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Buchführung - Niederstwertprinzip
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BlueSign
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Anmeldungsdatum: 06.03.2008
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2008 - 12:37:09    Titel: Buchführung - Niederstwertprinzip

Hallo,

ich hab da mal ne Frage und zwar hab ich heute eine Klausur geschrieben und wüsste gerne, wie folgende Frage zu beantworten ist:

Ein Unternehmen hat im Jahr 2007 Rohstoffe mit einem Anschaffungswert von 520 €/Stk. gekauft. Zum 31.12.2008 beträgt der Tageswert 600 €.

Mit welchem Wert/Stk. sind die Rohstoffe in die Bilanz einzustellen, wenn das Unternehmen die Rohstoffe
a) möglichst niedrig bewerten möchte
b) möglichst hoch bewerten möchte

Da hab ich die ganze Zeit hin und her überlegt. Es geht ja wohl um das Niederstwertprinzip und ich denke nicht das man bei a einfach 520 nimmt und bei b 600€. Ich habe mir dann gedacht das man durch die Vorschrift des Niederstwertprinzips die 600€ als höchst möglichen Wert ja gar nicht benutzen darf.
Also habe ich bei a) 0€ geantwortet (macht zwar kein Unternehmen aber wäre doch der niedrigste wert oder??
Und bei b) habe ich die 520€ genommen.

Was meint ihr dazu?? Die Aufgabe hat mich verwirrt...

Schon mal Danke,

LG

Lisa
lithium84
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 1101

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2008 - 12:46:06    Titel:

Es gilt immernoch das AK/HK-Prinzip des 253(1)HGB, d.h. die HK von 520€ bilden die absolute Wertobergrenze. Die 600€ scheiden somit auf jedenfall bei einer HGB-Bilanzierung aus
myname
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Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2008 - 12:49:22    Titel:

ich muss meinem Vorredner recht geben!

Aber, wo schreibt man Klausuren mit solch einfachen Fragen? Question
Aureola
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Anmeldungsdatum: 07.11.2006
Beiträge: 18
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2008 - 12:50:32    Titel:

Also 0€ geht auf keinen Fall, du kannst die Rohstoffe immer entweder zum aktuellen Marktwert oder zum Anschaffungswert ansetzen. Würdest du 0€ ansetzen hättest du auf der Aktiva-Seite ja kaum Vermögen stehen! Ist natürlich praktisch, weil man so nur Verlust hätte und keine Steuern zahlen muss, das geht aber natürlich nicht!
Bei a) wäre also schon der Anschaffungswert, also die 520€ die richtige Lösung gewesen...

Und möglichst hoch wäre, wie schon erwähnt wurde, auch der Anschaffungswert gewesen, wg §253 HGB eben...
Das Niederstwertprinzip hättest du ansetzen können, wenn der Tageswert geringer wäre als die Anschaffungskosten (bei a))

Grüße
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Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2008 - 16:57:59    Titel:

Aureola hat folgendes geschrieben:
Und möglichst hoch wäre, wie schon erwähnt wurde, auch der Anschaffungswert gewesen, wg §253 HGB eben...
Das Niederstwertprinzip hättest du ansetzen können, wenn der Tageswert geringer wäre als die Anschaffungskosten (bei a))

Grüße



Das ist falsch - für Umlaufvermögen besteht auch bei vorübergehender Wertminderung das strenge Niederstwertprinzip; also kein Wahlrecht.


Zum Begriff: Am Bilanzstichtag sind die AK von Rohstoffen mit dem Wiederbeschaffungsneuwert - also der Wert am Beschaffungsmarkt - zu vergleichen.


MfG
Justav
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Moderator


Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2008 - 19:20:45    Titel:

Meiner Meinung nach (auch wenn es blöd klingt):

a.) 520 und b.) ebenfalls 520

Es ist nämlich irrelevant was das Unternehmen bewerten möchte, es hat in diesem Fall beim Umlaufvermögen kein Wahlrecht, sondern ist nach HGB verpflichtet den niedrigsten Wert anzusetzen.
myname
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Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2008 - 20:12:47    Titel:

Mal was zukünftiges:

Gem. BilMoG müssen alle Bilanzierungspflichtigen bei Wegfall der Umstände für die Wertminderung zuschreiben - kein Wahlrecht mehr!

Sad
CrockNard
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Anmeldungsdatum: 09.01.2008
Beiträge: 114

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2008 - 11:35:02    Titel:

meinst du das jetzt generelloder nur aufs UV??

weil ich in Bilanzierung zu mindest bei den AV gelernt hatte, das nur die Nicht -KG Wahlrecht haben und KG ein Gebot haben
myname
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Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2008 - 12:51:01    Titel:

CrockNard hat folgendes geschrieben:
meinst du das jetzt generelloder nur aufs UV??

weil ich in Bilanzierung zu mindest bei den AV gelernt hatte, das nur die Nicht -KG Wahlrecht haben und KG ein Gebot haben


GENERELL! §253 V HGB-E (außer FW)

http://www.bmj.bund.de/files/-/2567/RefE%20BilMoG.pdf


Wink
CrockNard
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Anmeldungsdatum: 09.01.2008
Beiträge: 114

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2008 - 20:13:00    Titel:

warte ma...
ich zitiere ausm HGB §253 V
"Ein niedrigerer Wertansatz nach Absatz 2 Satz 3, Absatz 3 oder 4 darf beibehalten werden, auch wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen."

Also gibt es doch das Wahrlrecht!!!

Das zitat entstammt der 46. Auflage 2007 HGB

ätschibätsch Razz Wink
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