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Hungertod und HartzIV
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dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 12:17:15    Titel:

Die Frage die ich mir gerade stelle ist:

Hätte das Amt den jungen Mann überhaupt bemerken müssen bzw. können?

Mein Bruder ist auch seit nem halben Jahr auf Arbeitssuche, aber nicht beim Amt gemeldet und wohnt noch bei meiner Mutter. Ich kenne einige Leute die sich durchschlagen und in ihrem Leben noch nie beim Amt waren, bei denen war auch noch kein besorgter Sozialarbeiter zuhause...

Und vor allem:
Bei jemandem, der bei seiner Mutter lebt, liegt die Annahme doch wohl sehr nah, das diese sich um ihn kümmert bzw. ihn zumindest nicht verrecken lässt?

Ich sehe die Gefahr der Bevormundung einfach darin, das sowas ziemlich schnell ausarten und missbraucht werden kann.
Unangenehme Staatsbürger werden dann mal eben völlig legal entmündigt und eingewiesen.
Das sind sicherlich alles Horrorvisionen, aber wenn die Freiheit erstmal einschränkbar ist und sich der Bürger dran gewöhnt hat (ist ja zu seinem Wohle), kann das ziemlich schnell gehen, das zeigt uns die Geschichte...
Ecclesiastes
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 1411

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 12:28:54    Titel:

dönis hat folgendes geschrieben:

Das sind sicherlich alles Horrorvisionen, aber wenn die Freiheit erstmal einschränkbar ist und sich der Bürger dran gewöhnt hat (ist ja zu seinem Wohle), kann das ziemlich schnell gehen, das zeigt uns die Geschichte...


Deine Sorge um die Freiheit ist ja sehr ehrenwert - ich darf aber darauf hinweisen, dass es noch andere Freiheiten gibt als die zu verhungern.

Als da wären die Freiheit von Hunger, Kälte, die Freiheit von Überwachungstaliban wie Schäuble, Zypries, Schily, die Freiheit von funkenden Pässen mit biometrischen Daten etc.

Das donnernde Pathos des Freiheitsrufes von hier vermisse ich ein wenig anderenorts.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 12:52:34    Titel:

Zitat:
Deren jedem Einzelnen ist doch jetzt schon der argwöhnische Blick der Behörden sicher. Da wird man wohl noch einen zusätzlichen Aufmerksamkeitparameter hinzufügen können.


du drückst dich hier etwas schwammig aus.
Wie soll so eine Überwachung den realisiert werden ? wie würde sich so ein Parameter zusammensetzten ?
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 12:56:33    Titel:

Ecclesiastes hat folgendes geschrieben:

Das donnernde Pathos des Freiheitsrufes von hier vermisse ich ein wenig anderenorts.


Siehste, bei dir isses genau andersherum Wink

Dem Recht nicht zu verhungern, steht die Pflicht gegenüber die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und sich darum zu kümmern, das man Hilfe erhält...

Hilflosigkeit kann niemand riechen...
Ecclesiastes
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 1411

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 12:58:18    Titel:

@ Wirtschaftsinformatiker

Wie wird denn jetzt die lückenlose Überwachung von ca. 30 Millionen Arbeitnehmern inszeniert, damit kein einziger ihrer verdienten Euros der Steuerpflicht entschlüpft?

Es ist eine Frage der Prioritäten - und des WILLENS.


Zuletzt bearbeitet von Ecclesiastes am 04 Mai 2007 - 13:02:52, insgesamt einmal bearbeitet
Ecclesiastes
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 1411

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 13:01:42    Titel:

dönis hat folgendes geschrieben:

Dem Recht nicht zu verhungern, steht die Pflicht gegenüber die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und sich darum zu kümmern, das man Hilfe erhält...


Das ist unlogisch.

Hilflosigkeit definiert sich nicht zuletzt aus dem Umstand, dass jemand nicht in der Lage ist, Hilfe für sich zu organisieren.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 13:06:43    Titel:

Zitat:
@ Wirtschaftsinformatiker

Wie wird denn jetzt die lückenlose Überwachung von Arbeitnehmern inszeniert, damit kein einziger ihrer verdienten Euros der Steuerpflicht entschlüpft?

Es ist eine Frage der Prioritäten - und des WILLENS.


noch schwammiger geht es wohl nicht.
Das ist typisch. Kritisieren ist immer einfach, aber um die konkrete Lösung sollen sich dann andere kümmern.

Was wird den beim Arbeitnehmer überwacht ? Der Arbeitgeber meldet ihn an und überweisst die Beiträge an die zuständigen Behörden.
Da kommt keiner ins Haus und fandet bei jedem nach ein paar Euro unter der Matraze.

Natürlich, der Zoll kontrolliert auch wegen Schwarzarbeit.
Aber das ist doch gut so, denn durch Schwarzarbeit werden auch die Sozialkassen belastet, außerdem könnte man die Steuern und Abgaben für alle senken, wenn weniger schwarz gearbeitet würde.
Daher soll der Staat z.b. Baustellen kontrollieren dürfen.

Aber wie soll man das bei Arbeitslosen ( oder auch allen anderen Menschen ) bewerkstelligen ? was ist, wenn ein Hilfloser sich gar nicht arbeitslos meldet ?
Sollen wir dann alle Haushalte nach schlechten Lebensbedingungen durchsuchen ?


@ecc : Was ist eigentlich dein politisches Ziel ? meinem Gefühl nach dient dieser Thread nur, für das Grundeinkommen Werbung zumachen.
Darf ich fragen, welcher Partei du am nähesten stehst ? oder gäbe es zurzeit so eine Partei nicht ?
Pauker
Moderator
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Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 18:29:40    Titel:

Ecclesiastes hat folgendes geschrieben:

Pfui.

Das ist BÖSE.

Frag mal Deinen Arbeitgeber.


Hab ich. Der war leider nicht der Ansicht, dass es nur böse ist, wenn es die Reichen machen.

Gruß
Pauker
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 18:32:52    Titel:

aloa5 hat folgendes geschrieben:
In der Tat. Gefällt mir auch gut. Warum führen wir das nicht ein? Oder haben das nicht?


Die Arbeitsagenturen können auch heute schon Hausbesuche machen, haben dazu auch einen Außendienst. Beispielsweise um das Vorhandensein von einstandspflichtigen Bedarfsgemeinschaften zu prüfen (allein die Rechtsprechung zu dieser Detailfrage füllt mehre Aktenordner).

Aber ähnlich wie die Steuerfahndung können die nicht überall sein. Zudem prüfen sie eher nach Tatbeständen, die eine Leistungskürzung rechtfertigen würden, nicht nach dem Gegenteil.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2007 - 18:59:34    Titel:

Ecclesiastes hat folgendes geschrieben:
Warum so umständlich? Man könnte, bevor Leistungen gekürzt oder gestrichen werden, eine persönliche Rücksprache obligatorisch machen. Und wenn der Leistungsempfänger nicht auftaucht, erhält er eben Besuch.


Eine dumme Rückfrage meinerseits: wie ist dies denn zur Zeit geregelt?

Fragende Grüße
coffeinjunky
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