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Jura und Journalismus?
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Sandra_K
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Anmeldungsdatum: 28.05.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 13:36:33    Titel: Jura und Journalismus?

Hallo ihr,

ich studiere jetzt im 4. Semester Jura, würde aber auch total gerne etwas im journalistischen Bereich machen. Eigentlich wollte ich schon immer Journalistin werden. Hatte auch total die Krise und wollte mein Jurastudium schon abbrechen, um etwas weniger "arbeitsintensives" zu studieren, nebenbei Praktika im journalistischen Bereich zu machen, um dann in den Journalismus zu gehen. Trotzdem konnte ich das Studium irgendwie nicht abbrechen, und viele Leute haben mir auch gesagt, dass ich auch mit Jura noch in den Journalismus gehen könnte. Mittlerweile kommen mir aber wieder Bedenken, da ich gar nicht weiß, wann ich denn überhaupt die Zeit finden soll für Praktika z.B. im Printbereich usw...Jura erscheint mir viel zu arbeitsintensiv (auch in den Semesterferien), um das noch mit Journalistik verknüpfen zu können...Oder soll ich doch etwas anderes studieren, oder den Traum Journalismus an den Nagel hängen??

Jetzt wollte ich hier im Forum mal nachfragen, ob vielleicht jmd von euch jemanden kennt, der beides unter einen Hut bekommt/bekommen hat? Oder ist das völlig unraelistisch? Oder hat jmd von euch selbst Erfahrungen damit gemacht?

Viele Grüße!
Sandra
Ferocity
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Anmeldungsdatum: 19.05.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Hürth

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 13:48:07    Titel:

Das würde mich auch mal interessieren, weil ich das Problem auch haben werde wenn ich mit der Schule fertig werde, nur umgekehrt, da ich neben dem Journalismus noch gern was anderes machen würde.
Was du dir aber mal überlegen kannst, ein Volontariat bei einer Zeitung zu machen, das ist gar kein schlechter Einstieg und weniger arbeitsintensiv als gleich ein ganzes Studium.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 14:15:04    Titel:

Hallo Ferocity, hallo Sandra,

ich selbst stand so in der 12. Klasse vor der Frage, ob ich Jura oder Journalismus/Germanistik studieren soll. Ich habe mich für Jura entschieden und bin sehr froh darüber.

Ich gehe davon aus, dass ihr euch für Journalismus interessiert, weil ihr gerne schreibt? Ich habe selbst mal als freier Mitarbeiter für eine Zeitung geschrieben (allerdings noch in Schulzeiten) und es hat wirklich Spaß gemacht. Aber gerade das ist es ja, was mir an Jura (v.a. am Studium) ebenso viel Spaß macht: Das Schreiben! Denn man muss ja im Grunde hauptsächlich Gutachten schreiben. Interesse an der deutschen Sprache sind meiner Ansicht nach daher eine zwingende Voraussetzung, damit man in Jura Spaß am Studieren hat. In Jura muss man im Gegensatz zu Germanistik die deutsche Sprache nicht mehr lernen, sondern man kann sie anwenden - und wenn man gerne schreibt, dann gibt es doch nichts Besseres, oder? Das Interesse am Fachgebiet ist natürlich eine ebenso notwendige Voraussetzung. Aber Krisen sind völlig normal, die hat fast jeder.

Ihr solltet auch bedenken, dass Journalismus - ohne hier ein Fach schlecht machen zu wollen - eher eine "brotlose Kunst" ist, mit der sich viele irgendwie auch als freie Mitarbeiter durchs Leben schlagen (kenne da einige) und diese Leute sind dann auch häufig frustriert, wenn ihnen freie Mitarbeiter, die es nebenher machen, "die Artikel" wegschnappen. Ich finde es daher besser, wenn man etwas anderes hauptberuflich macht und die journalistische Tätigkeit nebenher.
Mit Jura hat man zwar auch keine Job-Garantie, wie ja allseits bekannt ist, aber man hat doch etwas "Handfestes", sage ich mal, mit dem man aufgrund des weiteren Berufsfeldes wesentlich mehr Möglichkeiten hat als ein Journalist.

Es gibt ja auch die Möglichkeit an einigen jur. Fachbereichen, Medienrecht als Schwerpunkt zu wählen (z.B. in Mainz Smile ). Wäre das keine Alternative? So habt ihr ja auch die Möglichkeit, in den Journalismus reinzukommen.

Im Übrigen empfehle ich euch zu versuchen, an eine Stelle als freier Mitarbeiter bei einer Zeitung heranzukommen. Ich habe es damals als Hobby gemacht, und zeitlich dürfte das (je nach Art der Tätigkeit) kein Problem sein, da man als freier Mitarbeiter normalerweise eben keine zeitlichen Verpflichtungen hat (war bei mir jedenfalls so) - eher eine Abwechslung zum Studium, vergleichbar mit einem Nebenjob oder eben einem anderen Hobby. Ich kenne sogar einen Lehrer, der das nebenher macht. Praktikum finde ich schon problematischer, da hierbei wieder einiges an Zeit drauf geht und man in der freien Zeit ja ohnehin schon genug zu tun hat (Praktika für Jura, HA, Nacharbeiten...).
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 18:00:09    Titel:

Journalismus zu studieren wird von guten Journalisten nicht empfohlen. Ihr könnt dann schreiben, mit Medien umgehen etc.. Aber das können zu weiten Teilen auch Leute, die sich dafür interessieren, es aber nicht studieren. Vielmehr wird empfohlen sich besonderes Fachwissen mittels eines anderen Studiums (sei es PoWi, Jura, Bio, Papyrologie oder sonstwas) anzueignen und dann als Quereinsteiger in den Journalismus zu kommen.

Wenn ihr euch wirklich dafür interessiert, dann ist die einzige wirkliche Möglichkeit eine Stelle als freier Mitarbeiter bei einer Redaktion. Praktika sind nicht soooo hilfreich und ein Volontariat ist auch kein Jobgarant. Außerdem wird dafür bei den meisten auch schon ein abgeschlossenes Hochschulstudium verlangt.

Ich arbeite seit 5 Jahren bei einer Tageszeitung und wollte damals auch den journalistischen Weg einschlagen, hab es aber aus oben genannten Gründen nicht getan. Aber naja... Jura fängt ja auch mit J an. Wink
Sandra_K
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Anmeldungsdatum: 28.05.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 18:19:16    Titel:

Hallo Asterisque,

arbeitest du auch heute noch (neben deinem Jurastudium) bei einer Tageszeitung? Wenn ja, was genau machst du da, wie bist du an die Stelle gekommen, bekommst du Geld dafür und vor alem: Wie bekommst du das mit Jura zeitlich auf die Reihe? Das würde mich sehr interessieren...wäre auch mein Traum eine Stelle als freie Mitarbeiterin im Printbereich zu bekommen, nur habe ich Angst, dass ich das mit dem Studium dann zusammen nicht hinbekomme...Würde mich über ne Antwort freuen!

Gruß, Sandra
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 21:17:57    Titel:

Ich muss dich enttäuschen, ich arbeite nicht (mehr) als Schreiberling bei der Zeitung sondern lese nur noch Korrektur. Ich hab irgendwann den Zug verpasst wieder mit dem Schreiben anzufangen und jetzt komm ich bei der Redakion einfach nicht mehr zu diesem Job, weil ich da eben einen anderen hab. Confused

Aber ich weiß natürlich wie es läuft... wir haben viele Studenten und Schüler als freie Mitarbeiter. Man wird nach geschriebenen Zeilen und Fotos bezahlt. Und eigentlich ist es sehr gut mit dem Studium zu arrangieren, weil man keine festen Stunden im Monat hat, sondern alles meist recht flexibel mit dem Ressortleiter abklären kann. zB im Sport arbeiten die meisten Freien nur am Wochenende... oftmals reicht da auch Rumtelefonieren anstatt auf zig Spielen rumzuhüpfen.
Jurist0941
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 22:06:08    Titel:

Das könnte vielleicht interessant sein: Jura 2001, 495 ff.
Ferocity
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Anmeldungsdatum: 19.05.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Hürth

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 22:13:58    Titel:

Ja, das kann ich nur bestätigen. Ich studiere zwar noch nicht, schreibe als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung, aber habe viele "Kollegen" sozusagen, die Studium und ihren "Job" unter einen Hut bekommen, eben weil wir uns die Themen in der Redaktion teilen und zeitlich abstimmen können. Bin dort über ein Schülerpratikum drangekommen,wobei das aber nicht nötig ist, sondern auch so geht, Redaktionstreffen sind offen.

Welche Studiengänge oder Berufe eignen sich denn gut in Verbindung mit der journalistischen Tätigkeit?
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