000 DM Staatssschulden mitzutragen hatte.
demnach wäre es ja eine elegante maßnahme einfach überbevölkerte asiatische länder in die bundesrepublik aufzunehmen.
aber insgesammt werden die schulden ja dadurch nicht weniger. von daher bringt das imho nichts.

@questionable_content: imho kein sachbeitrag.
questionable_content
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 3934

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 09:47:24    Titel: Re: Wiedervereinigung = ein Segen für die alten Bundesländer

lebowski hat folgendes geschrieben:
Der_Neugierige hat folgendes geschrieben:
1) Die Wiedervereinigung war ja eine elegante Maßnahme, um die Staatsverschuldung der BRD, und damit die Belastung der Bewohner der alten Bundesländer, zu verringern. Die damaligen über 1 Billion DM Staatsschulden gingen ja anteilig auf die ehemaligen DDR-Bürger über, so daß jeder von ihnen über Nacht 13000 DM Staatssschulden mitzutragen hatte.
demnach wäre es ja eine elegante maßnahme einfach überbevölkerte asiatische länder in die bundesrepublik aufzunehmen.
aber insgesammt werden die schulden ja dadurch nicht weniger. von daher bringt das imho nichts.

@questionable_content: imho kein sachbeitrag.


Manche Absurditäten sind ohne einer gewissen ironischen Pointe gar nicht zu beantworten. Der Sachinhalt ist jedoch durchaus beim genauen Durchlesen auffindbar.
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 11:17:04    Titel:

lebowski hat folgendes geschrieben:
Der_Neugierige hat folgendes geschrieben:
1) Die Wiedervereinigung war ja eine elegante Maßnahme, um die Staatsverschuldung der BRD, und damit die Belastung der Bewohner der alten Bundesländer, zu verringern. Die damaligen über 1 Billion DM Staatsschulden gingen ja anteilig auf die ehemaligen DDR-Bürger über, so daß jeder von ihnen über Nacht 13000 DM Staatssschulden mitzutragen hatte.
demnach wäre es ja eine elegante maßnahm[e einfach überbevölkerte asiatische länder in die bundesrepublik aufzunehmen.
aber insgesammt werden die schulden ja dadurch nicht weniger. von daher bringt das imho nichts.

@questionable_content: imho kein sachbeitrag.

Mein Punkt war der, daß durch die zwangsläufige anteilige Schuldenübernahme durch die Bewohner der neuen Bundesländer die Schuldenlast in den alten Bundesländern geringer wurde. Oder anders gesagt: Die Ossis müssen Schulden zurückzahlen, die nicht sie selbst, sondern die Wessis aufgenommen haben, vor dem Anschluß der DDR.
Das gleiche würde passieren, wenn man, wie du vorschlägst, ein asiatisches Land in die Bundesrepublik aufnimmt.
Das Ganze macht wirtschaftspolitisch natürlich nur dann Sinn, wenn man diesen neuen Bundesbürgern eine gewisse Geldmenge zum Konsumieren alt-bundesdeutscher Produkte zur Verfügung stellt und deren Wirtschaft soweit fördert, daß sie die ihnen übertragenen SChulden auch zurückzahlen können.
Der Anschluß der DDR insgesamt war ja kein Verlustgeschäft, im Gegenteil. Allerdings sind die Gewinner (alt-bundesdeutsche Unternehmen, die jetzt einen größeren Absatzmarkt haben) und die Verlierer (alle Steuerzahler) nicht identisch.
Nutz
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Anmeldungsdatum: 05.08.2005
Beiträge: 2093

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 16:32:49    Titel:

Das wäre so vielleicht stimmig wenn man der DDR die Zeit gelassen hätte vom Schwellenland zum Industrieland zu wachsen.

Durch das überstülpen des auf eine starke Wirtschaft ausgerichteten Gesetzeswerks einer Wirtschaftsmacht wie der BRD über die schwachen Strukturen der DDR wurde dies allerdings verhindert.

Ich möchte doch behaupten das die Kosten dadurch recht hoch waren.
Domi1990
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Anmeldungsdatum: 23.09.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 17:08:57    Titel:

Situation nach der Wiedervereinigung:

Die Produkte des 'Westens' waren an Qualität um einiges besser als die aus dem 'Osten', da er ja den Kommunismus nicht mitmachen musste. Daher fanden die Produkte des Ostens keinen Absatz... sehr viele Firmen gingen Pleite, noch mehr Arbeiter wurden arbeitslos. Ein Großteil der heutigen Arbeitslosigkeit in Deutschland verdanken wir der Wiedervereinigung.

Dazu kommen noch die Ausgaben, die gebraucht wurden und immer noch werden, die durch den Kommunismus verursachten Schäden wieder auszubessern. Man merkt zum Beispiel auch heute noch den Unterschied von 'westlichen' Straßen im Vergleich zu den Straßen des 'Ostens'...

Ich denke als nicht, dass die Wiederverinigung wirtschaftlich sinnvoll für Gesamt-Deutschland war. Moralisch-Ethisch war sie unumgänglich.
samba1
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beiträge: 613

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 17:42:48    Titel:

Domi1990 hat folgendes geschrieben:
Situation nach der Wiedervereinigung:

Die Produkte des 'Westens' waren an Qualität um einiges besser als die aus dem 'Osten', da er ja den Kommunismus nicht mitmachen musste. Daher fanden die Produkte des Ostens keinen Absatz... sehr viele Firmen gingen Pleite, noch mehr Arbeiter wurden arbeitslos. Ein Großteil der heutigen Arbeitslosigkeit in Deutschland verdanken wir der Wiedervereinigung.

Dazu kommen noch die Ausgaben, die gebraucht wurden und immer noch werden, die durch den Kommunismus verursachten Schäden wieder auszubessern. Man merkt zum Beispiel auch heute noch den Unterschied von 'westlichen' Straßen im Vergleich zu den Straßen des 'Ostens'...

Ich denke als nicht, dass die Wiederverinigung wirtschaftlich sinnvoll für Gesamt-Deutschland war. Moralisch-Ethisch war sie unumgänglich.


Warum haben dann die Westfirmen DDR produkte im Versand verkauft? Vieles wurde dort produziert u.a. Privileg etc.
Nutz
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Anmeldungsdatum: 05.08.2005
Beiträge: 2093

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 18:03:40    Titel:

Die Firmen waren unproduktiv...

und zu deiner Aussage hätt ich gern Quellen samba...
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2006 - 21:20:24    Titel:

Das stimmt. Die brauchbaren Produkte gabs bei uns im Quellekatalog. Den Rest haben sie intern verbraucht. Info eines NVA-Soldaten, der heute Führungen durch Stasi-Bunker macht. Scheint was dran zu sein. Der Name "Privileg" fiel dort.

Gruß
Pauker
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