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Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
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Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2012 - 20:32:32    Titel:

Zitat:
mit deiner Einstellung , dass es für die existenziellen Fragen ( Gott , Sinn des Lebens ) keine objektiven Lösungen gibt , kommen wir Menschen nicht weiter !!!

Also, der Welt ist es wohl ziemlich egal ob der Umstand, dass es für existentielle Fragen keine objektiven Antworten gibt, für uns Menschen zu Problemen führt.
Mit der Frage ob es solche objektiven Antworten gibt, haben sich ziemlich viele, ziemlich intelligente Menschen ziemlich lange und ziemlich intensiv beschäftigt, z.B. Kant, Gödel, Popper, Wittgenstein, Watzlawick und Gadamer, und auch wenn einige davon untereinander nicht viel voneinander hielten, kann man doch feststellen, dass aus ihren Werken hervorgeht, dass es keine objektiven Antworten auf existentielle Fragen gibt, weil dies logisch und erkenntnistheoretisch überhaupt nicht möglich ist.

Zitat:
Wenn jeder seine eigene Lösung lebt , sind wir ungefähr da , wo
wir jetzt sind - in einer katastrophalen Lage .

Hab doch mal ein bisschen Vertrauen in die Menschheit. Wir erleben heute zum ersten Mal seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte die tatsächliche Möglichkeit zur Freiheit und müssen feststellen, dass damit auch eine riesige Verantwortung nicht nur für uns selbst, sondern auch für alle anderen Menschen auf der Welt, verbunden ist. Und hinzu kommt, dass diese Freiheit ja nicht das erhoffte Paradies auf Erden ist, in dem alles so ist wie vorher nur halt irgendwie besser, keine Rückkehr in den Garten Eden wo alles beseelt ist, sondern das Erwachen auf einem kleinen Planeten der irgendwo durch ein Universum fliegt, dass uns und unseren Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten gegenüber vollkommen gleichgültig ist. Klar klammern wir uns da erstmal an das, was wir seit Jahrtausenden gewohnt sind, nämlich von anderen gesagt zu bekommen, was wir tun sollen. Und als wäre das nicht genug, fällt diese Zeit auch noch mit einem technologischen Stand zusammen, der das Ende der Welt möglich macht. Das muss man sich mal klar machen, wir wachen aus unserer Unfreiheit auf und stellen fest, dass wir bereits das letzte Zeitalter der Menschheitsgeschichte erreicht haben, denn ein weiteres Zeitalter, in dem die atomare Bedrohung nicht mehr vorhanden ist, wird es nicht geben. Natürlich kann die Welt nicht so bleiben wie sie ist, aber dass sie so ist, ist nicht allein Ausdruck eines Nicht-wollens, sondern auch eines Nicht-könnens, eines Noch-nicht-gelernt-habens.
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 11:56:29    Titel:

Hi Erzkind , dass irgendwelche Philosophen vergangener Jahrhunderte keine
Antworten für existentielle Fragen gefunden haben , ist keinerlei Grund
für uns , nicht intensivst danach zu suchen .
Mein Grundsatz : Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben ( und damit
auch den Schöpfer ) - stellt die Lösung aller existenzieller Fragen dar !!!
Das Problem dabei ist N U R : wie bringt man die Menschen dazu ?

Dein letzter Satz trifft : Dass die Welt so ist , ist nicht allein Ausdruck des
Nicht-wollens , sondern auch eines Nicht-könnens und Noch-nicht-gelernt -
habens . Wobei das Nicht-wollen der bei weitem dominierende Faktor ist !
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 18:07:24    Titel:

Zitat:
dass irgendwelche Philosophen vergangener Jahrhunderte keine
Antworten für existentielle Fragen gefunden haben , ist keinerlei Grund
für uns , nicht intensivst danach zu suchen .

Ich hab auch nicht behauptet, dass wir nicht danach suchen sollten, sondern - und ich frage mich ob du meine Beiträge überhaupt liest, wenn du mir doch einen solchen Standpunkt unterstellst - im Gegenteil, ich sagte schon mehrmals, dass ich es für sehr wichtig halte, dass man sich mit existentiellen Fragen befasst. Ich sagte lediglich, dass die Antworten, die man auf diese Fragen findet, nicht objektiv sind und es auch nicht sein können.

Zitat:
Mein Grundsatz : Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben ( und damitauch den Schöpfer ) - stellt die Lösung aller existenzieller Fragen dar !!!

Schön, dass du damit deine Antwort gefunden hast. Aber bedenke bitte, dass es auch allein deine Antwort ist und nicht die eines anderen oder gar aller anderen Menschen.
Moscha
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 225
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 18:22:56    Titel:

Ist, in letzter Konsequenz gedacht, nicht alles subjektiv?
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 18:40:17    Titel:

Zitat:
Ist, in letzter Konsequenz gedacht, nicht alles subjektiv?

Dem würde ich zustimmen. Und hinzufügen, dass der Begriff "objektive Erkenntnis" eigentlich ein Widerspruch in sich ist, denn Erkenntnis impliziert, dass es ein erkennendes Subjekt gibt; das Objekt hingegen erkennt gar nicht, sondern wird vom Subjekt erkannt.

Liebe Grüße,
Alex
Moscha
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 225
Wohnort: CH

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 18:46:58    Titel:

Erzkind hat folgendes geschrieben:
... Und hinzufügen, dass der Begriff "objektive Erkenntnis" eigentlich ein Widerspruch in sich ist, denn Erkenntnis impliziert, dass es ein erkennendes Subjekt gibt; das Objekt hingegen erkennt gar nicht, sondern wird vom Subjekt erkannt.

Wunderbar - lieben Dank für die Ergänzung!
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 18:51:19    Titel:

Hi Erzkind und auch Moscha ,
Das bestreite ich :
Die Aussage : Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben - ist für uns
Menschen allgemeingültig , auch wenn die meisten es (noch) nicht begreifen
wollen ! LG Manfred
Moscha
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 225
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 18:59:45    Titel:

Hallo manden

Was man bekämpfen muss, denke ich, ist der verbreitete und allzu wohlfeile Hang, das als den Hauptfeind zu bezeichnen, was eben jetzt ist - als wäre es immer schon die Grundform der Unterdrückung gewesen, von der man sich zu befreien hatte. Diese Vereinfachung hat allerlei gefährliche Konsequenzen: vor allem die Neigung, sich irgendeinen billigen Archaismus zurechtzulegen und imaginäre Formen vergangenen Glücks zu beschwören, das die Menschen in Wahrheit gar nicht hatten. Es liegt in diesem Hass auf die Gegenwart die Gefahr, eine vollkommen mythische Vergangenheit zum Ideal zu erheben.

(Michel Foucault)
Moscha
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 225
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 19:48:43    Titel:

Nachtrag für manden (ich war vorhin kurz abgelenkt)

manden hat folgendes geschrieben:
Mein Grundsatz : Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben ( und damit auch den Schöpfer )

Lieben? - hm, wohl eher, das Denken der Mitmenschen besetzen, die Natur und das (ewige Leben) für immer besitzen. Liebe ist nicht an Erwartungen geknüpft & frei von Bedingungen, maden. Weisst Du, irgendwie erinnerst Du mich an die Zeugen Jehovas. Wenn Zeugen Jehovas an meiner Haustür klingeln, öffne ich, lade sie auf einen Kaffee ein, höre mir an, was sie zu sagen (verkünden) haben, und sobald ich Fragen stelle, weichen sie aus oder suchen mir einen Beweis zu liefern, dass meine Fragen natürlich schon mal grundfalsch seien. Hach wie liebevoll Rolling Eyes

Die Zeugen Jehovas behaupten: Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben. So heisst auch eines ihrer Hauptlehrbücher, das mit vielen Menschen betrachtet wurde und wird und den Zweck verfolgt, möglichst viele Menschen zu Zeugen Jehovas zu machen. Die Lehre von einem Paradies auf Erden, in dem Menschen in Fleisch und Blut leben können und niemals sterben müssen, bildet das Fundament der Lehren der Zeugen Jehovas.

manden hat folgendes geschrieben:
Das Problem dabei ist N U R : wie bringt man die Menschen dazu ?

Das Zauberwort heisst dann wohl: Gehirnwäsche. Menschen mit wenig Selbstbewusstsein- und mangelndem Selbstvertrauen, sollen ja empfänglich sein Sad
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 22:47:12    Titel:

Hi Moscha , da möchte ich dagegenhalten ,
was man bekämpfen muss , ist ganz klar : der ungeheuere menschliche
EGOISMUS , der seit mindestens 5000 Jahren das Grundübel der Mensch -
heit darstellt und gerade in unserer Zeit noch zunimmt .

(Manfred Dengler)
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