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Immer weniger Ingenieure in Deutschland?
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Immortal
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Anmeldungsdatum: 26.03.2007
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 21:25:33    Titel:

Matze1987 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Bin übrigends auch Elektriker.
Nächstes Jahr Techniker und hoffentlich in 4+x Jahren Bachelor


Nur mal so - warum erst Techniker und dann Bachelor? Ist das nicht ordentlich Zeit- und Geldverschwendung?





Weil ich dadurch erst die FHR bekomme, ausserdem wirds bezahlt...

Die FOS wär nach der Ausbildung zwar nur 1 Jahr gegangen, aber so kann ich im moment Geld ansparen, und hab eine weitere Qualifikation in der Tasche, falls das Studium mich dann doch überfordern sollte.

Ich denke das wird sich lohnen, finanziell vielleicht nicht, ( ich weiss nicht wie signifikant höher Ings bezahlt werden, aber als Techniker kann man auch weit kommen + der Verdienstausfall der Studiumjahre dazugerechnet) aber wie Dönis schon erwähnte: es kommt nicht nur aufs Geld an.
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 21:49:23    Titel:

Zitat:
Oder ihr geht mal in ein Kraftwerk oder Industrieanlage und fragt ganz freundlich ob ihr mal durch die Kriechschächte krabbeln dürft. Eventuell gibt man euch ja sogar ne schöne dicke Kupferleitung (ich denke da so an 4x95mm²), die ihr gleich durchziehen könnt.


Was ähnliches habe ich im Praktikum auch schon gemacht, nur dann in einer Granulationsanlage mit ekelhaft beißendem Staub der auch noch explosionsgefährdet ist und wo man keine Elektrogeräte benutzen darf.

Wie gesagt - ein Ingenieur hat da schon oft ein weitaus angenehmeres Arbeitsfeld. Vor allem in großen Unternehmen ist es so, dass man ohne Studium nie aus dem Tarif rauskommt. Ingenieure steigen zum Teil schon außertariflich ein und haben dadurch große Privilegien, z.B. flexiblere und weniger kontrollierte Arbeitszeiten und mehr Gehalt. Sie dürfen zwar ihre Kontrollrunden durch die Industrieanlagen machen, Projekte abarbeiten und berechnungen anstellen, aber die Dreckarbeit machen meist die anderen.
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 12:03:34    Titel:

Der Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen und technischen Berufen ist nach Untersuchungen vom IDW Köln besonders schlimm. Dadurch können viele Stellen nicht besezt werden und es bleibt ein Verlust an Produktivität.

http://www.bildungsspiegel.de/aktuelles/fachkraeftemangel-hinweise-auf-mangel-an-technischen-qualifikationen-verdichten.html?Itemid=262
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 12:50:55    Titel:

J.C.Denton hat folgendes geschrieben:
Der Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen und technischen Berufen ist nach Untersuchungen vom IDW Köln besonders schlimm. Dadurch können viele Stellen nicht besezt werden und es bleibt ein Verlust an Produktivität.

http://www.bildungsspiegel.de/aktuelles/fachkraeftemangel-hinweise-auf-mangel-an-technischen-qualifikationen-verdichten.html?Itemid=262



Tja,

das haben wir doch auch unserer tollen Regierung zu verdanken, dass gerade auch im Verhältnis zu anderen Ländern zu wenige Leute studieren.

Ich finds irgendwie lächerlich.
Erst behaupten und sogar im Koalitionsvertrag festzulegen, dass es bessere Voraussetzungen für Studenten, gerade aus sozial schwächeren Familien, geben soll....und dann bisher nur das Gegenteil erreicht.

Ob Studiengebühren, Kürzung der Bezugsdauer von Kindergeld, und und und...gerade das hindert doch sozial schwächere daran, ein Studium zu beginnen.
Aber auf eine Anpassung des Bafögs an die Inflation...ja, darauf darf man dann wieder zu lange warten.

Aber was solls...wir können doch immer noch die Zuwanderungsbedingungen lockern und Fachkräfte ausm Ausland holen.
Ist eh billiger als deutsche Fachkräfte auszubilden... Rolling Eyes
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 12:54:40    Titel:

Das BaFöG soll doch demnächst angehoben werden, wenn ich mich recht entsinne (das erste mal seit 5 Jahren)...

Cyrix
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 14:49:18    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Das BaFöG soll doch demnächst angehoben werden, wenn ich mich recht entsinne (das erste mal seit 5 Jahren)...

Cyrix


Ja,

es wurde aber von vielen Stellen gefordert, dass eine Anhebung des Bafögs sogar zum WS 07/08 mehr als überfällig sei.
Das wurde dann aber erstmal auf nächstes Jahr vertagt und selbst da ist noch nichts sicher.

Stattdessen wird darüber diskutiert, die Einkommensgrenze für Einwanderer drastisch zu senken, um die schlampige Bildungspolitik der letzten Jahre zu kompensieren.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 14:58:39    Titel:

Ganz so einfach sollte man es sich dann doch nicht machen und es aufs Bafög und Studiengebühren schieben.

Denn welches Studienfach bietet denn bessere Zukunftsperspektiven? Fächer, die außerordentlich maue Aussichten bieten sind hingegen völlig überlaufen. Und das trotz Gebühren, wenig Bafög und allerlei anderer Kosten.
Ich glaube daher kaum, dass die Zahl der Ingenieursstudenten wesentlich steigt, wenn das Bafög erhöht wird...

Ich habs schon so oft gesagt:

Wenn die derzeitigen Zukunftsaussichten, die ein halbwegs gut abgeschlossenes Ingenieursstudium bietet, nicht Anreiz genug ist, dann kann sich die Politik oder die Wirtschaft auf den Kopf stellen.
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 15:43:25    Titel:

Nun,

ich muss dir natürlich zum Teil Recht geben.

Jedoch habe ich im Bekanntenkreis genug schlaue Köpfe, die gut für ein Ingenieursstudium geeignet wären, es sich aber nur schwer bzw. garnicht leisten können, da sie aus sozial recht schwachen Familien kommen.
Die machen dann lieber ne Ausbildung.

Nun zum Thema Verteilung der Studenten auf die entsprechenden Fächer:

Tja, dagegen ist nun politisch wirklich schwer vorzugehen.
Aber andere Länder, aus denen wir z.Bsp. Fachkräfte "importieren" haben dieses Problem ja scheinbar nicht.
Dort gibt es ja auch zu Hauf Ingenieure und Naturwissenschaftler und nicht nur Geisteswissenschaftler.

Ich glaube kaum, dass sich gerade hier und ausschließlich hier die Geisteswissenschaftler ansammeln.
Es wäre ja erstmal zu klären, warum nur wenige Leute ein technisches Studium absolvieren.

Es kann ja nicht sein, dass die meisten kein technisches Fach studieren wollen, nur weil dort der Mathe und Physik-Anteil so hoch ist!?

Vielleicht kann man von der Politik aus anreize schaffen, ein entsprechendes Ingenieurstudium anzugehen bzw. zu absolvieren.
Evtl. in dem man sagt, dass jeder, der ein Ingenieursstudium beginnt die Bafög- oder Studiengebührenschulden für die Zeit des Grundstudiums erlassen bekommt oder ähnliches.
Ich denke, dass viele, die eigentlich ein Ingenieursstudium bevorzugen würden, einfach der Gedanke da steht, dass sie es eh nicht schaffen wegen Mathe und Physik und sich dann denken, dass sie es lieber lassen bevor sie nachher mit einem Berg voll Schulden und ohne Abschluss da stehen.
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 15:44:01    Titel:

Man muss aber auch sagen, dass die Studienanfängerzahlen in Ingenieurswissenschaftlichen Bereichen, wohl auch aufgrund der Medienpropaganda wieder ansteigen. Unser Professor sagte auch neulich, er freue sich wieder volle Hörsääle in Mechanik zu sehen, nachdem vor ein paar Jahren noch nur vielleicht 1/3 besetzt war.

Ob unsere Probleme nur am Bafög und den Studiengebühren liegen, wage ich zu bezweifeln. Im Gegensatz zu dem Mehrwert einer solchen Ausbildung und dem dazu später höheren Gehalt sind die Kosten nicht besonders hoch. In anderen Ländern gibt es viel höhere Studiengebühren und trotzdem andere Probleme als hierzulande. Aktuell steigen doch auch die Studentenzahlen bei uns, trotz Studiengebühren, oder? Ich behaupte, 500 Euro sind für ein ganzes Semester an einer Universität nahezu lächerlich, das doppelte hat man später pro Monat mehr mindestens mehr raus, je nach Studiengang, als ein "einfacher" Arbeiter.

Vielleicht sollten die Unternehmen auch aktiver werden, wenn sie mehr Arbeitskräfte in bestimmten Gebieten brauchen, durch duale Ausbildung, Stipendien und andere Unterstützung- ich bin sicher, dass in dieser Richtung noch einiges unternommen wird.
Jogo
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Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 742

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 - 06:23:41    Titel:

Gottesschaf hat folgendes geschrieben:
Interessant finde ich nur die Berichte, das bei Bauingenieuren in den letzten Jahren so wenig Leute eingeschrieben sind, das auf kurze Sicht ein Engpass kommen soll. Stimmt das in etwa?


Bislang gibt es quasi für die Bauings kaum Möglichkeiten. Seit dem Zusammenbruch der großen Bauunternehmen (Holzmann usw.) ist der Markt weiterhin rückläufig. Durch die Abschaffung der Eigenheimzulage sieht es sogar noch dunkler aus. Viele Mittelständler lagern ihre Mitarbeiter lieber aus, bspw. zu Ich-AG´s, wovon auch Bauings betroffen sind. Ein Planer arbeitet dann meist auf Honorarbasis als Freiberufler.
Ein Freund hatte Bauing studiert - nix bekommen - dann Architektur studiert und schliesst nun seinen Master ab um seine Chancen zu verbessern.

Mein Fazit, solange es diesen Preisverfall im Bau gibt und ost- sowie südeuropäische Kleinstfirmen an den europäischen Ausschreibungen sich grenzenlos beteiligen können, hat die Branche hierzulande nur geringe Perspektiven.
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