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Entscheidung für ein Jura-Studium?
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Ahlex
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Anmeldungsdatum: 17.01.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 12:13:36    Titel:

Studienfachentscheidungen sind immer schwer. Ich studiere Jura, meine Schwester ist Gymnasiallehrerin für Englisch und Latein. Daher denke ich, dass ich dir da vielleicht etwas weiterhelfen kann.

Die Aufstiegschancen sind mit Jura klar besser. Das heißt aber nicht, dass Jura eine Geldgarantie ist. Es gibt genug Juristen, die weniger verdienen als die meisten Lehrer. Das Geldverdienen hat vor allem etwas damit zu tun, was du aus deinen Fähigkeiten machst. Du sagst, dir liegen Sprachen? Dann verfass doch neben der Lehrertätigkeit mehrere Bücher. Wenn du einen Bestseller landest, dann wird dir auch dein Lehrerdasein viel Geld bringen. Mit Jura hingegen, da gebe ich dir Recht, hast du einfach mehr Möglichkeiten. Du kannst fast jeden Beruf ausüben und wirst -- sofern du auch einen halbwegs guten Abschluss hast -- immer gern genommen. Ob du nun ein Unternehmen gründen, in den Journalismus gehen oder ein klassischer Jurist werden möchtest, steht dir alles offen. Wenn du in den Staatsdienst gehst, hättest du im Übrigen auch die angesprochene "Sicherheit", die dich am Lehrerjob reizt.

Den Studieninhalt haben meine Vorschreiber ja schon erklärt. Jura ist sehr abstrakt und gleichzeitig auch wieder sehr praktisch. Vielleicht das praktischste Studium, da du nichts anderers machst, als ein Rechtsanwalt später auch. Nur zunächst auf etwas anderem Niveau. ;-) Deine sprachlichen Fähigkeiten kommen dir bei Jura allemal zu Gute.

Das Lehramtsstudium ist natürlich in deinem Fall noch fixierter auf Sprachen.

Bei beiden Studiengängen musst du dich sehr intensiv mit der Materie auseinandersetzen, nur auf unterschiedliche Arten. Am besten, du besuchst mal ein paar Vorlesungen und lässt dir Klausuren von anderen Studenten zeigen, damit du weißt, was dich ungefähr erwartet.

Bezüglich des Nebenfachs muss ich julesone Recht geben, das wird eine ganz schön haarige Angelegenheit. ;-) Wenn du wirklich Jura studieren möchtest, dann beginne erst mal nur damit. Sofern es dir liegt und du gut bist, kannst du ja mal über ein Nebenfach nachdenken. Aber normalerweise solltest du mit Jura wirklich ausgelastet sein, da man prinzipiell nie genug machen kann.

Viel Erfolg im Studium!
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 13:38:23    Titel:

Das stimmt ja nun so nicht.

Das Jura Studium ist sehr praxisfern (aber trotzdem praxisrelevant) und hat wirklich wenig damit zu tun was man als Rechtsanwalt macht.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 18:36:16    Titel:

"sehr praxisfern (aber trotzdem praxisrelevant)"

Interessant!
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 19:32:51    Titel:

ja in der tat interessant formuliert, vielleicht etwas missverständlich.

Praxisrelevant in sofern, als dass das Wissen was man an der Universität lernt natürlich später unentbehrlich ist.

Was aber nicht heisst dass man später das macht was man auch an der Uni gemacht hat (wie zuvor behauptet)
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 20:13:54    Titel:

Viele Juristen tun aber genau das und wenig anderes. Nur, dass eben noch die prozessuale Seite dazu kommt, die im Studium (mit Blick auf das Ref bewusst) kurz kommt. Daher kann ich deiner Schlussfolgerung nicht zustimmen. Ich würde hingegen die provokante These aufstellen, dass das Jura-Studium eines der praxisrelevantesten Studien ist, das es überhaupt gibt. Selbst das Strafrecht und die dahinter liegenden Strukturen zu verstehen trainiert einem unentbehrliche Fähigkeiten an. Schließlich geht es bei dem Großteil das Studiums ja "lediglich" darum, das Handwerk zu erlernen. In das jeweilige (Rechts-)Gebiet muss man sich dann natürlich später einarbeiten, womit wir auch gleich bei der Schlüsselqualifikation sind, die den Juristen auszeichnet und die im Laufe des Studiums erworben werden sollte.
Diokletian
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Anmeldungsdatum: 12.01.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 00:34:08    Titel:

Ich war zuerst nicht sicher ob ich BWL oder Jura machen wollte. Hab dann ein paar Vorlesungen aus BWL besucht und war mir dann ziemlich sicher das das nix für mich ist. Mit Jura bin ich restlos glücklich Cool

Das Jura etwas praxisfern ist mag schon richtig sein. Die Universitäten haben ja die wissenschaftliche (dh. forschungsorientierte) Ausbildung als Ziel und nicht unbedingt die praktische Anwendung von Recht wie man sie dann im juristischen Beuf braucht.

lg
diokletian
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 00:48:11    Titel:

Zitat:
Ich würde hingegen die provokante These aufstellen, dass das Jura-Studium eines der praxisrelevantesten Studien ist, das es überhaupt gibt.


Das Erlernen von Schlüsselqualifikationen macht die Sache doch noch lange nicht praxisnah. Wie gesagt, ohne das Wissen aus dem Studium ist natürlich die spätere Arbeit in dem Bereich unmöglich. Aber daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass das Studium praxisNAH ist, halte ich für falsch. Das sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.

Nichtsdestotrotz hast du natürlich recht mit dem was du sagst. Dagegen habe ich aber auch nie etwas gesagt.

Und meine Aussage bezog sich letztlich darauf, dass jemand behauptete man mache als Student prinzipiell nichts anderes als später ein Rechtsanwalt. Und das ist nunmal einfach falsch.
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