Schallfeld anregen, wie vorstellen?
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ebs Full Member

 Anmeldungsdatum: 03.11.2007 Beiträge: 117
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Verfasst am: 10 Mai 2009 - 12:25:06 Titel: Re: Schallfeld anregen, wie vorstellen? |
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Schallfeld anregen - wie vorstellen?
Ein schwingender Körper (z. B. eine Geige, ein Gong oder ein Lautsprecher) gibt die mechanisch angeregten Schwingungen an das umgebende Schallfeld ab. Im Gegensatz zu elektromagnetischen Wellen ist für ihre Ausbreitung immer ein Medium in fester, flüssiger oder gasförmiger Form erforderlich. Das Schallfeld beschreibt die Schallausbreitung in einem mediumerfüllten Raum ausgehend von einer Schallquelle.
Ein Problem ist die Benennung der gehörten Lautstärke in diesem Schallfeld mit der typischen Frage:
Wieviel dB Pegel ist denn zweimal (doppelt, halb) oder dreimal so laut?
Ist mit dem üblichen Wort "Schallpegel" eigentlich der Lautstärkepegel, der Lautheitspegel, der Schalldruckpegel, der damit proportionale Spannungspegel, der Schallintensitätspegel, der Schallleistungspegel oder gar der bewertete Pegel in dBA gemeint?
Thema: Die Schall-Pegelabhängigkeit und die jeweiligen unterschiedlichen Faktoren bei Lautstärke / Lautheit, Schalldruck (Spannung) / und Schallintensität / Schallleistung.
Viele Grüße ebs
Zuletzt bearbeitet von ebs am 13 Jun 2009 - 18:58:04, insgesamt einmal bearbeitet |
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sarc Senior Member

 Anmeldungsdatum: 21.09.2006 Beiträge: 2500
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Verfasst am: 10 Mai 2009 - 14:43:43 Titel: |
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Stell dir ein gespanntes Seil vor. Da haust du jetzt in der Mitte drauf, dann fängt es an zu schwingen. Du stimmst mir sicher zu, dass die größte Amplitude in der Mitte vorherrschen wird. Jetzt haust du mal an der Seite mit gleicher Kraft drauf und schaust, wie stark das im Vergleich zum draufhauen in der Mitte schwingt. Daran dürfte man schon mal erkennen, dass die Anregung im Schwingungsbauch deutlich geschickter ist.
Und zum krönenden Abschluss versuchst du so auf das Seil zu hauen, dass sich zwar eine Schwingung ausbildet, diese an der Stelle, an der du sie angeregt hast, einen Knoten hat. Du wirst feststellen, dass dir das nicht gelingt. Wenn also die Aussage stimmt, dass akustische Schwingungen gern mal in der Raummitte nen Knoten haben... Dann ist es extrem schwierig, diese aus der Raummitte heraus anzuregen. _________________
| Photonenkopf hat folgendes geschrieben: | Das klärt zwar die Frage nach dem warum nicht, aber es hört sich gut an . |
Was glauben Sie, was in Deutschland los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist? - Volker Pispers |
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wasp Senior Member

Anmeldungsdatum: 13.01.2007 Beiträge: 997 Wohnort: Umgebung Köln
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Verfasst am: 10 Mai 2009 - 15:41:50 Titel: |
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man kann es vielleicht auch so erklären, dass wenn in der mitte der Subwoofer steht und dort ein Knoten ist, dann ist dort ja auch nichts, was angeregt werden kann (Luftmoleküle).
Schallwellen bestehen ja aus verdichteten Bereichen (Bäuche) und weniger verdichteten Bereichen (Knoten). Und dann schwingt die Membran ja sozusagen ins Leere.
Man könnte es sich ja so vorstellen, dass man eine Masse an eine Feder hängt und dann versucht die das Feder-Masse-System mit der Hand anzuregen. wenn man da den falschen Zeitpunkt erwischt, dann schießt man ins Leer und es ist wohlmöglich kontraproduktiv.
Ich weiß jetzt nicht ob ich das Problem richtig verstanden habe, aber das fiel mir jetzt spontant ein |
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ebs Full Member

 Anmeldungsdatum: 03.11.2007 Beiträge: 117
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Verfasst am: 16 Mai 2009 - 17:21:12 Titel: Raummoden sind keine stehenden Wellen bei Saiten |
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sarc und auch wasp bezeichnen bei der ersten Raummode die Stelle in der Mitte zwischen zwei Wänden als Druck-Knoten, weil an den Wänden Druck-Bäuche sein müssen. Das sehe ich auch so, wie es hier abgebildet ist:
Im Augenblick (Mitte Mai 2009) zeigt die Abbildung beim Wikipedia-Begriff "Raummoden" in der Mitte zwischen den Wänden noch einen unrichtigen Druckbauch.
Man findet genau diese Abbildung: "Stehende Wellen bei Saitenschwingungen" oft unrichtig in Lehrbüchern angegeben, wenn dort eigentlich richtig die Raummoden dargestellt sein sollten. Ein Lehrbuchautor schreibt häufig falsch vom Kollegen ab. Die erste "Raummode" muss in der Mitte einen Knoten haben. Die gleichphasige Reflexion, die von der Wand zurückkommt überlagert sich mit der hinlaufenden direkten Welle und ergibt die 6 dB Pegelanhebung dicht an der Wand.
Wer an die Wand Schallruck-Knoten zeichnet, der irrt.
Viele Grüße ebs |
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