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Fake-Perpetuum-Mobile im Technischen Museum Wien -wie gehts?
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Fake-Perpetuum-Mobile im Technischen Museum Wien -wie gehts?
 
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kobelix
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Anmeldungsdatum: 17.08.2008
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BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 - 00:28:44    Titel: Fake-Perpetuum-Mobile im Technischen Museum Wien -wie gehts?

Ich war letzte Woche mit meiner Freundin in Wien. Wir haben auch das Technische Museum besucht. Dort war ein Apparat von David Jones aufgebaut - ein Rad, dass sich angeblich ewig dreht. Ein Bild davon findet Ihr u.A. hier:

http://www.lhup.edu/~dsimanek/museum/art.htm

Nun mal angenommen, das Personal im Museum tauscht nicht jede Nacht die Batterien aus Wink - wie funktioniert das Ding? Angeblich wissen die im Museum selbst nicht wie es läuft. Ich habe ein Video davon gemacht, in dem alle wesentlichen Elemente erkennbar sind:

http://www.youtube.com/watch?v=JGXlUUzWjmU

Also irgendwie find ich das Ding schon ziemlich faszinierend ... was meint ihr dazu?
Mephistoles
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Anmeldungsdatum: 06.04.2008
Beiträge: 2193

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 - 00:40:31    Titel:

Also das Teil in dem Video ist aller Wahrscheinlichkeit nach eine Art Stirling. Sehr schön an den Kühlrippen und den beiden Arbeits- bzw. Verdrängerkolben zu erkennen.

Demnach müsste der Kasten irgendwie beheizt werden, evtl von unten?. Der merkwürdige Flachkolben am unteren Teil könnte die warme Luft dann zu den oberen Kolben führen oder so. Leider ist ansonsten nicht viel zu erkennen...
kobelix
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Anmeldungsdatum: 17.08.2008
Beiträge: 256
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 - 00:55:58    Titel:

Ja, ich weiß, die Quali ist nicht die beste, aber ich war eben auch nicht auf das Ding vorbereitet, sonst hätt ich sicherlich 'ne bessere Kamera dabeigehabt. Aber man sieht wie gesagt im wesentlichen nicht viel mehr wenn man real vor dem Ding steht.

Ich glaube nicht, dass die da warme Luft oder so 'reinpusten, sah nicht danach aus. Allerdings ist der Glaskasten in dem das Ding steht ziemlich Luftdicht abgeschlossen, also mit so 'nem Gummi-Fugenzeugs.

Etwas merkwürdig finde ich die goldenen Dinger 0:38-0:41 (linke Seite) und bei 1:00 (rechte Seite), die in Drehrichtung des Rades zeigen. Confused
Mephistoles
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Anmeldungsdatum: 06.04.2008
Beiträge: 2193

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 - 08:42:48    Titel:

kobelix hat folgendes geschrieben:


Ich glaube nicht, dass die da warme Luft oder so 'reinpusten, sah nicht danach aus. Allerdings ist der Glaskasten in dem das Ding steht ziemlich Luftdicht abgeschlossen, also mit so 'nem Gummi-Fugenzeugs.

Nein, nicht heiße Luft hineinpusten, sondern irgendwie Wärme zuführen.

Zitat:

Etwas merkwürdig finde ich die goldenen Dinger 0:38-0:41 (linke Seite) und bei 1:00 (rechte Seite), die in Drehrichtung des Rades zeigen. Confused


Die "Dinger" sind für mich absolut nicht merkwürdig sondern fast eindeutig als Arbeits und Verdrängerkolben eines Stirling-Prozesses erkennbar. Direkt drüber der Zylinderkopf mit eindeutig ausgeprägten Kühlrippen.
Viel merkwürdiger finde ich das goldene Ding unten (am Anfang des Videos ab ca 0:15) sowie den kleinen Kasten ebenfalls unten, der irgendwie nach Wärmetauscher aussieht.
Ich kann mir nur nicht erklären, wie dann die Wärme zu den oberen Zylindern gelangen soll, und, wenn der Kasten tatsächlich so Luftdicht ist, wo dann die Abwärme hin verschwindet.

Gruß Mephistoles
kobelix
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Anmeldungsdatum: 17.08.2008
Beiträge: 256
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 - 11:02:18    Titel:

Mephistoles hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Etwas merkwürdig finde ich die goldenen Dinger 0:38-0:41 (linke Seite) und bei 1:00 (rechte Seite), die in Drehrichtung des Rades zeigen. Confused


Die "Dinger" sind für mich absolut nicht merkwürdig sondern fast eindeutig als Arbeits und Verdrängerkolben eines Stirling-Prozesses erkennbar.


Ich meinte diese Teile hier:



Klar muss das Ding irgendwoher Energie bekommen, aufgrund der großen 'Wärmetauscher' vermute ich auch, dass es über die Temperatur läuft, aber dafür braucht es ja noch 'ne Temperaturdifferenz.
Wäre es aber ein reiner Stirling, dann wären viele Teile wohl überflüssig, wie z.B. diese Dinger bei 0:15, der Magnet, die drei schwarzen Kästchen am Rad usw..

Keine Ahnung ob die einen das Teil genauer untersuchen lassen, ich vermute eher nicht. Vielleicht sollte man mal mit 'ner Wärmebildkamera da hin, evtl. sieht man da was?
Mephistoles
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Anmeldungsdatum: 06.04.2008
Beiträge: 2193

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2008 - 00:37:35    Titel:

Im Museum in Helsinki steht ebenfalls ein solches Teil vom Davis Jones. Hab ein Video dazu gefunden:

https://www.geo.de/GEO/technik/533.html

Sieht aber gänzlich anders aus. Die Kolben, die auf Stirling vermuten lassen, sind also wahrscheinlich nur ein Fake, sollten die beiden Maschinen auf dem selben Prinzip beruhen...

Aber mir ist da ne andere Idee gekommen, was wäre wenn es so ähnlich wie eine Automatik-Uhr funktioniert?
Hattes du nicht etwas von Magneten erwähnt? Die konnte ich leider nicht entdecken. Aber so eine Art magnetische "Unwucht" wäre durchaus denkbar, in anlehnung an die Automatikuhr.
Octavian
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Anmeldungsdatum: 08.03.2006
Beiträge: 1857
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2008 - 07:14:47    Titel:

Auch in Wien wird's kein Stirling sein. Die haben da 2 getrennte Zylinder, in denen die Kolben laufen. Das sieht von der Seite nach einem aus, aber dann schwenkt die Kamera ja rum.
Der Verdränger soll ja eigentlich dafür sorgen, dass bevor der Arbeitskolben zusammenpress, der Großteil der Luft auf der wärmeren Seite ist. Bei 2 gertennten Kolben wohl nicht machbar, außer er hat sie irgendwie doch miteinander verbunden, was aber dann den nötigen Druck fraglich macht.
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2008 - 08:18:58    Titel:

Ich kenne diese Maschinen auch von anderen Künstlern.


Das wesentliche Bauteil ist das Rad selbst! Alles andere drumrum dient nur der Ablenkung.
Das Rad würde sich auch drehen ohne diese ausschmückenden Teile.

Im Radreif sind winzige bewegliche Gewichte versteckt, deren Lage durch Stellmechanismen verschoben wird. Schon eine Verschiebung um 2 oder 3 Millimeter genügt, um das Rad in Drehung zu halten.
Der Energieaufwand dafür ist sehr gering, so daß ein Austausch der Batterien am Wochenende oder morgens vor Öffnung der Ausstellung völlig genügt.
Mephistoles
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Anmeldungsdatum: 06.04.2008
Beiträge: 2193

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2008 - 10:56:43    Titel:

Octavian hat folgendes geschrieben:
Auch in Wien wird's kein Stirling sein. Die haben da 2 getrennte Zylinder, in denen die Kolben laufen. Das sieht von der Seite nach einem aus, aber dann schwenkt die Kamera ja rum.


Ja, das hab ich gesehen. Der Stirling kann aber auch mit 2 Zylindern ausgebildet sein, ich meine sogar die Sun-Machine ist so konstruiert. Aber ich denke das dient eindeutig der Ablenkung, wie das ganze andere Zeugs aussenrum auch (Wärmetauscher und Kühlrippen z.B.).

dornbusch hat folgendes geschrieben:
Der Energieaufwand dafür ist sehr gering, so daß ein Austausch der Batterien am Wochenende oder morgens vor Öffnung der Ausstellung völlig genügt.


Bist du dir sicher dass da einfach ne Batterie drin ist? Oder wäre die magnetische Unwucht nich auch eine Erklärung? Zumindest müsste man dann keine Batterien wechseln. Der Kasten ist ja anscheinend ziemlich gut verklebt...
Und magnetische Störungen werden in so einem Museum ja zu Hauf "produziert".

Gruß Mephistoles
kobelix
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Anmeldungsdatum: 17.08.2008
Beiträge: 256
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2008 - 11:17:22    Titel:

[quote="Mephistoles"]
Octavian hat folgendes geschrieben:

dornbusch hat folgendes geschrieben:
Der Energieaufwand dafür ist sehr gering, so daß ein Austausch der Batterien am Wochenende oder morgens vor Öffnung der Ausstellung völlig genügt.


Bist du dir sicher dass da einfach ne Batterie drin ist? Oder wäre die magnetische Unwucht nich auch eine Erklärung? Zumindest müsste man dann keine Batterien wechseln. Der Kasten ist ja anscheinend ziemlich gut verklebt...
Und magnetische Störungen werden in so einem Museum ja zu Hauf "produziert".

Gruß Mephistoles


Hallo Mephilstoles,
was ist denn jetzt wieder eine "magnetische Unwucht", aus der man Energie gewinnen kann? Und das Prinzip der Automatikuhr scheinst Du auch noch nicht so ganz verstanden zu haben, wenn Du es hier als Energiequelle angibst.

Ich halte mittlerweile die Variante mit der Batterie für am warscheinlichsten, da Teile der Konstruktion aus wissenschaftlicher Sicht absoluter Quatsch sind. Werd dem Museum mal schreiben, ob ich beim nächsten Batteriewechsel dabei sein kann Wink
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