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Gefährliches Werkzeug angesägter Hochsitz?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Gefährliches Werkzeug angesägter Hochsitz?
 
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 März 2008 - 10:01:53    Titel:

Diplomierter, es kommt aber nicht nur auf den Wortlaut an, sondern auch auf den Sinn und Zweck. Und ein Werkzeug im Sinne des § 224 I Nr. 2 StGB ist nicht nur ein solches im wörtlichen Sinne, sondern jeder Gegenstand, der in einer Weise gegen den Körper eines anderen eingesetzt wird, die geeignet ist, ehebliche Verletzungen hervorzurufen.

Somit fallen auch Alltagsgegenstände unter diesen Werkzeugbegriff, wenn sie gefährlich eingesetzt werden (z.B. Schuhe, Flasche, Pfanne etc. etc.). Und das ist auch völlig richtig so, denn warum sollte es einen Unterschied machen, wenn A dem B mit dem Hammer an den Kopf schlägt oder mit einer Glasflasche?
Das hat noch nichtmal was mit abstrakter Denkweise zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand.
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 00:56:26    Titel:

Zitat:
Also die Regeln über die mittelbare Täterschaft wendet man in solchen Fällen doch nur analog an, da sich das Opfer quasi als Werkzeug gegen sich selbst benutzt, indem es noch selbst in die Falle gehen muss.


zum einen wäre das als iE täterbelastende Analogie im Strafrecht verboten. zum anderen ist Analogie nicht notwendig, ganz "normale" mittelbare Täterschaft in der Fallgruppe des sich selbst schädigenden absichtslos dolosen Werkzeugs

Zitat:

Die abstrakte Denke der Juristen dürfte doch wohl bekannt sein, bei uns gibt es eben kaum Denkverbote - erst recht nicht unter Studenten.


In Zeiten wie diesen eine Wohltat.


mfg
derjim
Djaygo
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Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 09:23:27    Titel:

derjim hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Also die Regeln über die mittelbare Täterschaft wendet man in solchen Fällen doch nur analog an, da sich das Opfer quasi als Werkzeug gegen sich selbst benutzt, indem es noch selbst in die Falle gehen muss.


zum einen wäre das als iE täterbelastende Analogie im Strafrecht verboten. zum anderen ist Analogie nicht notwendig, ganz "normale" mittelbare Täterschaft in der Fallgruppe des sich selbst schädigenden absichtslos dolosen Werkzeugs


Analogie mag ja der falsche Ausdruck gewesen sein. Ich wollte auf eine BGH-Entscheidung über eine "Giftfalle" hinaus, in der es auch noch notwendig war, dass das Opfer sich als "Werkzeug" gegen sich selbst benutzt. Dort spricht der BGH auch von "der mittelbaren Täterschaft verwandten Strukturen" (BGHSt 43, 177).
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