ebs Full Member

 Anmeldungsdatum: 03.11.2007 Beiträge: 117
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Verfasst am: 27 Apr 2009 - 10:22:26 Titel: Kurven gleicher Lautstärkepegel - Hörschwelle bei 0 dB? |
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Die zur Psychoakustik zählenden "Kurven gleicher Lautstärkepegel" haben sich von Fletcher-Munson (1933) über Robinson-Dadson (1956) und den internationalen ISO-Empfehlungen R 226 (R454) und in DIN 45630 Bl.2 (DIN 1318) langsam weiterentwickelt.
Die neuesten "Normalkurven gleicher Lautstärkepegel von ISO 226:2003" folgen weder Fletcher-Munson noch Robinson-Dadson.
Da diese Kurven als Angaben der Hörempfindung der Lautstärke aus den Mittelwerten vieler Testpersonen zusammengesetzt sind, ist die vorhandene Toleranzbreite recht groß. Man kann nicht von einer "genauen" frequenzabhängigen Hörschwelle sprechen. An die unterste Hörschwellenkurve wird nicht 0 dB sondern etwas vage "Minimum Level" geschrieben. Somit ist die Hörschwelle bei 1000 Hz nicht genau mit 0dB festgelegt.
Über die Schwierigkeit der Festlegung der Hörempfindung der Lautstärke und die angenäherte Anwendung durch "Das Weber-Fechnersche Gesetz" ist hier zu lesen:
"Die Schallpegel-Abhängigkeit in dB und die Änderung des jeweiligen Faktors".
Die subjektiv empfundene Lautstärke (Lautheit), der objektiv gemessene Schalldruck (Spannung) und die theoretisch berechnete Schallintensität (Schallleistung) und ihre Pegel.
Viele Grüße ebs
PS: Der normale Mensch kennt nur Lautstärke und hat ein etwas komisches Gefühl bei dem Wort Lautheit.
Lautheit ist ein künstlicher Begriff (engl. loudness) aus der Psychoakustik, der nicht zu unserer Umgangssprache gehört.
Lautstärkepegel LN in phon und Lautheit N in sone |
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