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"failed states" / "failing states" - Beg
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coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
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BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 12:14:20    Titel: "failed states" / "failing states" - Beg

Diese Beiträge wurden aus dem "Signapur"-Thread getrennt. Leider war es technisch nicht möglich vereinzelte Beiträge zu 'Signapur', die mitten in der Nebendiskussion gepostet wurden in den anderen Thread zu verschieben. Ich bitte um Entschuldigung und hoffe, dass die betroffenen User ihre eigenen Beiträge selbst durch copy&paste dorthin verschieben sofern es ihnen wichtig ist. (bb)


Aber um wieder ernst zu werden: Es gibt zahlreiche Länder dieser Welt, die als Autokratien klassifiziert werden könnten. Eine sehr gute Übersicht bietet der Transformation Index der Bertelsmann Stiftung (clic).

Ich stelle mir allerdings die Frage, ob eine Intervention z.B. in den failed states nicht sinnvoller wäre als in Singapur. Allerdings natürlich alles schwer vereinbar mit demokratischen Grundsätzen und politischer Machbarkeit. Vielleicht habend die anwesenden Politik-Wissenschaftler dazu tiefergehendere Informationen? Gibt es diesbezüglich in der Lehre irgendeinen Konsens?

Fragende Grüße
coffeinjunky
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 12:25:14    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:

Ich stelle mir allerdings die Frage, ob eine Intervention z.B. in den failed states nicht sinnvoller wäre als in Singapur. Allerdings natürlich alles schwer vereinbar mit demokratischen Grundsätzen und politischer Machbarkeit. Vielleicht habend die anwesenden Politik-Wissenschaftler dazu tiefergehendere Informationen? Gibt es diesbezüglich in der Lehre irgendeinen Konsens?



Die SoWi-Community verwirft im Moment das Konzept der "failed states". Man erachtet es als zu inflationär im Gebrauch und inhaltsleer Wink (genauso wie "strukturelle Gewalt", z.B. an meiner Uni sind beide Begriffe verpönt und man müsste sehr, sehr gut begründen weshalb man sie für die eigene Argumentation benutzen muss und weshalb ein anderer, spezifischerer, nicht ausreicht und treffender wäre)

Aus UN-Sicht betrachtet wäre eine Intervention schwer möglich. Dafür müsste ein Genozid vorliegen oder mindestens ein anderer Staat davon (dem "ge-failten state" betroffen sein. Das ist meistens nicht der Fall. Deshalb gilt: die souveränität des Staates muss geachtet werden.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 12:29:45    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Die SoWi-Community verwirft im Moment das Konzept der "failed states". Man erachtet es als zu inflationär im Gebrauch und inhaltsleer Wink (genauso wie "strukturelle Gewalt", z.B. an meiner Uni sind beide Begriffe verpönt und man müsste sehr, sehr gut begründen weshalb man sie für die eigene Argumentation benutzen muss und weshalb ein anderer, spezifischerer, nicht ausreicht und treffender wäre)


Interessant. Nennt man dann Länder wie Somalia dann wieder "Staat", obwohl der Begriff Staat ja irgendwie eine Art von Souveränität impliziert (d.h. für mich zumindest, dass es für Familienclans unmöglich wäre einen eigenen Staat im Staat auszurufen...)?

Nachfragende Grüße
coffeinjunky
KevinNatalie
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Anmeldungsdatum: 02.11.2006
Beiträge: 273
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 13:54:02    Titel:

NEIN
Du willst ein Land angreifen,wegen andere Sitten ???
Als nächstes willste die Türkei angreifen,weil dort die Frauen unterdrückt werden.!Oder was ist los ??

Man muss schon demokratisch dort helfen,wenn überhaupt

Jedes Land,hat seine eigende Sitten

Nein,kein Angreiffen nötig

Ich liebe den Frieden
CARNAGE
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 13:56:48    Titel:

Hab das thema flüchtig gestern gelesen wo noch unzensiert.
Wenn´s nach v2.web geht, dann müsste man auch nordkorea, parkistan und haufen andrere länder durch militärgewalt befreien.... Aber die idee is ehrlich gesagt garned so schlecht, nur korrekt in die praxis umzusetzen also .... sehr komplex Rolling Eyes Dann müsste man ebenso usa befreien vor bullengewalt, unmenschliche bedinungen im knast usw..


Zuletzt bearbeitet von CARNAGE am 13 Dez 2006 - 13:59:45, insgesamt einmal bearbeitet
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 13:58:25    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
(genauso wie "strukturelle Gewalt", z.B. an meiner Uni sind beide Begriffe verpönt und man müsste sehr, sehr gut begründen weshalb man sie für die eigene Argumentation benutzen muss und weshalb ein anderer, spezifischerer, nicht ausreicht und treffender wäre)


Davon lasse ich mich freilich nicht von der eigenen reichhaltigen Verwendung der Begriffe strukturelle und manifeste Gewalt abbringen. Aber ich würde insofern zustimmen, dass der Begriff für sich allein genommen ein sehr weitläufiges Feld absteckt, das in konkreten Fällen aus der politischen Wirklichkeit fast immer näher zu spezifizieren ist.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 13:59:54    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
[Nennt man dann Länder wie Somalia dann wieder "Staat", obwohl der Begriff Staat ja irgendwie eine Art von Souveränität impliziert (d.h. für mich zumindest, dass es für Familienclans unmöglich wäre einen eigenen Staat im Staat auszurufen...)?

Es wäre nicht nötig es "failed state" zu nennen. Präziser wäre es von schwachen staatlichen Strukturen zu sprechen, die das Territorium nicht durchdringen. Dann liegt auch die Frage nahe: Warum? Fehlende Legitimation? Innerstaatliche Konflikte?
Ein Familienclan wäre eine Art Opposition. Wieso sollte das alleine einen "failed state" ausmachen?

Für die intl. Gemeinschaft ist es zunächst auch nur wichtig, dass der Staat nach außen souverän ist - in innerstaatliche Angelegenheiten dürfen sich weder die UN noch andere einmischen (oder nur in eng begrenzten Ausnahmefällen).

"failed states" ist ein diffuser Begriff der so vieles bedeuten kann. Bei manchen Autoren steht er für "schwach ausgeprägte staatliche Strukturen" bei anderen für "konnten nicht demokratisiert werden".

Noam Chomsky hat erst kürzlich ein Buch heraus gebracht in dem er die USA als "failed state" bezeichnet - das wäre dann wohl die endgültige Überdehnung des Begriffs.

Hat hier jmd. das Buch gelesen?
KevinNatalie
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Anmeldungsdatum: 02.11.2006
Beiträge: 273
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 14:01:22    Titel:

CARNAGE hat folgendes geschrieben:
Hab das thema flüchtig gestern gelesen wo noch unzensiert.
Wenn´s nach v2.web geht, dann müsste man auch nordkorea, parkistan und haufen andrere länder durch militärgewalt befreien.... Aber die idee is ehrlich gesagt garned so schlecht, nur korrekt in die praxis umzusetzen also .... sehr komplex Rolling Eyes


warum soll man Krieg führen wegen irgendwelche Sitten ???

Neeee,jeder Krieg ist Schwachsinn.
Der erste war Schwachsinnig
und der zweite auch
Demokratisch,Diplomatisch könnte man dort was machen
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 14:07:04    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
borabora hat folgendes geschrieben:
(genauso wie "strukturelle Gewalt", z.B. an meiner Uni sind beide Begriffe verpönt und man müsste sehr, sehr gut begründen weshalb man sie für die eigene Argumentation benutzen muss und weshalb ein anderer, spezifischerer, nicht ausreicht und treffender wäre)


Davon lasse ich mich freilich nicht von der eigenen reichhaltigen Verwendung der Begriffe strukturelle und manifeste Gewalt abbringen. Aber ich würde insofern zustimmen, dass der Begriff für sich allein genommen ein sehr weitläufiges Feld absteckt, das in konkreten Fällen aus der politischen Wirklichkeit fast immer näher zu spezifizieren ist.

Wenn näher erläutert wird weshalb der Begriff notwendig erscheint wäre das auch kein Problem. Er kann als Zusammenfassung verschiedener Gewaltformen durchaus sinnvoll sein nur muss das m.E. kenntlich gemacht werden. Es gibt so viele schlechte Texte in denen, aus modegründen vielleicht?, der Begriff "strukturelle Gewalt" ständig fallengelassen wird obwohl nur eine Gewaltform gemeint ist die mit dem entsprechenden Begriff treffender bezeichnet wäre.
Mit meiner Kritik möchte ich den Begriff an sich nicht wegdiskutieren, aber unbedingt herausstellen, dass er inflationär und oft unnötigerweise gebraucht wird. Ich erinnere mich mit Freude an die Diskussionen zu Texten von Galtung.
KevinNatalie
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Anmeldungsdatum: 02.11.2006
Beiträge: 273
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 14:12:16    Titel:

Es ist immer falsch mit einer Gewalt,eine Lösung herbei zu holen
Denke an Ami und Irak
Es gibt immer andere Mittel,die auch sinnvoller sind
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