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Studium, Ausbildung, Familie.. ? (vorsicht lang!)
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Midlife
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Anmeldungsdatum: 06.04.2008
Beiträge: 495

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2008 - 15:29:41    Titel:

Kölner_VWLer hat folgendes geschrieben:
bei einem 3,8 schnitt sollte man wohl eher an eine ausbildung denken, ...


Du denkst wohl auch mit 3,8 wird man als neuer Azubi begrüßt wie der Papst beim Besuch in Bayern?
Mopple_the_whale
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Anmeldungsdatum: 18.08.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2008 - 15:21:31    Titel: Akademikerin mit Kind- Erfahrungsbericht

Hallo, ich kann Dir ja mal einen kurzen Überblick geben , wie es bei mir war, vielleicht hilft Dir eine "Fallstudie":

Ich habe ein hessischees 2,9er Abitur und habe es trotzdem zum BWL-Studium an einer öffentlichen Eliteuni geschafft. Ich wollte immer früh Kinder, eigentlich sogar schon in der Mitte des Studiums (das wäre MEIN idealer Zeitpunkt gewesen), aber dafür muss (bei konservativ eingestellten Menschen wie mir auch schon seit einer Weile) der richtige Mann vorhanden sein.

Unsere Tochter kam am Ende unserer beider Studiums (aufgrund gesundheitlicher Beschwerden meinerseits leider noch IN der diplomarbeitsphase Wink ). Ich liste jetzt einfach mal auf, was meiner Meinung nach gut und was schwierig ist, ohne Gewichtung:

Positiv:
Hier kannst Du alle Gründe auflisten, weshalb Du selbst früh Kinder kriegen willst. Die Auflistung erspare ich Dir.
wenn man nur 1-2 Kinder will ist es für den Arbeitgeber verlockend, wenn man schon aus dem gröbsten raus ist (falls die Kinder während des Studiums kommen)

Negativ: Es ist schwierig, ohne Berufserfahrung den Einstieg zu finden. Generell. Mit Kind ist es noch schwieriger. Die AG geben sich zwar familienfreundlich, aber sie haben im Zweifelsfall dennoch Angst, Mütter einzustellen wegen der potentiellen Fehlzeiten (meine eigene Erfahrung und AUssage meines Berufsberaters)
Lange Auszeiten sind immer schwierig, in jedem Beruf, vor allem in einem, in dem sich viel tut. Wenn man keinen AG mit Arbeitszeitmodellen hat, die das erleichtern (Tele/Heimarbeit, Teilzeit etc.) ist es schwierig, länger als 1 Jahr Auszeiten zu nehmen, man sollte über eine geteilte Elternzeit nachdenken.

Finanziell ist die Zeit des Studiums oder danach schwierig, denn man bekommt nur den Mindestsatz an Elterngeld, wenn man vorher kein Einkommen hatte. Das Finanzielle sollte man nicht unterschätzen! Zudem bekommt man keine Partnermonate bezahlt, wenn der Partner keine "offizielle" elternzeit genommen hat, also auch Student ist z.B. oder Absolvent.

Ich persönlich habe unterschätzt, wie schwer es ist, Fremdbetreuung zu finden (bezahlbare!) (ich finde keinen Kitaplatz und eine Tagesmutter ist zu teuer. Sie wird nur gering bezuschusst und dass auch nur, wenn mans chon einen Job HAT, nichtw enn man einen sucht udn Zeit für Bewerbungen braucht) und wie früh man sein Kind dorthin geben will. Mein Freund und ich wollen beide inzwischen entgegen unserer früheren Vermutung nicht, dass unsere Tochter vor dem Alter von 2 länger als 4 Stunden am Tag fremdbetreut wird.

Das waren so die Dinge, die mir auf Anhieb einfielen.

Hast du mal über eine duale Ausbildung (berufsbegleitendes Studium) nachgedacht? Das wäre für mich im Nachhinein die optimale Lösung gewesen. Ich denke man sollte erst einmal die Entscheidung Studium oder Ausbildung für sich fällen und dann überlgene, wie sich das mit dem frühen Kinderwunsch vereinbaren lässt bzw. welche Lösungen es da gibt (Ausbildung und später berufsbegleitendes Stduium oder gleich BA oder so), ich kann nur sagen, dass der Einstieg mit Kind sehr sehr schwer ist und dass ich denke, dass das auch für den Wiedereinstieg gilt. Ausserdem haben viele Angst wegen zu langer Auszeiten wegen Elternzeit diskriminiert zuw erden, ich kenne keine erhebung über die tatsächlichen Tatbestände, aber völlig von ungefähr werden die Ängste wohl nicht kommen.

Die Arbeitsfeld ist familienfreundlicher geworden, familienfreundliuch ist sie aber noch lange nicht!
DeVenus
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Anmeldungsdatum: 30.01.2007
Beiträge: 676

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2008 - 12:02:45    Titel:

Da ist man 2 Wochen nicht online und schon schreibt ihr so viel, find ich wirklich klasse, vielen Dank!
Nur leider würde das jetzt meinen zeitlichen Rahmen sprengen auf die ganzen letzten Beiträge zu antworten Confused

Aber im grunde habt ihr recht. Wahrscheinlich brauch ich einfach die Sicherheit, deswegen will ich versuchen allen Umwegen aus dem Weg zu gehen. Ich bin ein totaler Gewöhnungsmensch, alles was neu ist, ist erstmal schwer für mich. Mich an Neues zu gewöhnen braucht bei mir wahrscheinlich länger als bei den meisten und es ist immer mit Stress verbunden.

Wer ist denn auf die 3,8 gekommen? Oder war damit nicht ich gemeint Question
Bei mir wird es so auf 1,8-2,3 rauslaufen.

Wenn mich jemand nochwas konkretes fragen will, dann bitte nochmal tippen oder rauskopieren.
Hab etwas den Überblick verloren.

Danke euch!
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