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Chancen als internationaler Jurist zu arbeiten
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Chancen als internationaler Jurist zu arbeiten
 
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Giraffentoast
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Anmeldungsdatum: 01.01.2007
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 09 Dez 2007 - 23:19:49    Titel: Chancen als internationaler Jurist zu arbeiten

Ich interessiere mich neben Politik besonders für Jura. Jedoch schwebt mir nicht unbedingt die normale Tätigekeit als Anwalt vor, besonders, weil ich mir dort weniger Chancen ausrechne später im Ausland arbeiten zu können. Internationalität ist mir sehr wichtig.

So bin ich nun auf den neuen Studiengang "Law in Context" in Dresden gestoßen, der neben den normalen Jura-Fächern sich ab dem ersten Semester mit Umweltrecht, Technikrecht und Europarecht beschäftigt. Im Master könnte ich mich ja dann auf beispielsweise Umweltrecht spezialisieren.

Nun wurde mir aber der Floh ins Ohr gesetzt, dass Juristen, die auf Staatsexamen besser ausgebildet seien, als diejenigen die nen Bachelor + Master machen und mir deshalb auf dem Arbeitsmarkt bevorzugt werden würden.

Eine Anmerkung noch: Mein Traum wär es später einmal in Asien zu arbeiten, wobei ich ein wenig Schiss vor Sinologie hab^^
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 09 Dez 2007 - 23:29:46    Titel:

Ich fürchte, es wird sehr schwierig, dazu eine vernünftige Auskunft zu bekommen. Die Seligkeit der Juristen hängt nämlich an der Bezeichnung Staatsexamen, so dass keiner zugeben wird, dass man auch in einem Studiengang, der anders heißt, was lernen wird. Die Frage ist halt, ob diese Schwerpunkte wirklich was bringe und ob das entscheidende nicht eine gute Einführung in die juristische Methode ist, die es bei einem Bachelor/Master natürlich genauso geben kann. Wenn ich mir z. B. BWL anschaue, gibt es da zahlreiche "internationale" Studiengänge, die oft aber nur BWL+Sprachkurs sind. Ist die Frage, ob das bei den Juristen nicht ähnlich ist, also das gleiche in schicker Verpackung. Und vielleicht kann man die gleichen Schwerpunkte auch im normalen Jura-Studium machen.
Ich verschiebe das trotzdem mal zu Jura, auch wenn dort bestimmt nur "was nicht Staatsexamen heißt, kann nichts taugen" und "Volljuristen sind Götter, alle anderen Idioten"-Kommentare kommen (Juristen, ihr habt die Chance, mich Lügen zu strafen).
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 09 Dez 2007 - 23:35:17    Titel:

quatsch hat folgendes geschrieben:

Ich verschiebe das trotzdem mal zu Jura, auch wenn dort bestimmt nur "was nicht Staatsexamen heißt, kann nichts taugen" und "Volljuristen sind Götter, alle anderen Idioten"-Kommentare kommen (Juristen, ihr habt die Chance, mich Lügen zu strafen).


Nein, da hast du völlig Recht. Es gibt nur einen Abschluss und der heißt Staatsexamen, und du sollst keine anderen Abschlüsse neben ihm haben.
Sehen wir's mal realistisch, wer ernsthaft Jura betreiben will, braucht das Staatsexamen. Alles andere ist nur Kindergarten.
Giraffentoast
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Anmeldungsdatum: 01.01.2007
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 09 Dez 2007 - 23:54:50    Titel:

nur so nebenbei, nach dem Master kann man immer noch ein Staatsexamen machen... Wink
Kslaughter
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Anmeldungsdatum: 24.09.2007
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2007 - 00:14:17    Titel:

Giraffentoast hat folgendes geschrieben:
nur so nebenbei, nach dem Master kann man immer noch ein Staatsexamen machen... Wink


Das ist uns wohl bewusst, aber der Sinn dahinter ist wieder ein anderes Thema
Giraffentoast
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Anmeldungsdatum: 01.01.2007
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2007 - 00:18:44    Titel:

was meinst du?
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2007 - 00:22:23    Titel:

Giraffentoast hat folgendes geschrieben:
nur so nebenbei, nach dem Master kann man immer noch ein Staatsexamen machen... Wink


Soso. Kriegt man dann Sachen aus dem Masterstudiengang angerechnet? Oder kann man etwa sofort durchstarten, ein Jahr lernen und dann Examen machen?
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2007 - 02:19:17    Titel: re

Ahoi!

Zitat:

Nun wurde mir aber der Floh ins Ohr gesetzt, dass Juristen, die auf Staatsexamen besser ausgebildet seien


Aber, aber, so ein Unfug. Nur "Juristen mit Staatsexamen" SIND überhaupt Juristen.

Man kann auch studieren, warum die Nase ausgerechnet zwei Löcher hat. Deswegen wird man aber nicht automatisch zum Nasologen Cool

Zitat:

nur so nebenbei, nach dem Master kann man immer noch ein Staatsexamen machen...


ja. oder ohne Master. so what?

Zitat:
Kriegt man dann Sachen aus dem Masterstudiengang
angerechnet?


Also wenn du Unterschied zwischen spezialisierten Aufbaustudium und wissenschaftlichen Generalstudium kennst, kennst du auch die Antwort.

Zitat:

Oder kann man etwa sofort durchstarten, ein Jahr lernen und dann Examen machen?


also DER war gut Cool Cool


mfg
derjim

PS: pardon, wenn ich zum Zyniker werde, aber bin ich der einzige, den die allwöchentliche Anfrage vom Pennäler, der grad sein Abi gemacht hat und jetzt lieber Wirtschaftskommunikationsmediadesignjura mit internationalen Schwerpunkt auf Assetcompliancesecuritisationsequitiy auf der FH Kleinkleckersdorf (natürlich University of applied sciences) studieren will, weils ja das erst 2einhalb Jahre gibt und in FTD oder Spiegel DJ-Bobo mässig ganz tolle toll gehypt, pardon, "gerankt" wurde (gerade lese ich im azur den Artikel: "So gut sind FH Juristen. Immer mehr Arbeitgeber bevorzugen das doppelte Knowhow" - was soll man dazu noch sagen? Die Artikel sind offensichtlich geschrieben um den gut zahlenden Inserenten ahnungsloses Studienvieh zuzutreiben) und deshalb viel besser als das doofe praxisferne 200 Jahre alte Staatsexamen, das heut im Internetzzeitalter kein Mensch mehr braucht, sein muss, auf die Klötzer geht?

Und wenn ihr in den "internationalen Bereich" wollt, glaubt ihr ernsthaft, die tausende Studis in Shanghai oder Indien haben ebenfalls nicht mehr drauf als solches Phrasenkloppen und politisch korrektes Gebrabbel, so das ihr bei eurem Traumarbeitgeber, dem internationalen Megakonzern mit den 6-stelligen Jahresgehältern, der um den wirklichen Wert der einzelnen Studiengänge weiß, weil er das muss (wahrscheinlich besser als die AG in Deutschland), eine ebenbürtige Chance habt!?

wahrscheinlich, in Zeiten in denen manfrau auch den Abschluss Dipl.-Schriftsteller machen kann. Wenns demnächst noch den Dipl.-Künstler gibt buddel ich mich ein. Begrifflich ist er ja in neudeutsch schon da. Man, Deutschlands Zukunft ist echt im Arsch.

PPS: Entwarnung.. so jetzt geht es wieder..der Zivi soll mich bitte wieder in meine Zelle rollen. Danke.


Rolling Eyes Cool
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2007 - 11:32:20    Titel:

Schwarze Strümpfe hat folgendes geschrieben:
quatsch hat folgendes geschrieben:

Ich verschiebe das trotzdem mal zu Jura, auch wenn dort bestimmt nur "was nicht Staatsexamen heißt, kann nichts taugen" und "Volljuristen sind Götter, alle anderen Idioten"-Kommentare kommen (Juristen, ihr habt die Chance, mich Lügen zu strafen).


Nein, da hast du völlig Recht. Es gibt nur einen Abschluss und der heißt Staatsexamen, und du sollst keine anderen Abschlüsse neben ihm haben.
Sehen wir's mal realistisch, wer ernsthaft Jura betreiben will, braucht das Staatsexamen. Alles andere ist nur Kindergarten.


Mit Staatsexamen sind deine Chancen als Jurist im Ausland bei 0. Das kennt keiner und will keiner. Das Rechtssystem ist auch ganz anders. Dort ist es eben mit Bachelor und Master, eventuell JD.
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2007 - 12:20:05    Titel: Re: re

derjim hat folgendes geschrieben:
PS: pardon, wenn ich zum Zyniker werde, aber bin ich der einzige, den die allwöchentliche Anfrage vom Pennäler, der grad sein Abi gemacht hat und jetzt lieber Wirtschaftskommunikationsmediadesignjura mit internationalen Schwerpunkt auf Assetcompliancesecuritisationsequitiy auf der FH Kleinkleckersdorf (natürlich University of applied sciences) studieren will, weils ja das erst 2einhalb Jahre gibt und in FTD oder Spiegel DJ-Bobo mässig ganz tolle toll gehypt, pardon, "gerankt" wurde (gerade lese ich im azur den Artikel: "So gut sind FH Juristen. Immer mehr Arbeitgeber bevorzugen das doppelte Knowhow" - was soll man dazu noch sagen? Die Artikel sind offensichtlich geschrieben um den gut zahlenden Inserenten ahnungsloses Studienvieh zuzutreiben) und deshalb viel besser als das doofe praxisferne 200 Jahre alte Staatsexamen, das heut im Internetzzeitalter kein Mensch mehr braucht, sein muss, auf die Klötzer geht?

Und wenn ihr in den "internationalen Bereich" wollt, glaubt ihr ernsthaft, die tausende Studis in Shanghai oder Indien haben ebenfalls nicht mehr drauf als solches Phrasenkloppen und politisch korrektes Gebrabbel, so das ihr bei eurem Traumarbeitgeber, dem internationalen Megakonzern mit den 6-stelligen Jahresgehältern, der um den wirklichen Wert der einzelnen Studiengänge weiß, weil er das muss (wahrscheinlich besser als die AG in Deutschland), eine ebenbürtige Chance habt!?

wahrscheinlich, in Zeiten in denen manfrau auch den Abschluss Dipl.-Schriftsteller machen kann. Wenns demnächst noch den Dipl.-Künstler gibt buddel ich mich ein. Begrifflich ist er ja in neudeutsch schon da. Man, Deutschlands Zukunft ist echt im Arsch.

PPS: Entwarnung.. so jetzt geht es wieder..der Zivi soll mich bitte wieder in meine Zelle rollen. Danke.


Rolling Eyes Cool


Kann unserem Zynismus-geplagten Vorstadt-Anwalt nur aufrichtig schmunzelnd beipflichten - selten so gelacht... Wink

Allerdings sollte man die hochschulkritische Komponente dieses Beitrags einmal etwas näher beleuchten. Es ist doch mittlerweile wirklich so, dass alle drei Wochen irgendein - idealerweise - wohlklingender, da "eingeenglischter" Bachelor-/Masterstudiengang aus dem Humus der deutschen Hochschullandschaft gestampft wird, der ungeniert für sich in Anspruch nimmt, "auf die globalisierte Wirtschaft ausgerichtet, praxisorientiert und mit hervorragenden Berufsaussichten den internationalen Führungsnachwuchs" heranzuzüchten (so, oder so ähnlich zumindest).

Schon klar, dass man an jeder FH Hintertupfingen einen "B.A. in International Management, Entertainment Law and Business Communication" (frei erfunden, aber wahrscheinlich garnicht so abwegig) erwerben kann - die Devise derartiger Studiengangsanbieter lautet doch eh wie so oft: "Erstmal ne Hochglanzbroschüre, dann die Dozenten anmieten, dann liquide Studenten an Land ziehen"; wobei die angemieteten "Dozenten" das Ganze in erster Linie eher als optische Aufwertung für ihren Briefkopf oder ihre Visitenkarte verstehen - denn ein "Prof." vor dem Namen macht sich halt einfach besser und zweimal in der Woche ne Stunde lang was über "Wertorientierte Unternehmensführung" oder "Business Reengineering" daherplaudern, lässt sich auch ganz nett mit dem nächsten Date auf der Driving Range vereinbaren.

Dass der infolge der beinahe unüberschaubaren Menge an Studiengängen - und aufgrund der vielfältigen Arbeitslosigkeitsszenarien - komplett verunsicherte Abiturient dann zwangsläufig in die Fänge derartiger Trash-Anbieter gerät, lässt sich fast schon fehlerfrei prognostizieren.

Für den frisch graduierten "internationalen Juristen" bedeutet das dann meistens: Sachbearbeiterposten in der Regulierungsabteilung eines mittelständischen Brandschutzversicherers, irgendwo im sauerländischen Tiefmoor. Wenn's hochkommt.

Summa summarum mal Butter bei de Fische: Bestandene juristische Staatsexamina sind der Berufsbefähigungsausweis für JURISTEN. Siehe derjim. Alles andere mag ja schön und gut sein ... hat mit echtem Jura oder internationaler Juristenkarriere aber auch garnichts zu tun. Man möge mir einen LL.B. (von der FH Hintertupfingen) oder "Diplom-Wirtschaftsjuristen" nennen, der es international JURISTISCH zu etwas nennenswertem gebracht hätte. In einer Großkanzlei darf so jemand vielleicht das Archiv ausmisten und die Telefonlisten aktualisieren, mehr aber auch nicht.

Sorry, ist aber nunmal so.

@ Threadstarter: Wenn's denn immer noch der "int. Jurist" - im Umweltrecht!? - werden soll: Klassisch Jura studieren, 2. Staatsexamen, davor oder danach LL.M. mit int. Ausrichtung, ggf. internationalrechtliche/rechtsvergleichende Promotion --> dann vllt. Ausland, Europäischer Rechtsanwalt, Zulassung zu ausländischer Advokatur (bspw. als Attorney-at-law in New York).

VIEL GLÜCK! Du wirst es brauchen.
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