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befristete Arbeitsverträge ...
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stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 14:54:11    Titel: befristete Arbeitsverträge ...

Folgende Sachlage: jemand war über ein Jahr befristet beschäftigt, allerdings weniger als 2 Jahre, dann lief es aus - arbeitete dort nicht mehr. Es vergehen so 3 Monate und ihn wird eien für 1 Jahr befristete Arbeit (kein Befristungsgrund) angeboten.

Geht das?

Ich schwanke noch, er hat ja keine 2 Jahre durchgearbeitet, aber wenn ich das erste Arbeistverlätnis (> 1 Jahr) mit den neuen (1 Jahr) addiere, komme ich über die 2 Jahre. Wie sich die Abwesenheit im Betrieb auswirkt, weiss ich nicht - beginnt eine neue Frist von wieder 2 Jahren?

Bitte erklärt es mir möglichst einfach worauf es hier ankommt Wink


Zuletzt bearbeitet von stechus kaktus am 01 März 2007 - 15:04:54, insgesamt 2-mal bearbeitet
Peter Pan
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 127
Wohnort: Kolonia

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 15:03:17    Titel:

Das Gesetz spricht in §14 II S.3 TzBfG davon, dass eine Befristung nach S.1 nicht zulässig ist, wenn zuvor ein befristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.
Das zuvor ist als "jemals zuvor" zu verstehen.
Es spielt keine Rolle wie viel Zeit zwischen dem ersten befristeten Arbeitsverhältnis und und dem zweiten vergangen sind.

Meines Erachtens geht man von der Summe der vertraglich vereinbarten Befristung aus. Dadurch liegt eine Überschreitung der vorgegebenen zwei Jahren. Dies stellt eine unwirksame Befristung dar und die Rechtsfolge richtet sich nach § 16 TzBfG.
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 15:10:06    Titel:

Vielen Dank, wirklich super schnelle Hilfe.
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 15:27:31    Titel:

Vielleicht doch noch eine Frage wenn ich so frech sein darf.

Gilt auch bei befristeten Arbeitsverträgen diese 2 Wochen Kündigungsfrist wegen Diebstahl oder Firemschädigung etc.? Ich glaube ja, aber eine Bestätigung wäre super. Obwohl mal so unter uns nebenbei, wenn einer ein Computer oder was auch immer (also nennenswerte Sachen) gestohlen hat, ist es schon komisch ihn noch 2 Wochen unter Lohnfortzahlung! ertragen zu müssen.

Dabei war es, wenn ich nichts überlesen habe, wichtig wieviel Zeit seit Kentnissnahme vergangen ist und zwar der Kentnissnahme durch Arbeitgeber. Es waren doch auch 2 Wochen, dann verfällt quasi der Kündigungsgrund*. Denke ich da richtig?
Also wenn der Arbeitgeber weil er sich unsicher war, was er tun soll, etwas länger wartet, kann er ihn nicht mehr deswegen kündigen.
Müsste dann regulär mit 4 Wochen Frist - wie eben bei "normaler" Kündigung während befristeter Arbeit.

*- also am letzten Tag des Monats erfahren und am 15ten des folgenden gekündigt geht noch, oder kriegt der Gekündigte auch ein Tag + ?
Peter Pan
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 127
Wohnort: Kolonia

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 16:16:35    Titel:

Die in §626 erwähnten 2 Wochen sind keine Kündigungsfrist, sondern eine Ausschlussfrist.
Diese 2-wöchige Ausschlussfrist gilt auch bei einem befristeten Arbeitsvertrag.

Verstehe in diesem Zusammenhang jedoch nicht deine Frage, kannst du die mal umformulieren.
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 17:28:58    Titel:

Ja, hat aber auch nichts mit der ersten zu tun, bitte getrennt betrachten.

Also jmd. ist befristet eingestellt, klaut etwas, am 30.01 erfährt es der Chef, gibt ihn am 15ten 02 eine Kündigung zum letzten Tag des Februar (das sol lsein letzter Arbeitstag sein), wäre es so zulässig? Oder wie schnell kann er ihn da weg haben?
Peter Pan
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 127
Wohnort: Kolonia

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 17:36:36    Titel:

Also wenn am 30.01 der Chef von dem Vorfall Kenntnis erlangt, kann er ihn sofort fristlos kündigen.
Dafür müssen 1. die Voraussetzungen des §626 vorliegen und es dürfte 2. kein BetrRat bestehen.
Der Chef hat lediglich 2 Wochen Zeit die Kündigung auszusprechen. Verspätet er sich, so ist die außerdordentliche Kündigung unwirksam.
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