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Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2008 - 01:50:19    Titel: Buch schreiben

Hi,
das trägt jetzt bestimmt zur allgemeinen Belustigung bei aber gibt es gewisse Charakteristika, die man beim Schreiben eines Buches beachten/einhalten muss ?

..ich frage (nur) aus Interesse
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2008 - 06:25:29    Titel:

Eigenartig! - wofür interessierst du dich denn: Welches Thema, welche Textform, welche Überzeugung treibt dich so um, dass du die jährliche Bücherflut toppen willst...?

Themen?

Bruno der Bär - der Deutschen Lieblingspubertätling?

Oder dein Eigenes? Also: Autobiografisches (Beispiel: "Ich als Liebhaber". "... als Quadfahrer". "... als Leser" "... als uni-protokolle-Forist"?)

Was liest du denn?

Wie und wo sammelst du Material?
Für den Quadfahrer z. B. hier:
http://forum.kijiji.de/about56178.html


Deine Träume kannst du auch für eine neue Karriere auswerten (wen du Feuerwehrmann oder Neu-Religionsgründer oder Kioskverkäufer (in einem Klosterladen) werden willst:

http://community.seniorentreff.de/autoren/kurzgeschichten/Eigene-Geschichten;art280,4688

*

Ernsthafter....:
Interessiert dich dieser Text:

Kurt Tucholsky:
(Aus: "Auf dem Nachttisch". 1930):

Friedrich Torberg, ›Der Schüler Gerber hat absolviert‹

Als da wäre: Friedrich Torberg ›Der Schüler Gerber hat absolviert‹ (erschienen im Verlag Paul Zsolnay in Wien). Ein höchst beachtlicher Autor. Was wird aus dem einmal werden?

Schulbücher sind den Kriegsbüchern sehr verwandt. Beide sind: Abrechnung mit dem Gewesenen, das leider so selten gehaltene Versprechen eines Fluchs: Wenn ich hier mal rauskomme ... ! Beide Gattungen setzen viel voraus und wirken am meisten auf jene, die es mitgemacht haben. Beide Gattungen haben bereits ihr Schema herausgebildet. Torberg ist, wenn ich richtig informiert bin, ein Prager, hat also bereits von Haus aus alle Finessen des Handwerks in der Schreibmaschine und verfällt dem Schema kaum. Ganz kommt man da nicht herum, denn vieles ist vorgezeichnet: die Herren Lehrer, die Sadisten sind oder Trottel oder allenfalls gutmütig; die Schülerliebe; die Schülertypen – man kann nicht ganz aus diesem Schema heraus. Es steckt in der Sache selbst. (...)


Nachzulesen als Rezension:

http://www.textlog.de/tucholsky-torberg-schueler.html

Bei Tucholsky kannst du auch Sprache als Thema, Form, Stil und Intention lernen.
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 21:35:02    Titel:

Zitat:
als uni-protokolle-Forist

Wink

danke !

kannst du mir spontan folgendes beantworten ?
Ist es besser in der Ich-Perspektive zu erzählen oder im "Erzählerstil" ? Kann man auch wechseln ? Würde vermutlich nicht so gut kommen oder ?.. Ich-Perspektive ist wahrscheinlich "spannender"..

wie nennt man denn die Art, wie Schiller z.B. die Räuber schrieb ?
Melishe
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 21:59:09    Titel:

Die Art, in der Schiller "Die Räuber" schrieb, nennt man Drama. Das ist eine Art von Literatur, die ursprünglich dazu gedacht war, aufgeführt zu werden - natürlich kann man sie aber auch einfach lesen.

Erzählungen in erster oder dritter Person haben unterschiedliche Vor- und Nachteile:
erste Person: wirkt glaubwürdiger, authentischer, näher am Geschehen, die Gefühle/Gedanke/Träume/Hoffnungen der Hauptperson können intensiver und umnittelbarer geschildert werden
dritte Person: Da die Distanz zum Geschehen größer ist, eignet sich diese Art des Erzählens besser, wenn man einen allwissenden Erzähler einführen möchte. Man kann dann aus der Perspektive unterschiedlicher Personen schreiben, Vorausdeutungen, Rückblenden, Kommentare des Erzählers, all das ist hier eher möglich.

Wechseln zwischen den beiden Perspektiven kann man, wenn man dritte Person wählt, aber in Tagebucheintragungen, abgesetzten Passagen etc. in die erste Person wechselt. Allerdings muss man dabei darauf achten, dass es für den Leser nachvollziehbar bleibt, wer jetzt wieso spricht.

lg
Melishe
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 22:23:52    Titel:

Aber gerade durch den (häufigen) Wechsel der Erzählperspektiven wird eine Erzählung erst interessant; siehe Hinze-Kunze-Roman von Volker Braun beispielsweise.
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 22:53:16    Titel:

ok, danke. Smile ..wird wahrscheinlich eh nur bei ein paar Seiten bleiben aber was soll`s..
Melishe
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2008 - 07:43:00    Titel:

Vesar, ich geb dir schon recht... auch Medea und Kein Ort.Nirgends von Christa Wolf leben stark aus dem Erzählwechsel, von Berlin.Alexanderplatz will ich jetzt gar nicht reden Smile....
allerdings ist es halt so, dass hier trotzdem immer klar ist, wer das erzählende Ich ist bzw. wer gerade spricht.

Hab mal ein Manuskript gelesen, da bin ich auf Seite 150 ca. draufgekommen, dass es zwei weibliche Figuren gibt, die aus der Ich-Perspektive schreiben, die beide einen Mann im selben Flugzeugunglück verloren haben und beide zwei Söhne haben.... das war dann eher chaotisch als interessant.

lg
Melishe
jirikel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2007
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2008 - 18:58:59    Titel:

Wenn sich auch Leute drüber lustig machen - dein Ansatz, erst mal zu fragen, bevor man schreibt, ist so falsch nicht. Die Schubladen dieser Welt sind voll mit verschimmelnden Manuskripten von Leuten, die sich als Schriftsteller verkünsteln wollten und weder fragten, ob das jemanden interessiert, noch ob sie schon reif dafür sind. Es gibt natürlich immer einige Genies, die sehr viel aus sich selbst heraus schaffen, aber Lernbereitschaft schadet eigentlich keinem.


Gedenket des daß.
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