Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Hurrelmann
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Lehramt- und Pädagogikforum -> Hurrelmann
 
Autor Nachricht
_Meri_
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 26.11.2007
Beiträge: 79

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 16:33:53    Titel: Hurrelmann

Hallo,
bin in der 12.Klasse und haben zurzeit das Thema Hurrelmann und seine Maxime.

Ich verstehe seine 8 Maxime von vorne bis hinten nicht. Habe im internet mal rumgeschnuffelt, aber was anständiges habe ich auch nicht gefunden.

Kann mir vllt. jemand eine gute Seite schicken wo die Maxime erklärt werden?? oder mir hier erklären, was die einzelnen maxime sagen wollen??? Crying or Very sad wäre sehr nett...
Maude19
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2008 - 16:42:32    Titel:

HI!
Ich bin in der 13 und habe Päda-LK ich habe mir die Maxime damals sehr kurz und knapp eingeprägt (Klausur selber waren zwar nur 8 Punkte) aber ich denke es hilft!

1.Maxime:Jugendliche dürfen nicht untergeordnet werden, lernen Verantwortungsgefhle kennen, wollen als Persönlichkeit wahrgenommen werden.
2.Maxime: Erste Chance zur Entwichlung einer Ich-Identität, neues Selbstbild, soziale Umfeld wird selber ausgesucht.
3.Maxime: Gefühle, Denkweisen und Motive müssen sich ändern damit sie zur neuen Ich-Identität passen.
4.Maxime: Integration-> Anpassung an gesellschaftliche Werte-> soziale Identität
Individuation-> Aufbau einer individuellen Persönlichkeitsstruktur mit unverkennbaren Merkmalen-> persönliche Identität
5.Maxime: Jugendliche müssen sich anpassen und Fähigkeiten nach Situationen entwickeln.
6.Maxine: Jugendliche werden Widersprüchen etc. ausgesetzt. Hilfestellung der sozialne Umwelt nötig durch Familie und Traditionen.
7.Maxime: Vermittlung von gesellschaftlichen Werten und Normen
8.Maxime: "Nach Jugendphase": Lebensphase mit vielen Entwicklungsaufgaben.

Fazit: Die Verschränkung von persönlicher Individuation und sozialer Integration steht dabei im Zentrum der Konzeption.

Ich hoffe es hilft dir diese Thesen von Hurrelmann besser zu verstehen!
lg
A***t
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 04.04.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2010 - 15:46:44    Titel:

Hey!!
sorry, ist aber leider nicht ganz korrekt, da vor allem wichtige Begriffe, die man zu Hurrelmann im Kopf haben sollte, fehlen!


Also kurz: Im Rahmen seines Modells der produktiven Realitätsverarbeitung stellte Hurrelmann 8 (als Thesen gedachte) Maximen auf. Ziel des Modell ist es ein realistisches Bild, sowie Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten zu zeichnen. Er ist sich dabei Bewusst, dass seine eigenen Vorstellungen abhängig von der heutigen Gesellschaft, Zeit und Kultur sind, weswegen er sie selbst auch ständig überarbeitet hat. Das Modell mit den acht Maximen wurde bereits in den 80ern veröffentlicht, man kann, verglichen mit dem "neuen", von 2007, welches ihr jetzt durchkaut sogar von einem Perspektivenwechsel sprechen. Er möchte damit neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen gerecht werden.
Sein Modell ist Handlungstheoretisch, was meint, dass es Bedingungen für Gelingen aufzeigen soll und gleichzeitig zur aktiven Gestaltung einläd.

Die 8 Maximen nun kurz zusammengefasst:
1. Die Persönlichkeitsentwicklung ist Wechselspiel von Anlage und Umwelt!
2. Sozialisation erfolgt als produktive Verarbeitung der inneren Realität [physische & psychische Grundstrukturen] und der äußeren Realität [soziale & physische Umweltbedingungen], die für den gesamten weiteren Lebenslauf Muster bildenden Charakter haben.
3. Jugendliche sind schöpferische Konstrukteure ihrer Persönlichkeit (mit Kompetenzen zur eigengesteuerten Lebensführung). Sie müssen sich dabei als aktiv handelnde Individuen profilieren, wobei sie weder über einen vollen Autonomiegrad verfügen noch einem vollen Spektrum an Anforderungen unterliegen (was die Umbruchsituation kennzeichnet)
4. Jugendphase ermöglicht die erstmalige Chance, eine ICH-Identität zu entwickeln. Diese entsteht aus einer Synthese von Individuation und Integration, die in einem spannungsreichen Prozess immer wieder neu hergestellt werden muss. Durch Kommunikation werden hierbei Werte und Normen vermittelt, der Jugendliche ist hierbei zugleich "Akteur" und "Objekt"
5. Die Sozialisation kann kriesenhafte Formen annhemen, wenn es dem Jugendlichen nicht gelingt, die Anforderungen der Individuation und der Integration aufeinander zu beziehen und miteinander zu verbinden. In diesem Fall werden die Entwicklungsaufgaben nicht gelöst und es entsteht Entwicklungsdruck.
6. Um die Entwicklungsaufgaben zu bewältigen und das Spannungsverhältnis tzischen Individuation und Integration abzubauen sind soziale Ressourcen (persönliche Fähigkeiten) und personale Ressourcen (unterstützende Bezugspersonen/ -gruppen) notwendig.
7. Sozialisationsinstanzen sind wichtige Vermittler und Unterstützer im Entwicklungsprozess des Jugendalters. Dabei gibt es "heimliche Sozialisationsinstanzen" (wie z.B. Medien), "primäre Sozialisationsinstanzen" (meist die Familie) und "sekundäre Sozialisationsinstanzen" (wie z.B. Gleichaltrige).Der Freiheitsgrad der Jugendlichen pendelt hierbei zwischen klaren Strukturen (was zu einer mechanischen Anpassung führen kann) und Selbstständigkeit (was zu Orientierungs- und Verhaltensunsicherheit führen kann).
8. Die Lebensphase Jugend muss in den heutigen historischen, sozialen und ökonimischen Bedingungen westlicher Gesellschaften als eigenständige Phase im Lebenslauf betrachtet werden. Sie hat ihren frühesten Charakter als Übergangsphase vom Kind zum erwachsenen verloren. Hurrelmann spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass sich diese Phase mittlerweile über 15 Jahre streckt.

Hoffe, ich konnte noch was helfen!!
lg
janni91
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 20.10.2007
Beiträge: 171

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2010 - 16:01:55    Titel:

Hallo zusammen,

so wie A***t dies dargestellt hat habe ich es auch gelernt/verstanden.

Aber nochmal eine frage an die die es im abi als LK haben:

Ist das wichtigste von hurrelmann die 8 Maxime und das Modell der produktivenrealitätsverarbeitung, sprch Auseinandersetzung mit innerer und äußerer Realität?

und ist es nicht so das sich zb die 1 und 2 Maxime sehr ähneln.
Also ist das Wechselspiel zw Anlage und Umwelt nicht daselbe wie das Auseinandersetzugn mit inner (anlage) und äußerer (Umwelt) Realität?
A***t
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 04.04.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2010 - 12:42:04    Titel:

@ janny91

ich denk schon, dass insbesondere das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung wichtig ist, die acht Maximen sowie die These der Entwicklung als aktive Auseinandersetzung von innerer und äußerer Realität sind Teil davon.

1. und 2. Maxime sind nicht ganz ähnlich.

Ich zitier mal:
1. "Wie in jeder Lebensphase gestaltet sich im Jugendalter die Persönlichkeitsentwicklung in einem Wechselspiel von Anlage und Umwelt. hierdurch werden auch die Grundstrukturen für Geschlechtermerkmale definiert"

Hierbei nimmt Hurrelmann also Bezug auf die Anlage-Umwelt- Debatte, wenn ihr auch gezwungen ward Annette Scheunenpflug zu lesen, kannst du diese Maxime mit ihrer Kernthese gleichsetzen.

Die zweite Maxime hingegen beschreibt eher den aktiven Umgang mit diesen Voraussetzungen (innere/äußere Realität). Hier erwähnt er auch, dass diese Phase ein "ständiges Arbeiten an der eigenen Person" beeinhaltet. Hier wirken nicht nur Anlage und Umwelt wechselseitig, sondern der Jugendliche muss Selbstregulation erlernen und (Handlungs-)strategien entwickeln, die dann später das Muster der Lebensführung ergeben.

lg
Julenka-90
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2010 - 22:13:53    Titel:

Hey!

an A***t

Das Modell der Realitätsverarbeitung nach Hurrelmann hast du zwar gut getroffen, nur das sechste Maxime trifft bei dir nicht ganz der Hurrelmannschen Einordnung zu.

Die "personalen Ressourcen" sind die individuellen Bewältigungsfähigkeiten der vier wesentlichsten Entwicklungsaufgaben im Übergang vom Jugendalter in das Erwachsenenalter (Übergang in die Berufsrolle, Übergang in die Partner- und Familienrolle, Übergang in die Konsumentenrolle und Übergang in die politische Bürgerrolle). Dazu gehört die Konfrontation mit den wechselnden/ wiederholenden sprachlichen gesellschaftlichen Anforderungen als auch die ständige Neu- und Umorientierung der Individuation. Dabei ist wichtig zu beachten, dass die Jugendlichen eine eigenaktive Integration in die Gesellschaft zur Erleichterung der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und Abarbeitung der Spannungsverhältnissen von Individuations- und Integrationsanforderungen vorführen müssen.

Die "sozialen Ressourcen" lassen sich durch die notwendigen sozialen Unterstützungen, durch die Bezugsgruppen, zur Bildung und Stärkung der Selbstorganisation beschreiben. Diese bieten eine Hilfestellung zum Lösen der sozialen Anforderungen. Wichtig ist die Akzeptanz der Spielräume für das immer wiederkehrende Probehandeln verschiedener Lösungswege und Mindeststandards, die Regeln und Freiräume festlegen, die widerum von Familie, Schule, Freunde etc bestimmt werden.

LG
A***t
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 04.04.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2010 - 18:33:50    Titel:

stimmt, du hast recht!
Sorry, ich hab einen Dreher bei den Klammern gehabt! Embarassed

Danke schön!!
lg
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Lehramt- und Pädagogikforum -> Hurrelmann
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum