Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Bucerius Law School in Hamburg
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Bucerius Law School in Hamburg
 
Autor Nachricht
rayn123
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 11.04.2007
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2007 - 11:18:23    Titel:

Ich möchte doch stark bezweifeln, dass ich aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse nicht an der BLS angenommen werde. Dies wäre doch sehr bitter zumal es sich hier um meinen Vorzeige-LK handelt.

René


Zuletzt bearbeitet von rayn123 am 04 Jun 2007 - 21:51:13, insgesamt einmal bearbeitet
Netjerduai
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 228

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2007 - 13:05:27    Titel:

Ich denke, eine richtige Aussage, welche Uni jetzt die Beste ist, kann man nicht verallgemeinern.
Die Uni, in der ich studiere, war auch mal als 3. an der Spitze ABER: Bei diesen Rankings gibt es immer Variablen.
Heißt: du kannst selbst zusammenstellen, worauf es dir ankommt:
- Betreuung
- Profs
- Ausstattung etc....

Je nachdem schneiden die Unis natürlich unterschiedlich ab.

DIe BLS genießt NOCH eingen guten Ruf. Aber meines Wissens nach ist sie auch noch nicht so alt und klar, mit DEN Studiengebühren kann man ein großes Know- How finanzieren.
Ich will nicht darüber spekulieren: aber es KÖNNTE sein, dass es da so geht, wie bei Nachhilfe: man bekommt alles zig Mal erklärt, bis es auch der Dümmste verstanden hat!
Ob das dann nachher für die Berufswelt so fantastisch ist ???
BostonLegal
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2007 - 18:31:35    Titel:

Zitat:
rayn123 hat folgendes geschrieben:

Ich möchte doch stark bezweifeln, dass ich aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse nicht an der BLS angenommen werde. Dies wäre doch sehr bitter zumal es sich hier um meinen Vorzeige-LK handelt.


Na, das ist doch schön für dich.

Im Übrigen sind neben einer überdurchschnittlichen Sprachbegabung auch ganz andere Dinge für ein erfolgreiches Jurastudium erforderlich, sonst könntest du es ja auch mit einem Laberfach wie Germanistik versuchen (in Jura interessiert deine Fähigkeit, schöngeistige Aufsätze schreiben zu können, nicht die Bohne):

Logisch-analytisches Denkvermögen, Abstraktionsfähigkeit, argumentative Genauigkeit.

Selbst wenn du - wie du behauptest - einen Studienplatz bei der BLS so gut wie sicher hast, würde ich mich nicht darauf verlassen, ohne eigenes Zutun zu einem fähigen Juristen herangebildet zu werden. Ich habe selbst an der ebs - European Business School studiert (BWL, 2 Semester) und dann abgebrochen, weil mir der wissenschaftliche Anspruch gefehlt hat. Jura ist sehr viel Fleißarbeit und genau in diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer über Jahre bereit ist, sich zu "quälen" und auch ein eingeschränktes Sozialleben in Kauf nimmt, der wird Chancen haben ein Prädikatsexamen zu erreichen. M.E. ist Jura zu 75% mit Ehrgeiz zu meistern, der Rest ergibt sich durch Begabung gepaart mit Leidenschaft für die juristische Materie.

Und das Jurastudium in Heidelberg ist alles andere als elitär, nur so zur Info. Ich habe dort studiert und würde es nicht wieder tun, zumindest mit Hinblick auf die schlechte Organisation des Studiums seitens des Dekanats und die Betreuungsrelation insgesamt.

Greetz BL
J.C.Denton
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2007 - 18:40:35    Titel:

Ohne Leistung kann das überall nichts werden. Wer für eine private Hochschule viel geld bezahlt, wird später sicher nicht Beamter. Da gibt es bestimmt andere Entwicklungsmöglichkeiten, die lukrativer sind. Dort geht es dann doch um die Beziehungen.
Labus
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2007 - 18:42:07    Titel:

BostonLegal hat folgendes geschrieben:
Ich habe selbst an der ebs - European Business School studiert (BWL, 2 Semester) und dann abgebrochen, weil mir der wissenschaftliche Anspruch gefehlt hat.


Verbesser mich wenn ich falsch liege - aber weder die ebs noch die BLS haben jemals den Anspruch erhoben bzw. immer sehr deutlich gesagt, dass sie für die Praxis und nicht die Wissenschaft ausbilden wollen. Wer das möchte, Wissenschaftler werden oder möglichst wissenschaftlich zu arbeiten, der kommt wahrscheinlich um eine normale Uni nicht herum.
julchen_mainz
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 18:37:18    Titel:

Ich find es eigentlich ziemlich schade, dass im Jurastudium immer weniger rechtsdogmatische Fächer angeboten und gelehrt werden. Vor allem auch die rechtsgeschichtlichen und -philosophischen Veranstaltungen.

Ich meine, ein Jurist hat doch immer noch in unserer Gesellschaft eine große Verantwortung und auch ein relativ hohes gesellschaftliches Ansehen (ok, die Ärzte sind diesbezüglich unschlagbar). Da kann man aber doch nicht irgendwelche "Pappköpfe" als Rechtsanwälte/Richter/Staatsanwälte zulassen, die außer dem materiellen Recht rein gar nichts auf der Kante haben.

Wäre genauso, wenn man Ärzte ins Berufsleben entlässt, die zwar alles über die Heilung von Krankheiten gelernt haben, aber nicht wissen, wie man ein Patientengespräch führt oder dass der Beruf des Arztes auch mit der Beschäftigung mit dem Tod zu tun hat, genauso wie der des Anwalts mit der Auseinandersetzung mit Gerechtigkeit und "Gut und Böse".

Kann ja sein, dass ich mich irre, aber so mit Scheuklappen durchs Studium zu rasen, nur um in irgendeiner hochbezahlten Kanzlei zu landen...finde ich eher traurig, als bewundernswert.

Meine Meinung; und die Bucerius Law School scheint ja wohl genau dieses Prinzip des "Wirtschaftsanwalts" zu verfolgen.

Jura ist aber sehr viel mehr als das. Ich zB hasse Wirtschaftsrecht. Smile
broome
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 104
Wohnort: irgendwo im nirgendwo

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 19:39:40    Titel:

@julchen_mainz: du hast mit deinen aussagen sicherlich nicht unrecht.

allerdings glaube ich, dass gerade diejenigen, die eine "passion" für jura entwickeln (aufgrund deiner äußerungen zähle ich dich jetzt einfach mal dazu^^) zu guten studenten werden. imo kann man in seinem beruf nicht gut sein ohne spaß an der sache. und gerade weil sie so gut, gehören diese leute auch zu den potentiellen anwälten der großkanzleien. daher denke ich, dass sich karrierebewusstsein und "guter-jurist-sein" nicht ausschließt, sondern ergänzt.

mfg broome
ItsL
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 27.10.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2007 - 03:09:16    Titel:

Okay hier, wenn auch etwas verspätet, die Meinung von jemandem, der tatsächlich an der Law School studiert.
Zunächst einmal: Das Argument "Tunnelblick" ist absolut lächerlich. Wir legen genau so das Staatsexamen (das ja grade garantiert, dass man ebendiesen Tunnelblick nicht hat) ab, wie alle Studenten der öffentlichen Unis. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch das Argument der ausschließlichen Ausbildung zum Wirtschaftsanwalt falsch. Tatsächlich möchte die Mehrzahl meiner Kommillitonen in den Bereich NPOs oder Staatsdienst gehen.
Des weiteren ist es korrekt, dass bei Jura fast ausschließlich die Note des Staatsexamens zählt. Ich bin jedoch der Meinung, dass die BLS das Doppelprädikat wesentlich wahrscheinlicher macht. Persönliche Atmosphäre, super Ausstattung, gute Profs, Kleingruppen etc...
Zu dem Vorurteil, das auch hier anklang, man würde lediglich Wissen eingebläut bekommen, bis es der Dümmste versteht - das ist absolut falsch! Zunächst einmal studieren die Dümmsten nicht an der BLS (Auswahltest). Zweitens ist grade das Gegenteil der Fall - der Lehrplan ist in keinster Weise auf ständiges Wiederholen ausgelegt, hier wird in einem Trimester gelehrt, wozu die Öffentlichen 2 Semester brauchen.
Leider begegnet man immer wieder unbegründeten Vorurteilen gegenüber der BLS besonders von Leuten, die sich mit ihr nie in irgend einer Weise auseinandgesetzt haben. Natürlich ist die Law School nicht besser als sämtliche öffentlichen zusammen, allerdings kenne ich keine einzelne, die ihr das Wasser reichen könnte. So sind auch die Studiengebühren gerechtfertigt (siehe auch Durchschnittseinstiegseinkommen).
Zum Schluss meines langen Posts noch die Antwort auf die eigentliche Frage. Der Test, v.a. der schriftliche Teil ist tatsächlich nicht gerade einfach, jedoch bringt tagelangens Pauken auch nichts. Es werden im Grunde Methoden abgefragt, die sich nur über jahrelange Lernprozesse herausbilden. In diesem Sinne: ganz locker bleiben, das wird schon!
robelz
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2007 - 11:36:03    Titel:

ItsL hat folgendes geschrieben:
hier wird in einem Trimester gelehrt, wozu die Öffentlichen 2 Semester brauchen.

Nicht übertreiben, wir brauchen auch nur EIN Semester dafür...
Schwarze Strümpfe
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2007 - 15:19:03    Titel:

ItsL hat folgendes geschrieben:
Okay hier, wenn auch etwas verspätet, die Meinung von jemandem, der tatsächlich an der Law School studiert.
Zunächst einmal: Das Argument "Tunnelblick" ist absolut lächerlich. Wir legen genau so das Staatsexamen (das ja grade garantiert, dass man ebendiesen Tunnelblick nicht hat) ab, wie alle Studenten der öffentlichen Unis. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch das Argument der ausschließlichen Ausbildung zum Wirtschaftsanwalt falsch. Tatsächlich möchte die Mehrzahl meiner Kommillitonen in den Bereich NPOs oder Staatsdienst gehen.
Des weiteren ist es korrekt, dass bei Jura fast ausschließlich die Note des Staatsexamens zählt. Ich bin jedoch der Meinung, dass die BLS das Doppelprädikat wesentlich wahrscheinlicher macht. Persönliche Atmosphäre, super Ausstattung, gute Profs, Kleingruppen etc...
Zu dem Vorurteil, das auch hier anklang, man würde lediglich Wissen eingebläut bekommen, bis es der Dümmste versteht - das ist absolut falsch! Zunächst einmal studieren die Dümmsten nicht an der BLS (Auswahltest). Zweitens ist grade das Gegenteil der Fall - der Lehrplan ist in keinster Weise auf ständiges Wiederholen ausgelegt, hier wird in einem Trimester gelehrt, wozu die Öffentlichen 2 Semester brauchen.
Leider begegnet man immer wieder unbegründeten Vorurteilen gegenüber der BLS besonders von Leuten, die sich mit ihr nie in irgend einer Weise auseinandgesetzt haben. Natürlich ist die Law School nicht besser als sämtliche öffentlichen zusammen, allerdings kenne ich keine einzelne, die ihr das Wasser reichen könnte. So sind auch die Studiengebühren gerechtfertigt (siehe auch Durchschnittseinstiegseinkommen).
Zum Schluss meines langen Posts noch die Antwort auf die eigentliche Frage. Der Test, v.a. der schriftliche Teil ist tatsächlich nicht gerade einfach, jedoch bringt tagelangens Pauken auch nichts. Es werden im Grunde Methoden abgefragt, die sich nur über jahrelange Lernprozesse herausbilden. In diesem Sinne: ganz locker bleiben, das wird schon!


Naja, bezügl. des Tunnelblicks: als Strafrechtler hat man es in eurem Großrepetitorium schon schwer, ne?
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Bucerius Law School in Hamburg
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter
Seite 2 von 8

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum