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Wer hat Erfahrung/Fernstudium Maschinenbau an der TU Dresden
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Foren-Übersicht -> Ingenieurwissenschaften -> Wer hat Erfahrung/Fernstudium Maschinenbau an der TU Dresden
 
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Andreas-Z
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Anmeldungsdatum: 25.08.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2007 - 14:15:02    Titel:

Hallo!
Was für ein Zufall, dass ich Deine Frage gefunden hab in dem großen Netz, denn bei diesem Forum hier bin ich vorher noch nie gewesen.
Ich studiere seit WS1999 Maschinenbau als Fernstudent in Dresden und kann Dir dazu gerne was erzählen:
Grundsätzlich ist es so, dass Du da ein vollwertiges Studium absolvierst, aber die Regelstudienzeit doppelt so lange dauert.
Du schreibst mit den Direktstudenten zusammen die gleichen Klausuren und zahlst auch die gleichen Semestergebühren plus einem Zuschlag von 30 Euro oder so, was dann auf ca.96 Euro pro Semester hinausläuft.
Du musst Dir auch die gleichen Bücher kaufen wie die anderen Studenten, ausserdem gibt es oft auch günstiges, selbstproduziertes Lehrmaterial von den Dozenten, z.B. Übungsaufgaben oder Anleitungen, anhand derer man die gekauften Lehrbücher durcharbeiten kann.
Die Vorlesungen heissen "Konsultationen" und finden während der Vorlesungszeit einmal im Monat an einem Wochende statt. Das heisst, dass Du Freitags und Samstags jeweils von 7.30 Uhr bis zum Abend ziemlich auf Trab bist.
Es gibt für die Fernstudenten einige Erleichterungen, z.B. beim Praktikum reicht es, wenn Du einen technischen Job oder sowas nachweisen kannst, denn es wird davon ausgegangen, dass Du als Fernstudent ja sowieso im technischen Bereich arbeitest.
Was ich persönlich nett an dem Fernstudium finde, ist der Kreis von Leuten, mit denen ich studiere, denn Studienanfänger im Maschinenbau sind zu, ich sag mal, 90% Angehörige eines Menschenschlags, mit dem ich auf menschlicher Ebene sehr wenig anfangen kann. Beim Fernstudium sind dann eher Menschen vertreten, die etwas mehr im Leben stehen und aus den verschiedensten Gegenden und Altersgruppen kommen.
Eine andere schöne Sache an der TUD ist der DDR-Charme, der durch viele noch nicht restaurierte Räume und den Campus weht, zum Beispiel gibt es eine große Freilicht-Hochspannungs-Versuchsanlage, die aussieht, als würden jeden Moment Dr.Frankenstein und Lunochod 9 um die Ecke kommen. Sowas nervt vieleicht, wenn man immer da ist, aber so ab und zu ist das alles schön skuril.
Eine lustige Situationskomik ergab sich einmal, als ein Mitstudent aus dem tiefsten Schwabenland beim E-Technik-Praktikum eine Frage an den Dozenten stellte und dieser, nickend, mit einem sächsischen "No?" antwortete (das heisst "Ja, klar"). Mein Mitstudent fragte dann zögernd, was dass, äh, denn jetzt heißt..
Dass ich diese Anekdote hier erzähle, obwohl sie wahrscheinlich keine Sau interessiert, bringt mich auf den einen großen Nachteil des Fernstudiums: Es gibt niemanden, mit dem Du über Dein Studium reden kannst! Zumindest keine Kollegen, die es genauso betrifft wie Dich. Niemand zieht Dich mit, wenn Du sagst "ach, die Klausur schreib ich nächstes Semester..".
Ich selbst hab lange Zeit viel zu wenig fürs Studium getan und hänge immer noch im Grundstudium. Am Ende des Wintersemesters läuft meine letzte Frist für das Vordiplom ab, das heisst, im nächsten halben Jahr muss ich den Stoff für 5 Klausuren
lernen, sonst war alles umsonst, was ich bisher gemacht hab..
Und es ist echt hart! Ich glaube auch, dass das Studium in Dresden vergleichsweise anspruchsvoll ist. Wer das Grundstudium als Direktstudent in 2 Jahren durchzieht, kann nebenher garantiert nichts anderes mehr tun (vielleicht sind die ja deshalb so humorlos).
Als ich anfing, waren wir 27 Leute oder so, nach 4 Jahren war dann nur noch die Hälfte übrig.
Also überlegs Dir gut!
Schönen Gruß! Andreas
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2007 - 16:59:44    Titel:

Also ich möchte jetzt niemandem auf den Schlips treten, aber 8 Jahre für die ersten 4 Fachsemester wären für mich wohl ein eindeutiges Zeichen dafür, dass so ein Fernstudium an der TU Dresden nicht das Wahre ist...

Bei anderen Fernstudienanbietern bekommt man immerhin Studienhefte in denen das Material gut aufbereitet und sehr wahrscheinlich auch vorsortiert und auf die Klausur abgestimmt ist.

Ich würds bleiben lassen und wenn überhaupt an eine Fern-FH gehen. Die kostet zwar mehr, aber man hat laut Erfahrungsberichten zumindest ne reelle Chance in 4-5 Jahren fertig zu sein.

An der TU Dresden ist ja schon die Regelstudienzeit mit 18 Semestern, also 9 Jahren, ein absolutes Brett.
Nimmt man die übliche Studienzeit von normalen Studenten mit 13/14 Semestern und verdoppelt einfach, kommt man ja auf 13-14 Jahre Studium.

Macht das wirklich Sinn? Ich denke nicht...
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2007 - 18:17:26    Titel:

@Dönis

Das ist ein Uni-Diplom und dauert länger als bei einer FH zum Bachelor. Dann ist Teilzeit immer länger als Vollzeit. Anbieter, wo es genauso lange wie Vollzeit dauert oder kürzer, sind sicher von der Qualität nicht so toll. Da gibt es bestimmte Fern-FHs, die es so machen.
mineralwsser
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Anmeldungsdatum: 24.08.2007
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2007 - 14:49:42    Titel:

Danke Andreas-Z

schon von jemanden zu hören, der schon an der TU Dresden im fernstudium studiert. Leider habe ich kenen Technischen Beruf, dem ich nachkomme. Ich Arbeite um Geld zu verdienen als Nachtwächter in einer großen deutschen Fitnesskette. Auserdem habe ich ein hartes Krafttraining, sodass ich mich nicht um 7:00 Uhr morgens auf den Weg zur Uni machen kann und dann da noch 6-8 h sitzen und dann wieder 1h zurück fahren(allein 2h fahrzeit ist vergoldete zeit (so blöd es auch klingt))
Auserdem haben die in Berlin einen NC unter 2 und ein Prakrikum muss vorher auch absolviert werden.
In Dresden wird es nur emphohlen eines im Vorraus zu machen, damit man die Grundkentnisse sammelt. Nun war ich auf einem Technischem Gymnasium und kenne mich sowohl schon mit CAD aus und besitze auch schon ein gutes Grundwissen was Technik angeht (war mein Metalltechniklehrer doch Diplom ing. in Maschinenbau.

Man müsste ein Forum auf machen, in dem sich alle TU Dresden Fernstudenten versammeln. Um zu lernen, bzw. Fahrgemeinschaften zu bilden.

@dönis
Die TU- Dresden geht davon aus, das nebenbei noch gearbeitet wird und zwar in einem 8h job. Was ein zügiges lernen nur schwer ermöglicht. Auserdem kostet die TU Dresden gerade mal 120€ pro semester+Material(was aber nicht die Welt kostet) und nicht 480€/Monat wie zum beispiel bei der FernFachschule Darmstadt.
Auserdem kann man immer schneller als die Regelstudienzeit von 20 Semestern sein wenn man es schaft genau so zu lernen wie die normalen Studenten.



grüsse aus der Bundeshauptstadt
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2007 - 15:31:48    Titel:

Wie willst du es denn schaffen, genausoviel zu lernen wie die normalen Studenten, wenn du einen Job und ein anstrengendes Hobby hast und die Vorlesungen auch noch auf eine Studienzeit von 18 Semestern ausgelegt sind?

Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass ein Abschluss einer Fern-FH den man nach einem absehbaren Zeitraum von 4-5 Jahren noch halbwegs realistisch erreichen kann, deutlich besser ist, als ein Uni-Diplom welches man nach mindestens dem doppelten Zeitraum in der Hand hält.

Die TU Dresden bietet nämlich keine gut aufbereiteten Studienhefte und gute Betreuung an. Dort bist du, so wie ich das verstanden habe, ganz normaler Student, der eben nicht nur halb so oft zur Uni kommt. Und den man genau wie jeden anderen Studenten auch allein und auflaufen lässt...

Der Schreiber des Erfahrungsberichtes ist nach 8(!) Jahren erst im 4.(!!) Fachsemester...
Andreas-Z
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Anmeldungsdatum: 25.08.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2007 - 16:46:35    Titel:

Ich will nochmal betonen, dass es natürlich nicht an der TU Dresden und ihrem Fernstudienkonzept liegt, dass ich erst im 4.Fachsemester bin, sondern allein an mir und den Prioritäten, die ich mir selber gesetzt habe. Und dass diese Studienform einem die Freiheit gibt, die Lebensplanung so flexibel zu handhaben, kann man doch als Vorteil betrachten. (Mein Fall ist auch keinesfalls die Regel, ich musste mehrere Anträge stellen und Urlaubssemester nehmen, um das so hinzubiegen)
Auch an der Betreuung habe ich nichts auszusetzen: es gibt eine eine Arbeitsgruppe, die für die Fernstudenten zuständig ist und verschiedene Hilfestellungen anbietet.
Und natürlich ist ein Universitätsdiplom etwas anderes als ein FH- oder Bachelor-Abschluss, bei dem man eher auf die praktischen Anforderungen des Berufes trainiert wird, anstatt einen profunden Einblick in die Materie zu erlangen. Und ein bestimmter Wissensdrang mit einem Schuss Perfektionismus gehört schon dazu zur Autodidaktik.

@Mineralwasser: Naja, Nachtwächter wär doch der ideale Beruf für ein Selbststudium, und diese Wochenenden finden ja nur sieben- achtmal im Jahr statt. Und dass Du Dein Krafttraining so konsequent durchziehst, spricht auch dafür, dass Du die richtige Einstellung mitbringst. Aber Du musst Dich halt fragen, ob Du die Energie auch wirklich ohne Druck von aussen aufbringst. Mich selber habe ich in dieser Hinsicht auf jeden Fall überschätzt.
mineralwsser
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Anmeldungsdatum: 24.08.2007
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2007 - 18:00:07    Titel:

ja als nachtwächter habe ich gut 4-5 h pro schicht zeit zum lernen. was ich eigentlich auch vor hatte. und Tagsüber kann ich auch nochmal ab und zu lernen. Also soll es an Zeit nicht mangeln

also an 5-7 Jahre Studium dachte ich dann schon. Wink
Andreas-Z
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Anmeldungsdatum: 25.08.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2007 - 18:45:03    Titel:

@mineralwsser
Na hau rein!
Die internen Internetseiten vom Fernstudium Maschinenbau sind schwer zu finden, hier ist der direkte Link:
http://141.30.107.150
DI2004
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Anmeldungsdatum: 26.08.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2007 - 22:13:26    Titel:

Hallo,

ich denke auch über ein Fernstudium Maschinenbau nach.
Bei mir wär es allerdings ein Zweitstudium bzw. Aufbaustudium. Ich
habe bereits ien Diplom im Maschinenbau, würde aber noch eine andere Vertiefung studieren.
Also quasi das ganze Hauptstudium. Kann mir jemand sagen, wie es sich dann mit den Kosten verhält ?
Sachsen langt doch beim Zweitstudium ordentlich hin, oder ?
Hab da mal was gehört. Weiß einer näheres ?
Serenitatis
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Anmeldungsdatum: 06.07.2005
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 09 Jun 2009 - 20:48:52    Titel:

Hallo


Die haben ja echt interessante Studiengänge.
Ich hab gelesen die beiden Hochschulen haben ihren Namen gewechselt.

Da muss ich jetzt mal ne doofe Frage stellen Rolling Eyes :

Sind das jetzt noch Fachhochschulen oder sind dir jetzt als Universität wie z.B. Dresten anerkannt?



Ich hatte nämlich auch vor mich in den Weiterführenden Studiengang Maschinenbau an der TU Dresen einzuschreiben, konnte mich aber noch nicht für einen Schwerpunkt entscheiden.
Wichtig ist mir das es ein Uni-Abschluss ist, Diplom oder Master ist nicht so wichtig Hauptsache Uni.

Zu Dresden hab ich auch noch ne Frage:

Weiter vorn wurde geschrieben:
Zitat:
- Sehr flexibles Zeitregime (wer bummelt kann sich 8 Jahre für das
Grundstudium Zeit lassen, manche ziehen das in 2-3 Jahren durch),
daher mehr Freizeit


Mich würde es interessieren ob es möglich ist das Fern-Aufbaustudium von 8 Semestern zu verkürzen, indem man z.B. Klausuren oder Module vorzieht ohne ins Direktstudium zu wechseln.

Kennt sich jemand damit aus?
Gibt es hier jemanden der den Schwerpunkt Energietechnik studiert?
Wenn ja würd ich gern wissen ob auch die regenerativen Energien behandelt werden. Im Netz steht nur was von Wärmepumpen.


Cu Sere
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