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Schriftl Referat: Außenpolitik der DDR
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Turnvater
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Anmeldungsdatum: 17.12.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2007 - 17:55:17    Titel: Schriftl Referat: Außenpolitik der DDR

Hallo,

wir sollten eine schriftliche Hausaufgabe zum Thema DDR verfassen. Und ich hab die "Außenpolitik der DDR gewählt. Hier meine Hausarbeit bis jetzt. Ich würde mich freuen, wenn ihr sachliche/orthografische Fehler findet oder Tipps und Anregungen habt.

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Die Außenpolitik der DDR –
Ein Kampf um internationale Anerkennung



Eine Hausarbeit von ******
im Fach Seminarfach
(12. Klasse), geleitet von
Herrn *****.

Abgabe: 21.12.2007






-Inhaltsverzeichnis-
Inhaltsverzeichnis

 I Einleitung

 II Hauptteil

- II.1 Außenpolitik unter Ulbricht 1949-71
- II.2 Außenpolitik unter Honecker 1971-89
• II.2.1 Die Mauer und die Wiedervereinigung
- II.3 Der Einfluss der UdSSR

 III Fazit


-I Einleitung-

Die DDR war alles in allem ein kurzlebiger Staat mit nur zwei wirklichen Regierungschefs. Je-doch schaffte es der „sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern" innerhalb von 40 Jahren für allerlei Aufsehen zu sorgen. Zwischen dem 07. Oktober 1949, an dem die Deutsche Demokratische Republik durch das Aufteilen Deutschlands unter den Besatzungsmächten in Ost und West entstand, und dem Fall der Mauer am 09. November 1989 beziehungsweise der daraus resultierenden Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990 versuchten die DDR-Regierungen vor allem die völkerrechtliche Anerkennung von anderen Staaten zu erlangen. Wie sich die Bemühungen eine Wiedervereinigung zu erreichen zu einer einerseits Isolationspolitik gen Westen und andererseits Integrationspolitik gen Osten bis zum Zusammenbruch der DDR veränderten, soll im Folgenden untersucht werden. Hierbei wird auch betrachtet inwiefern die damalige UdSSR Einfluss auf die Deutsche Demokratische Republik hatte.



-II Hauptteil-

II.1 Außenpolitik unter Ulbricht 1949-71
Nach der Gründung der DDR leitete ab 1949 Walter Ulbricht als Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED die Regierungsgeschäfte bis er 1971 zurücktrat. Wie Ulbricht während seinen 22 Jahren Amtszeit die Außenpolitik der DDR gestaltete, soll im Folgenden untersucht werden.
Als Ausgangspunkt der Untersuchung soll hier der erste Artikel Verfassung der DDR von 1949 gelten:
„ (1) Deutschland ist eine unteilbare demokratische Republik; sie baut sich auf den deutschen Ländern auf.
(4) Es gibt nur eine deutsche Staatsangehörigkeit.“
Deutlich schon in (1) zu erkennen ist, dass die DDR-Verfassung noch auf eine baldige Wiedervereinigung ausgelegt ist. Deutschland wird als Gesamtteil, der nicht gespalten werden darf an-gesehen. Es gibt eine gemeinsame deutsche Staatsangehörigkeit. Dies ist auch der Kern der Außenpolitik der Anfangsjahre. Hier wurde noch eine Wiedervereinigungspolitik betrieben. Das Streben nach einem gemeinsamen Deutschland wird auch deutlich, wenn man einen Blick auf die damalige Hymne der DDR wirft, die mit den Zeilen „Deutschland, einig Vaterland“ doch ziemlich deutlich die Zukunftspläne der SED-Regierung beschrieb. Es handelte sich bis 1955 um eine sogenannte „Deutschlandpolitik“, in der auch die Konsolidierung der DDR beinhaltet war. Das Ende dieser Politik kam im besagten Jahr mit der Aufnahme der Deutschen Demokratischen Republik in die Warschauer-Pakt-Staaten. Hierbei handelte es sich um ein Militärbündnis als Gegenpol zur NATO zwischen der Sowjetunion und den sozial-kommunistischen Ostblockstaaten, zu denen nun auch die DDR gehörte. Die Angehörigen des Paktes neben der DDR zu dieser Zeit waren Albanien, Bulgarien, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei, Ungarn und natürlich die UdSSR. Somit „war die DDR Teil des unter der Hegemonie der Sowjetunion stehenden Ostblocks“ geworden.
Diese bilateralen, aber ungleichen Beziehungen zwischen der UdSSR und der DDR wurden am 12. Juni 1964 noch einmal schriftlich im "Vertrag über Freundschaft, gegenseitigen Beistand und Zusammenarbeit zwischen der DDR und der UdSSR" festgehalten. Der Kontrakt besagte, dass die Sowjetunion die DDR anerkennt und erwähnte eine „unverbrüchliche Freundschaft“ beider Staaten.
Damit begann die Diplomatie der Integration nach Osten und Abgrenzung nach Westen hin. Die DDR versuchte in den Folgejahren internationale Anerkennung zu erreichen. Und zwar als souveräner und eigenständiger Staat. Die Idee der Wiedervereinigung war gestorben und an ihre Stelle war eine Zwei-Deutsche-Staaten-Ideologie gerückt.
Die Tatsache, dass die „Deutsche Demokratische Republik von den Westmächten aufgrund des Alleinvertretungsanspruchs der Bundesrepublik Deutschland bis in die 1960er-Jahre zumeist als Sowjetische Besatzungszone (SBZ), Sowjetzone, Ostzone oder umgangssprachlich einfach nur als ‚Zone‘ und in konservativen und rechten Kreisen der BRD im Hinblick auf ihre undemokratische Struktur nur als „die sogenannte DDR“ bezeichnet wurde, bestärkte die DDR-Führung in ihrer Abgrenzungspolitik nur noch.
Wie es auch in dem abgeänderten ersten Artikel der Verfassung von 1968 deutlich wird:
„ (1) Die Deutsche Demokratische Republik ist ein sozialistischer Staat deutscher Nation. […] Die Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik ist Berlin. […]“
Dort wurde nicht mehr das gemeinsame Deutschland betrachtet. Nein. Die DDR war ein, einer von zweien, Staat deutscher Nation. Hiermit wurde klar zwischen BRD und DDR getrennt. Ein-zig die deutsche Nation verband die beiden ehemals vereinigten Staaten. Außerdem wurde ganz Berlin, nicht nur der Ostteil, als Hauptstadt der DDR definiert. Obwohl dies einen Verstoß gegen die 1945 auf der Jalta-Konferenz ausgehandelte Vereinbarung, dass Berlin eine Viersektorenstadt ist und keinem der Siegermächte untersteht, darstellte, duldeten die alliierten Mächte dies. Was wohl auch an der Angst vor einem Konflikt mit Russland lag.
Allerdings war eine Wiedervereinigung unter bestimmten Voraussetzungen noch gewollt.
Denn in Absatz (2) heißt es:
„ (2) Die Deutsche Demokratische Republik und ihre Bürger erstreben darüber hinaus die Überwindung der vom Imperialismus der deutschen Nation aufgezwungenen Spaltung Deutschlands, die schrittweise Annäherung der beiden deutschen Staaten bis zu ihrer Vereinigung auf Grundlage der Demokratie und des Sozialismus".
Die angestrebte Vereinigung sollte dazu dienen Gesamtdeutschland der UdSSR gefügig zu machen, indem Deutschland dieselbe Staatsform wie Russland annimmt. Weiterhin erwähnte die Verfassung von 1968 eine "allseitiger Zusammenarbeit und Freundschaft" mit der UdSSR. (siehe II.3)
Unterschwellig werden die Westmächte mit ihrem Imperialismus als Schuldiger der „aufgezwungenen Spaltung“ verantwortlich gemacht.
Die DDR-Führung verfolgte jetzt eine Außenpolitik die es sich zum Ziel setzte „die internationale Isolierung zu durchbrechen und die völkerrechtliche Anerkennung als souveräner Staat zu erreichen.“
Ein regelrechter Durchbruch in diese Richtung erfolgte schon Anfang 1965: Der ägyptische Staatspräsident lud den DDR-Staatsvorsitzenden Walter Ulbricht zu einem Staatsbesuch ein. Diese Einladung sorgte für großes internationales Aufsehen. Ägypten sah zwar vorerst von einer völkerrechtlichen Anerkennung ab, trotzdem brachte das Treffen eine enorme Ansehensförderung vor allem unter den Entwicklungsländern. Hier machte sich die DDR schon seit einer geraumen Zeit als „Vorkämpferin gegen Neokolonialismus und Imperialismus" stark. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund für die Einladung gewesen.
Nun schienen die DDR-Bemühungen langsam zu fruchten, als ihr im Herbst 1965 der zweite Durchbruch gelang: Das Internationale Olympische Komitee entschied, dass an den nächsten olympischen Spielen 1968 zum ersten Mal zwei deutsche Mannschaften teilnehmen dürfen. Al-lerdings noch unter selber Flagge und Hymne. Eine Abgrenzung der beiden deutschen Staaten wurde erst zu den nächsten Olympischen Spielen 1972 zugelassen, wo die DDR-Mannschaft mit eigener Flagge und Hymne vertreten war. Der Text der Hymne wurde allerdings nicht mehr gesungen, da er spätestens seit dem Mauerbau von 1961 (hierzu später) für die DDR-Regierung unbequem war. Das Bekenntnis zu "Deutschland, einig Vaterland" in der ersten Strophe passt nicht zu der von ihr betriebenen Politik der Abgrenzung.
Die Bundesrepublik nahm am 31. Januar 1967 diplomatische Beziehungen zu Rumänien, einer der Ostblockstaaten, auf. Daraufhin versuchte die DDR die Abgrenzung nach Westen und Integration nach Osten weiter auszuprägen. So schaffte Walter Ulbricht es die Mitglieder des War-schauer Paktes auf die Ulbricht-Doktrin zu verpflichten. Diese besagte, dass die übrigen War-schauer-Pakt-Staaten erst Beziehungen mit der BRD aufnehmen, wenn diese die DDR völkerrechtlich anerkennt. Um dies zu unterstreichen folgten Freundschafts- und Beistandspakte mit Ungarn, Polen, Bulgarien.
Ihre Verbundenheit mit der Sowjetunion zeigte die DDR mehr als deutlich schon im Folgejahr. Denn als die UdSSR die ČSSR militärisch besetzte, weil dort Alexander Dubcek, den Altstalinisten Anonín Novotny abgelöst und einen anti-sozialistischen Kurs festgelegt hatte, wurde dieses Vorgehen von der DDR-Führung unterstützt und die Nachschublinien gesichert.
Der Durchbruch in der Dritten Welt geschah dann im Jahr 1969. Am 8. Mai 1969 wurde DDR von Kambodscha völkerrechtlich anerkannt. Eigentlich hätte die BRD daraufhin die Beziehungen zu Kambodscha abbrechen müssen, wenn sie streng nach der Hallstein-Doktrin, dem Gegen-satz zur Ulbricht-Doktrin, gehandelt hätten. Die nach dem ehemaligen Staatssekretär des Auswärtigen Amtes der BRD benannte Doktrin, sah nämlich vor jegliche Beziehungen zu einem Staat abzubrechen, wenn dieser die DDR völkerrechtlich anerkenne. Die damalige BRD-Führung wählte aber einen Zwischenweg indem sie die Beziehungen zu Kambodscha lediglich einfror. Dies hinderte die DDR auch keineswegs mit ihrem Integrationskurs im Osten und Süde fortzufahren. In den Jahren 1969 und 1970 wurde sie von dem Sudan, Irak, Ägypten, der Zentralafrikanischen Republik, Somalia, Ceylon, Algerien und Guinea anerkannt. Die BRD tolerierte die Anerkennungen.
Damit hatte Walter Ulbricht bis zu seinem erzwungenen Rücktritt „aus gesundheitlichen Grün-den“ den Grundstein gelegt auf dem sein Nachfolger Erich Honecker aufbauen konnte.


II.2 Außenpolitik unter Honecker 1971-89
Erich Honecker übernahm am 3. Mai 1971 Ulbrichts Aufgaben als Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED. Ab 1976 lautete der Titel Generalsekretär.
Ihm gelang, nach jahrelanger Vorarbeit von Ulbricht, schließlich der ganz große Durchbruch im Kampf um internationales Ansehen. Im Juni 1973 wurden die BRD und auch die DDR in die Vereinten Nationen aufgenommen. Dies war durch das Viermächteabkommen über Berlin aus dem Jahre 1972 und den Grundlagenvertrag mit der Bundesrepublik 1973 ermöglicht worden. Nach diesen beiden Abkommen erkannten auch Westliche Staaten, unter anderem die USA die DDR zwischen 1972 und 1974 völkerrechtlich an, die BRD gab unter dem damaligen Kanzler Willy Brandt ihren Alleinvertretungsanspruch auf und die DDR erkannte an, dass die Deutschen ein Volk sind, das lediglich in zwei Staaten lebte. Ein Land verwehrte der DDR jedoch weiter-hin die völkerrechtliche Anerkennung. Dies war der große Bruder BRD. Sie gewährte der DDR nur völkerrechtsmäßige Anerkennung.
Trotz dieser und anderer kleinen Mäkel - unter anderem die misslungenen Bemühungen West-Berlin einzugliedern - hatte die DDR-Führung damit unter Honecker nach über 20 Jahren das Ziel internationale Anerkennung letztendlich erreicht.
Neben der völkerrechtlichen Anerkennung verfolgte die DDR aber weiterhin eine weitere Politik. Die Isolation nach Westen und Integration nach Osten wurde in der geänderten Verfassung von 1974 noch deutlicher. Jeglicher Gedanke an eine Wiedervereinigung war vollends aus dem Wortlaut eliminiert:
(1) Die Deutsche Demokratische Republik ist ein sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern. […]Die Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik ist Berlin. […]
Der Teil aus der Verfassung von 1968, der die DDR als Staat deutscher Nation bezeichnete wurde gestrichen. Der Gedanke der Verfassung von 1949 von einem gemeinsamen deutschen Staat war vollends verschwunden. Vielmehr wurde die Angliederung an das sozialistische System der UdSSR und eine Abgrenzung gegenüber der „kapitalistischen“ BRD verschriftlicht. Die Abstempelung der DDR-Bürger als Arbeiter und Bauern erscheint verachtend. Sie dient einfach der Unterordnung unter dem zentral-kommunistischen System des neuen großen Bruders, der Sowje-tunion, welche die SED-Führung stark vorantrieb. Der Anspruch auf ganz Berlin als Hauptstadt blieb weiter bestehen. Die Abgrenzung gegenüber der BRD wurde sogar noch ausgeprägter.
Bei den Verfassungsänderungen handelte die Regierung absurder maßen entgegen ihrer Verfassung, indem sie auf eine öffentliche Diskussionsmöglichkeit verzichtete.
Trotz der extremen Einflussnahme der Sowjetunion und den Versuchen der SED sich möglichst weit vom deutschen Nachbarn zu entfernen, geschah eher das Gegenteil, durch notwendigen Kontakt aufgrund des Grundlagenvertrages (s.o.) und persönlicher Kontakte der Bürger zur BRD, durch die erleichterte Besuchsregelung, die in den Siebzigern durch den BRD-Kanzler Willy Brand im Rahmen seiner „neuen Ostpolitik“ vorangetrieben worden war. Außerdem war die DDR-Führung wirtschaftlich an einem Kontakt zur Bundesrepublik interessiert, da sie hier eine Sonderstellung genoss.
All diese Faktoren begünstigten eine Annäherung der beiden Staaten. Die Wiedervereinigung jedoch geschah aufgrund der Isolationspolitik.


II.2.1 Die Mauer und die Wiedervereinigung
Mit der Mauer schaffte die DDR letztendlich das Gegenteil von dem, was sie beabsichtigte. War die steinerne Grenze ursprünglich als „antifaschistischer Schutzwall“ zum Schutz vor „Abwan-derung, Unterwanderung, Spionage, Sabotage, Schmuggel, Ausverkauf und Aggression aus dem Westen“ gebaut worden, brachte sie am Ende das Fass zum Überlaufen.
Am 13. August 1961 errichtet, war die Mauer das größte sichtbare Symbol der Isolationspolitik gen Westen. Die, durch die wirtschaftliche schlechte Lage, aufgrund der sowjetischen Reformen im Land, abtrünnig gewordenen Bürger sollten an Republikflucht gehindert werden.
Erst 1963 ließ sich die SED-Führung erweichen und gestattete das „Passagierscheinabkommen“, welches es DDR-Bürgern ermöglichte ihre Verwandten im Westen über Weihnachten zu besuchen. Den Forderungen der DDR die Flüchtigen auszuhändigen, gab die BRD-Führung nicht nach.
Nachdem die Rufe nach Reisefreiheit im Land immer größer geworden waren und die Flucht über Nachbarstaaten immer mehr an Ausmaßen zunahm, musste die DDR schließlich am 9. November 1989 die Grenzen öffnen. Bereits am 8. Oktober wurde Erich Honecker von Egon Krenz abgelöst, der allerdings nur bis zum 3. Dezember im Amt blieb, da an diesem Tag das gesamte SED Politbüro geschlossen zurücktrat. Der 3. Oktober des nächsten Jahres, markiert nun seit 17 Jahren als „Tag der Deutschen“ Einheit das Ende der DDR nach 41 Jahren.


II.4 Der Einfluss der UdSSR:
Das erste Ziel der UdSSR war es damals nach der Aufspaltung Deutschlandes ein wiedervereinigtes Deutschland unter sowjetischen Einfluss zu schaffen. Also unternahm Moskau in den ersten Jahren keine Versuche die DDR an das zentral-kommunistische System anzugleichen.
Als dann aber die Stalinnote, in der Stalin eine Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutsch-lands vorschlug, 1952 sowohl von den westlichen Alliierten als auch von der Bundesrepublik Deutschland in Person Konrad Adenauers abgelehnt wurde und damit die zu großen wirtschaftlichen und politischen Gegensätze, die zur Spaltung Deutschlands geführt hatten, zu sehr zu Tage traten, startete die russische Regierung die bis dato unterlassene Angleichung der DDR.
Schon in demselben Jahr trat die Verwaltungsreform in Kraft, die die Auflösung der Länder und die Einteilung in Bezirke in der DDR beschloss. Diese Bezirke hatten laut der Reform keine politische Autonomie und kein Selbstverwaltungsrecht mehr. Der erste Schritt zur Angleichung an die UdSSR war damit getan. Dies war auch das erste Anzeichen des immer schwächer werden-den Selbstverwaltungsrechts der gesamten DDR.
Als am 17. Juni 1953 umfangreiche Demonstrationen in der Deutschen Demokratischen Republik gegen erhöhte Arbeitsnormen und die Politik der SED stattfanden, zeigte die UdSSR, dass sie neben der politischen auch die militärische Kontrolle hatte, indem sie die Aufstände mithilfe sowjetischer Truppen und Panzer blutig niederschlug.
Auch wirtschaftlich übte die UdSSR eine Diktatur über die DDR aus. So lehnte die Regierung der DDR die finanziellen Hilfen aus dem Marshallplan, der den Wiederaufbau Europas vorantreiben sollte, ab. Stattdessen musste sie auch noch sogenannte Reparationszahlungen an Moskau leisten. Dies waren nur zwei Gründe für die wirtschaftlich langsamere Entwicklung der Deut-schen Demokratischen Republik gegenüber seinem westlichen Schwesterstaat. Im Zuge der Angleichung an das zentral-kommunistische System der Sowjetunion wurden auch die Betriebe verstaatlicht und die Landwirtschaft kollektiviert.
Die Abgrenzungspolitik der DDR gegenüber den kapitalistischen Weststaaten hatte auch rote Wurzeln. War ja 1968 in der DDR-Verfassung noch ein Anstreben einer Wiedervereinigung, wenn auch als sozialistischer Staat, verankert gewesen (siehe II.1), fehlte dieser Teil ab 1974 vollständig. Auch gewichen war die Definition der DDR als sozialistischer Staat deutscher Nation. Ab jetzt war sie ein „sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern“. Weiter hinten in der Verfassung war aus "allseitiger Zusammenarbeit und Freundschaft" nun folgende Passage geworden:
"Die DDR ist für immer und unwiderruflich mit der UdSSR verbündet. Das enge und brüderliche Bündnis mit ihr garantiert dem Volk der DDR das weitere Voranschreiten auf dem Wege des Sozialismus und des Friedens. Die DDR ist untrennbarer Bestandteil der sozialistischen Staatengemeinschaft."
Die enge Bindung zur UdSSR wurde damit nicht nur allein im Hinblick auf die Wortzahl ausgedehnt. Die Formulierungen waren auch eindeutiger und enger gewählt. Der DDR wird unterstellt, dass sie ohne die UdSSR nicht überlebensfähig sei. Die Isolation gegen Westen und Integration in das sozialistische Lager zeigen vor allem diese Absolutismen: „für immer“, „unwiderruflich“ und „untrennbar“.
Dies reihte die DDR schließlich unwiderruflich in die Ostblockstaaten ein und ermöglichte der Sowjetunion eine Stationierung von 20 Divisionen modern ausgerüsteter sowjetischer Soldaten. Ein weiterer Vertrag besagte, dass die europäischen und auch die innerdeutschen unverletzlich seien, was eine mögliche Wiedervereinigung im Keim erstickte.
Neben allen innenpolitischen Einflüssen der Sowjetunion diktierte Moskau auch die UNO-Politik der DDR, die 1973 mit der BRD in die Vereinigte-Staaten-Organisation aufgenommen wurde. Die schon in den Reformen erkennbare schleichende Aberkennung des Selbstverwaltungsrechts und die damit verbundene Angleichung an die sowjetischen Standards machten auch in der UNO-Politik nicht halt. Dies resultierte darin, dass bei nahezu allen Abstimmungen sich die DDR-Repräsentanten genau an die Vorgaben aus Moskau hielten.



-III Fazit-

Resümierend kann man sagen, dass die DDR-Führung eigentlich eine Wiedervereinigung wollte, aber als Russland bemerkte, dass diese unter sozialistischen Vorbild nicht möglich werden konnte, wurde diese Idee aufgegeben. Unter starkem sowjetischem Einfluss grenzte man sich immer mehr vom Westen ab, versuchte aber gleichzeitig im Osten und dem Rest der Welt völkerrechtliche Anerkennung zu finden. Doch aufgrund der Tatsache, dass die Westmächte durchaus an Beziehungen zur DDR interessiert waren und diverser innerpolitischer Probleme, die durch die sowjetischen Reformen entstanden waren, konnte sich diese Politik nicht durchsetzen und letztendlich brach 1989/90 die DDR zusammen und verwirklichte somit ungewollt ihr früheres Ziel.
Aus den Ruinen entstand ein Deutschland, einig Vaterland, so wie es die Hymne prophezeite. Heutzutage sind jedoch die Nachwirkungen der aggressiven sozialistischen Politik immer noch zu spüren. Jeder kennt das Phänomen Ost. Man kann nur hoffen, dass die neuen deutschen Bundesländer und ihre Bürger, die so haben leiden müssen, bald endlich wieder mit den alten auf einer Ebene stehen können; dass sie von den Westbürgern das erhalten, was sie zwar formal besitzen, aber ihnen in der Realität selten gezollt wird: Anerkennung und Respekt.


-Literaturverzeichnis-

Borowsky, P. (kein Datum). Die DDR zwischen Moskau und Bonn. Abgerufen am 13. 12 2007 von Bundeszentrale für politsche Bildung: http://www.bpb.de/publikationen/03089068607234028765148366824753,0,0,Die_DDR_zwischen_Moskau_und_Bonn.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer. (13. 12 2007). Berliner Mauer. Abgerufen am 16. 12 2007 von Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer
http://de.wikipedia.org/wiki/DDR. (10. 12 2007). DDR. Abgerufen am 13. 12 2007 von Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/DDR
http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_der_Deutschen_Demokratischen_Republik. (11. 12 2007). DDR. Abgerufen am 13. 12 2007 von Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_der_Deutschen_Demokratischen_Republik



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Die Formatierung ist hierbei leider verloren gegangen,aber wer will kann das Word Dokument gerne hier herunterladen:
http://rapidshare.com/files/77218145/Aussenpolitik_der_DDR.rar

[Sowohl für Word 2003 als auch für Word 2007 (kann sein, dass die Formatierung verloren geht, ich bitte dies zu entschuldigen)]


Gruß und danke im Voraus, Max
Krawallbiene
Moderator
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 4780
Wohnort: Marienheide

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2007 - 18:08:45    Titel:

mhm die Zitierfähigkeit von Wikipedia ist auch so ne Sache..aber ist denke ich mal für die Schule oder? dann gehts noch
Turnvater
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Anmeldungsdatum: 17.12.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2007 - 18:17:53    Titel:

Jo... ist auch nur der Probelauf für die Facharbeit... Daher "nur" 6-8 Seiten.

Bei Wikipedia ist der Nachteil, dass es anonym ist... aber sachlich richtig ist es allemal.
Krawallbiene
Moderator
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 4780
Wohnort: Marienheide

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2007 - 20:39:22    Titel:

naja nicht immer...aber für die Schule dürfte es wohl ausreichend sein...
Turnvater
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Anmeldungsdatum: 17.12.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2007 - 21:34:13    Titel:

auch der brockhaus oder buchautoren irren mal...


aber: habt ihr sonst keine verbesserungsvorschläge, oder ist euch der text einfach zu lang?
Turnvater
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Anmeldungsdatum: 17.12.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2008 - 14:22:33    Titel: Update

ich hab die arbeit noch verändert und vor den ferien abgegeben.
wenn es jmd interessiert, kann er mir ne pm schicken und ich schick die fertige version.

... ansonsten danke und so xD
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